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Schwarz-weiße Frontalaufnahme des Kinosaals der Cinémathèque in der naTo
Schwarz-Weiß-Aufnahme der Spielstätte naTo von außen, an der Anzeige über dem Eingang ist der Aufruf
Schwarz-Weiß-Aufnahme des voll besuchten 2cl Sommerkinos auf Conne Island

Team + Kontakt

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Technik

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Buchhaltung

Lyudmyla Bykova
buchhaltung@cinematheque-leipzig.de

Verein + Leitbild

Die Cinémathèque Leipzig, gegründet 1991, versteht sich als Ort kultureller und gesellschaftlicher Auseinandersetzung mit und über Film – kunstformübergreifend. Wir zeigen aktuelle Kinostarts, ausgewählte Filme in (neuen) thematisch-künstlerischen Kontexten, kuratierte Filmreihen und Experimente an den Grenzen des Films, begleitet von Filmgesprächen, Diskussionen, Einführungen und Ausstellungen. Alle Filme laufen (soweit möglich) in Originalfassung mit Untertiteln. Derzeit sind wir ohne eigenes Haus und deshalb an unterschiedlichen Spielstätten aktiv.

Als kollektiv und vernetzend arbeitende Plattform streben wir partizipative, emanzipatorische Kooperationen und kritische Sichtweisen an. Wir bieten anderen Akteur*innen, Institutionen und Einzelpersonen die Möglichkeit, mit uns gemeinsam themenzentriert zu arbeiten und Projekte zu entwickeln.

Wichtig ist uns ein weitgehend repressions- und barrierefreier Zugang zu den Veranstaltungen für Gäste und Mitarbeiter*innen, unabhängig von deren möglichen Einschränkungen, sozialer und ökonomischer Situation oder zwischenmenschlicher Präferenz. Nationalitäten und kulturelle Hintergründe begreifen wir als Konstrukte, die es in Frage zu stellen gilt. Programmatisch und inhaltlich orientieren wir uns unter anderem auf künstlerische, politische und utopische Selbstermächtigung.

Die Cinémathèque Leipzig ist Mitglied im Bundesverband Kommunale Filmarbeit und der AG Kino und im Hauptverband Cinephilie aktiv.

Getragen wird die Cinémathèque Leipzig von einem maßgeblich ehrenamtlich organisierten Verein.

 

The Cinémathèque Leipzig, founded in 1991, sees itself as a place for cultural and social debate with and about film – across all art forms. We show current cinema releases, selected films in (new) thematic-artistic contexts, curated film series and experiments on the borders of film, accompanied by film talks, discussions, introductions and exhibitions. All films are shown (as far as possible) in their original version with subtitles. Currently we are without our own house and are therefore operating at different venues.

Working collaboratively and as a collective, we strive for participatory, emancipatory cooperation and critical perspectives. We offer other players, institutions and individuals the opportunity to work together with us on a theme-centered basis and to develop projects.

It is important to us that access to our events is largely free of repression and barriers for guests and employees, regardless of their possible limitations, social and economic situation or interpersonal preferences. We see nationalities and cultural backgrounds as constructs that need to be questioned. In terms of program and content, we focus on artistic, political and utopian self-empowerment, among other things.

The Cinémathèque Leipzig is a member of the Bundesverband Kommunale Filmarbeit and AG Kino and is active in the Hauptverband Cinephilie.

The Cinémathèque Leipzig is run by an association that is largely organized on a voluntary basis.

Geschichte

Die Anfänge
 

Im Frühjahr 1991 fand sich eine Gruppe Filmbegeisterter zur Gründung der AG Kommunales Kino Leipzig e.V. zusammen. Das damals anvisierte Profil eines Kinos orientierte sich am Modell kommunaler Filmarbeit, wie es seit den 70er Jahren im Westen der BRD gewachsen war. Zunächst hieß es, sich im neuen Nach-Wende-Recht und auf dem Filmmarkt zurechtzufinden, ABM-Stellen und Projektfördermittel zu beantragen sowie das Anliegen öffentlich zu machen.

Die ersten Filme wurden im Herbst 1991 aufgeführt. Um die 100 Gäste besuchten die wöchentlich im Polnischen Institut (Am Brühl) stattfindenden Vorführungen, in denen anfangs polnische und französische Klassiker zur Aufführung kamen. Ab 1992 bespielte die AG Kommunales Kino e.V. wöchentlich auch das Veranstaltungshaus die naTo (Karl-Liebknecht-Straße), das sich über die Jahre zur Hauptspielstätte des Vereins entwickeln sollte. Eine weitere Spielstätte fand der Verein im Kulturbundhaus (Elsterstraße). Legendär sind solche Vorstellungen geworden, bei denen hinter einer Schiebetür gleichzeitig ein Ikebana-Verein tagte oder sich Briefmarkensammler trafen. Mit der "Filmklappe" wurde hier 1993 die erste schwule Filmreihe in Leipzig zur Aufführung gebracht.

Die Fördertöpfe waren noch voll, der cineastische Nachholbedarf groß und in Zusammenarbeit mit engagierten Partner*innen und Förderern wie der Stiftung Kulturfonds, dem Europa-Haus, dem Amerika-Haus, dem British Council und dem Französischen Institut konnten zahlreiche Filmreihen ("Schätze Europäischer Filmkunst", "Schwarze Serie"), Regieporträts (Claude Chabrol, Ingmar Bergmann, Ettore Scola, Claude Miller, Zhang Yimou, Pedro Almodóvar, Derek Jarman) und Retrospektiven gezeigt werden. In ausverkauften Sälen entdeckte das Leipziger Publikum das westdeutsche Autorenkino, die Neorealisten, internationale Avantgarde- und Independent-Filme und die DEFA neu. Gemeinsam mit dem naTo e.V. wurde die erfolgreiche Reihe "Stummfilm Live" ins Leben gerufen. 1993 erschien auch die erste Ausgabe einer eigenen Monatszeitschrift der AG Kommunales Kino – "Déjavu Nr. 1".
 

Mitte der 90er Jahre
 

Ab Mitte der 90er Jahre änderte sich das Programmprofil. Die Kinobranche war in Bewegung, zahlreiche kleine Verleihfirmen hatten sich neu gegründet, das Programm wurde breiter, moderner und vor allem international. Beim Publikum war das Interesse an Repertoire und Filmgeschichte zurückgegangen, junges Kino aus aller Welt war gefragt. Besondere Aufmerksamkeit galt hier bald Ostasien.

Neben dem regulären Spielbetrieb etablierten sich wiederkehrende Reihen ("Britspotting", "Nippon Connection on Tour – Japanische Filmtage Leipzig", "Cottbus-Nachlese", "Bollywood", "Dokfestival", "Hongkong Filmpanorama"). An verschiedensten Orten vagabundierte der Verein mit seinem Programm, zum Beispiel Katakombe, Frauenkulturzentrum, Villa, Hansahaus, Kosmospolitan, UT Connewitz, Lichthof der Moritzbastei, Lichthof der HGB, Innenhof des Neuen Rathauses, GRASSI, Substanz, MdBK.

Dies hatte nicht nur Vorteile, wie den einer breiten öffentlichen Präsenz, es strapazierte auch die personellen Ressourcen und erschwerte eine maximale Filmauswertung. Die Aufrechterhaltung des Programms konnte nur durch einen regulären Spielbetrieb an einer festen Spielstätte gesichert werden. Das kulturelle Angebot in der naTo war in dieser Zeit allmählich gewachsen: naTo e.V. und AG Kommunales Kino e.V. bespielten inzwischen gemeinsam das Haus – an sieben Tagen in der Woche, davon fünf Kinotage. Die naTo wurde zunehmend zu eng für beide Vereine, doch mehrere Bemühungen um eine eigene Spielstätte scheiterten.
 

Engagement ab 1999
 

1999 kippte die Landesfilmförderung und 2001 hielt auch die städtische Fördermittelkürzung Einzug, die bis zum Jahre 2009 anhalten sollte. 2005 wurde auf Beschluss der Mitgliederversammlung aus der "AG Kommunales Kino Leipzig e.V." der "Cinémathèque Leipzig e.V.". 2007 startete mit "FILM im GRASSI" eine neue Reihe, die Cinémathèque beteiligte sich mit "zerowork – work in progress" an einem bundesweiten Projekt und fand in Connewitz einen lauschigen Platz für das 2cl Sommerkino auf Conne Island. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit entstanden Projekte wie die „Argentinischen Filmtage“ des sudaca e.V. und die Reihe „Musalsal“ von eurient e.V. 2008 wurde mit „Solo für Licht“ ein neues, viel beachtetes Festival ins Leben gerufen, dessen Programm die Möglichkeiten des Mediums – die Vielfalt der Filmsprache jenseits des gesprochenen Wortes – in den Blick rückt. 2009 erhielt die Cinémathèque für dieses Festival den Sonderpreis, für das Gesamtprogramm 2008 außerdem den Kinoprogrammpreis des Kinematheksverbundes.

Bis heute bespielt die Cinémathèque Leipzig die naTo mit drei bis vier Spieltagen in der Woche, 2019 wurde ein zusätzlicher Raum für Experimente errichtet, das INTERIM (Kurt-Eisner-Straße). Ein wichtiger Teil der Arbeit wird immer noch ehrenamtlich geleistet. Im Rahmen Institutioneller Förderung wird das Programm nach wie vor anteilig von der Stadt Leipzig finanziert, seit 2019 auch vom Freistaat Sachsen. Um das vielschichtige Konzept kommunaler Filmarbeit umfassend umsetzen und seine Existenz langfristig sichern zu können, ist die Notwendigkeit einer eigenen Spielstätte dringlicher denn je. Seit 2012 setzen wir uns deshalb für den Aufbau eines Filmkunsthauses für die Stadt Leipzig ein.

Stellenangebote

Wir suchen ab 01.01.2021 (optional 01.02.2021) eine*n Koordinator*in Presse-/Öffentlichkeitsarbeit (m/w/d) zur eigenverantwortlichen Konzeption, Koordination und Durchführung der operativen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Filmprogramm der Cinémathèque Leipzig und die Institution an sich, im Zusammenhang mit deren Zukunftsarbeit.

Detaillierte Informationen gibt es in der Stellenausschreibung.
Bewerbungen werden bis zum 31.10.2020 entgegengenommen.