PERSONALIE: DENIS VILLENEUVE

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PERSONALIE: DENIS VILLENEUVE

In seinen vielleicht besten Momenten erzählt das Kino vom plötzlich eintretenden Ausnahmezustand - im großen Maßstab oder auf ganz persönlicher Ebene. So ergeht es auch den Protagonist*innen in den Filmen des franko-kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve. Sie sehen sich mit Gewalt, Verunsicherung und Identitätskrisen konfrontiert, müssen reagieren und Entscheidungen treffen und wie auch im echten Leben, sind das nicht immer die richtigen.

In den oft mehrsprachigen Filmen werden wir gemeinsam mit den Figuren in eine von Vorurteilen und vorgeblichen Regeln dominierte Welt zurückgeworfen. Angefangen mit seinem allerersten Kurzfilm REW FFWD (1994), der in einem unterprivilegierten Viertel von Kingston/Jamaica spielt, bis hin zu den Adelshäusern auf fremden Planeten im Science-Fiction-Blockbuster DUNE (2021).

Villeneuve entschied sich früh, einige der für die Filmbranche geltenden Regeln zu brechen. So verfilmte er mehrmals Geschichten mit Frauen in der Hauptrolle, die meist von Männern erzählen, und erlaubt sich auch in seinen größten Hollywood-Produktionen weiterhin subversive Elemente, philosophische Themen und surreale Motive. Dabei entsteht ein großartiges Feel Bad Cinema der emotionalen Intensität und bildgewaltigen Wucht. In großem Maßstab und auf ganz persönlicher Ebene.

In the often multilingual films of French-Canadian director Denis Villeneuve, together with the characters we are thrown into a world dominated by prejudices and alleged rules. The protagonists are confronted with violence, uncertainty and identity crises.

Starting with his very first short film REW FFWD (1994), which takes place in an underprivileged neighborhood of Kingston/Jamaica, to the noble houses on alien planets in the science fiction blockbuster DUNE (2021).

Villeneuve decided early on to break some of these rules that apply to the film industry. Several times he put women in the lead, and even in his largest Hollywood productions he continues to use philosophical themes and surreal motifs. The result is a great Feel Bad Cinema of emotional intensity and visually powerful force. On a large scale and on a very personal level.

 

In Kooperation mit
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CINÉ
02.03.–24.03.2024

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