filmPOLSKA reloaded - Das Polnische Institut zeigt

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Programm Oktober

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Kurzfilme im Oktober

01.10.-13.10.
ANGRY KID - HORROR
Darren Walsh

GB 2000
1:32 min

14.10.-29.10.
GRAVEYARD SHIFT
Carlos Schvepper

CAN 2016
2:36 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

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filmPOLSKA reloaded - Das Polnische Institut zeigt

Hiszpanka - Spanische Grippe Hiszpanka - Spanische Grippe

Hiszpanka - Spanische Grippe

filmPOLSKA reloaded - Das Polnische Institut zeigt

Polen 2015, OmU, 121 min, Regie: Łukasz Barczyk

Format:DCP

Sprache: Polnisch mit deutschen Untertiteln
Language: Polish with german subtitles

Auftakt der 27. Leipziger Chopin-Tage

Barczyks Geschichts-Phantasie erzählt über eine Episode kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, den sogenannten Posener Aufstand 1919, in der eine Gruppe spirituell hochbegabter Verschwörer versucht, mit metaphysischen Hilfsmitteln den Meisterpianisten und künftigen polnischen Ministerpräsidenten Ignacy Jan Paderewski aus dem Ausland zurück zu lotsen. Dummerweise steht ihnen auf der deutschen Gegenseite in Gestalt des zwielichtigen Mediums Doktor M. Abuse ein nicht minder begabter Schurke gegenüber. Mit diversen Tricks versuchen beide Seiten, einander auszuhebeln und damit dem Lauf der Geschichte in ihrem Interesse auf die Sprünge zu helfen.

Eine Veranstaltung des Polnischen Instituts Berlin (Filiale Leipzig) in Zusammenarbeit mit dem Cinémathèque Leipzig e. V.

Mit einer Einführung von Rainer Mende, Programmreferent Polnisches Institut.

Der Eintritt ist frei.

Fugazi. Centrum wszechświata Fugazi. Centrum wszechświata

Fugazi. Centrum wszechświataThe Centre of the Universe

filmPOLSKA reloaded - Das Polnische Institut zeigt

Polen 2017, OmeU, Animadok, 40 min, Regie: Leszek Gnoiński

Format:DCP

Sprache: Polnisch mit englischen Untertiteln
Language: Polish with english subtitles

FUGAZI – für viele war das nur ein kurzlebiger Musikklub irgendwo in Warschau. Aber für andere war er für elf lange Monate das Zentrum des Universums.

Anfang der Neunziger, in den Wirren der Nachwendezeit, als in Berlin die Technoclubs aus dem Boden schossen, herrschte auch in der polnischen Hauptstadt Aufbruchstimmung. Vieles war ungeordnet, vieles im Umbruch, was auch bedeutete: Vieles war möglich. Zum Beispiel, dass ein kleiner Jugendklub in einem heruntergekommenem Kino von einer Gammelbude, in der Tischtennis gespielt und auf Pfannkuchern herumgekaut wird, im Expresstempo zum angesagtesten Club des ganzen Landes avanciert, in dem sie dich Größen der Szene Klinke und Mikro in die Hand geben.

Dezerter, Dżem, Armia, Vader, Kult, Maanam, TSA, Acid Drinkers, Hey – sie alle brachten die Wände des FUGAZI zum Wackeln. Die Musik spielte 24 Stunden lang, man konnte im Sarg übernachten, ein Bus ragte aus der Wand, bei Voo Voo tauchte eine Kuh im Publikum auf, das „Sex Forum“ wurde von Priestern verdammt und auch die erste Techno-Veranstaltung auf polnischem Boden haben wir dem FUGAZI zu verdanken.

Das ist inzwischen ein Vierteljahrhundert her und damit schon wieder Zeitgeschichte. Aber wer aus dem Underground kommt und mit einem Bein auch immer ein Stück drin geblieben ist, hat auch eine adäquate Aufarbeitung verdient. Im Falle des FUGAZI geschah dies im Jahr 2013 in Form des Comics „Fugazi Music Club“ von Marcin Podolec (Baujahr 1991), der 2016 bei Egmont auf Deutsch erschien. Wie könnte das Ganze besser in filmische Form gegossen werden als in Gestalt eines Animadok? In einem bunten, lauten Reigen aus Gesprächen mit Zeitzeugen und animierten Repkonstruktionen im Comic-Stil erinnern sich Organisatoren, Musiker und Gäste an eine kurze Episode ihres Lebens, die sie jedoch für ihr ganzes Leben prägte.

Mit einer Einführung von Rainer Mende, Programmreferent Polnisches Institut und anschließendem Filmgespräch mit Gästen.

Eine Veranstaltung des Polnischen Instituts Berlin (Filiale Leipzig) in Zusammenarbeit mit dem Cinémathèque Leipzig e. V.

Der Eintritt ist frei.