Violent Cop in der Cinémathèque Leipzig

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Violent Cop Violent Cop
  • 1.09.2020
    die naTo

Violent CopSono otoko, kyôbô ni tsuki

Cops

Japan 1989, OmU, 103 min, Regie: Takeshi Kitano
mit Takeshi Kitano, Maiko Kawakami, Makoto Ashikawa

Sprache: Japanisch mit englischen Untertiteln
Language: Japanese with english subtitles

+++English version below+++

mit Einführung

Japanisch mit deutschen Untertiteln


Kitanos Regieerstling ist ein fast bis zur Abstraktion reduziertes Kammerspiel um einen Polizisten, gegen den Dirty Harry wie ein Aushängeschild für Liberalismus und Duldsamkeit wirkt. Mit abgeklärter Kaltblütigkeit folgt er einem minimalistischen (weil ausschließlich tödlichen) Ethos. Durch die Auseinandersetzung mit seinem kriminellen Gegenspieler erfährt der Wertekompass der Handlung eine vollständige Demontage, die Reihenfolge von Ursache und Wirkung ist aufgehoben und der "Held" wird zum Spiegelneuron des Bösen.

Der Soundtrack – irgendwo zwischen französischem Gangsterfilm der 1970er und Western – ist eine Modifikation von Saties „Gnossienne No. 1“. Dieser namentliche Verweis auf die grundsätzlich dualistische Verwandtschaft von Gut und Böse, Licht und Schatten findet seine Entsprechung auch im Einsatz von Licht im Film und deren symbolischer Zuordnung. Wenn film noir düster ist, dann ist VIOLENT COP das tiefste Schwarz.

Trigger-Warnung: Der Film enthält explizite Gewaltdarstellungen, darunter auch eine Vergewaltigungs-Szene.

Tickets können online gekauft oder reserviert werden: https://booking.cinetixx.de/frontend/#/eventList/2258131773
Reservierte Tickets müssen bis 20 Minuten vor Filmbeginn abgeholt werden. Besucher*innen mit Gutscheinen reservieren bitte ebenfalls online. Restkarten gibt es an der Abendkasse.



+++English version+++

Japanese with German subtitles

A police officer makes Dirty Harry look like a poster boy for liberalism and forbearance. As a laconic character in a reduced chamber play the cop becomes part of an investigation of a drug-related murder. Besides he tries to comfort his mentally disabledsister. But he also has to deal with a sadistic killer and his smooth overlord.

Trigger warning: The film contains explicit depictions of violence, including a rape scene

Tickets are available online:
https://booking.cinetixx.de/frontend/#/eventList/2258131773
Reservations are also possible there. Reserved tickets must be picked up at least 20 minutes before the screening. Visitors* with vouchers should also reserve online, please. Remaining tickets are available at the box office.





Aus der Filmreihe: COPS

1667 in Paris: Unter Ludwig XIV. wird erstmals eine flächendeckende Straßenbeleuchtung staatlich organisiert, um die Gesellschaft in den Städten besser kontrollieren zu können. Damit einher geht die Schaffung einer Polizei zur "Gewährleistung eines standesgemäßen Lebens".

Die "polizey" – also das gute Benehmen – wechselt die Seiten. Hatten bisher (sozial geächtete) Nachtwächter in der Stadt und Vögte auf dem Land für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, so wandelt sich nun die Überwachung von Regelkonformität in einen militärisch geprägten Verwaltungsakt. Das Handeln von Privatpersonen und deren Gutdünken wird somit in ein steuerbares Werkzeug der Legislative transformiert. Ein Apparat beginnt zu laufen.

Einem solchen Apparat ist auch eigen, niemals nicht zu laufen. Wenn gerade kein Verbrecher zu verfolgen ist, dann bedeutet dies nur, es wird nicht gut genug gesucht – das Verbrechen ist einfach nicht entdeckt. Daraus folgt natürlich, dass intensiver, mit besserer Technik und mehr Befugnissen gesucht werden muss. "All suspects are guilty! Otherwise, they wouldn't be suspects, would they?", heißt es so schön in Kevin Rubios TROOPS (einer am Set von STAR WARS in Drehpausen heimlich umgesetzten Mockumentary, die die Realitiy-TV Serie COPS auf den Arm nimmt).

Die Filmreihe COPS geht von folgender These aus: Das Bild des Polizisten bzw. der Polizistin, das im Film gezeichnet wird, unterscheidet sich von dem öffentlich verbreiteten. Im Gegensatz zu dem von offizieller Seite vermittelten, positiven Bild des neutral und distanziert über der Lage stehenden "Ordnungshüters" ist die Filmfigur eine zerrissene. In ihr kollidiert die gesellschaftliche, historisch-strukturelle Aufgabe mit der (auch persönlichen) Lebensrealität zu konfliktbeladener Ambivalenz.

Es bleibt nicht aus, dass die Personen in dieser Ambivalenz prädestiniert sind, die Ordnung, die sie verkörpern sollen, ihrerseits nicht aufrechterhalten zu können. Polizist*innen sind ebenso korrupt, rassistisch, bündlerisch, hilfsbereit wie alle anderen Menschen.

Die Gewalt, die sie institutionell verkörpern, transformieren sie in der Praxis in ein probates Werkzeug ihres eigenen Handelns. Im Film wird ein solche eskalative "Lösung" von Konfliktsituationen immer wieder legitimiert, indem das Handeln der Polizist*innen emphatisch nachvollziehbar gemacht wird.

Das Fernsehen nimmt in der Darstellung von Polizist*innen in der Regel eine Zwischenstellung ein. In Produktionen des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens (TATORT) beispielsweise, aber auch in US-amerikanischen Serien (etwa CAGNEY & LACEY) wird der einzelnen Figur auf persönlicher Ebene der Ausbruch aus dem idealisierten Bild zuweilen gestattet; die strukturelle Ebene jedoch bleibt stets und im Gegensatz zum Spielfilm positiv besetzt.

Das Programm versucht die erläuterten Ambivalenzen und Konflikte zu thematisieren und eine Diskussion über ihre Ursachen und Umstände anzuregen.

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