Herakles + Wodaabe – Die Hirten der Sonne + Werner Herzog Eats His Shoe in der Cinémathèque Leipzig

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Kurzfilm im November

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Zane Oborenko
2014
3:05 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Herakles + Wodaabe – Die Hirten der Sonne + Werner Herzog Eats His Shoe Herakles + Wodaabe – Die Hirten der Sonne + Werner Herzog Eats His Shoe
  • 3.11.2018
    die naTo

Herakles + Wodaabe – Die Hirten der Sonne + Werner Herzog Eats His Shoe

DOK Leipzig 2018

81 min, Regie: Werner Herzog

Herakles
Dir: Werner Herzog, FRG 1962, Documentay Film, 10 min, German without subtitles

Werner Herzog’s heroes often have to face physical challenges. “Herakles” conjures up the mythical hero who had twelve labours to perform that called for extraordinary muscular strength. To this end, Herzog presents bodybuilders lifting weights and posing in front of mirrors, intercut with pictures of garbage dumps and bomber pilots. The then 19-year-old director shot his first work on 35 mm film. What attracted him was handling footage from different sources, including shots of “Mister Germany 1962”, which he intercut with his own material.

Werner Herzogs Helden müssen sich oft besonderen physischen Herausforderungen stellen. „Herakles“ erinnert an den mythischen Heroen, der zwölf Aufgaben zu erfüllen hatte, die besondere Muskelkraft erfordern. Herzog setzt hierfür Bodybuilder groß in Szene, die Gewichte stemmen und vor Spiegeln posieren, und kontrastiert dies mit Bildern von Müllhalden und Kampffliegern. Sein Erstlingswerk drehte der damals 19-jährige Regisseur bereits auf 35-mm-Film. Ihn reizte der Umgang mit verschiedenen Footage-Materialien, darunter Aufnahmen von „Mister Germany 1962“, die er im Schnitt mit den eigenen Bildern montierte.
---Kristina Jaspers

Wodaabe – Die Hirten der Sonne
Dir: Werner Herzog, FRG 1988, Documentay Film, 51 min, English, Fula, German without subtitles

Asked whether his documentary films are ethnological studies, Herzog prefers to compare them to ancient chronicles which record collective dreams and the mental condition of humanity rather than apparent reality. In “Wodaabe”, Herzog portrays the rites and feasts of a tribe of nomads in the Sahara. Special attention is paid to the Guérewol feast, a lavish beauty competition lasting several days where the heavily made-up and costumed men are chosen by the women. Herzog sets this to a version of Gounod’s “Ave Maria” performed by a castrato, thus achieving a surprising and touching alienation effect.

Ob seine Dokumentarfilme ethnologische Studien seien? Herzog vergleicht seine Werke lieber mit alten Chroniken, die weniger die vermeintliche Realität als vielmehr kollektive Träume und die psychische Verfasstheit des Menschen verzeichnen. In „Wodaabe“ porträtiert Herzog die Riten und Feste eines Nomadenvolks in der Sahara. Einen besonderen Raum nimmt die Guérewol-Feier ein, ein aufwändiger, mehrtägiger Schönheitswettbewerb, bei dem die stark geschminkten und kostümierten Männer von den Frauen ausgewählt werden. Herzog spielt dazu das von einem Kastraten gesungene „Ave Maria“ von Gounod ein und erreicht damit einen überraschenden und berührenden Verfremdungseffekt.
---Kristina Jaspers

Werner Herzog Eats His Shoe
Dir: Werner Herzog, FRG 1980, Documentay Film, 20 min, English without subtitles

Werner Herzog has appeared as an actor in several films in the past few years and has a number of cameos in his own films under his belt. In “Werner Herzog Eats His Shoe” by Les Blank we see him pay for a bet he lost against Errol Morris: if the latter succeeded in getting a theatrical release for his film “Gates of Heaven”, Herzog would be ready to do what the title describes. The director gives his all to live up to his credo that film must be physical, evoking not only Charlie Chaplin in the process. Two years later, Les Blank was to make the documentary “Burden of Dreams” about the shooting of “Fitzcarraldo.”

Werner Herzog ist in den letzten Jahren mehrfach als Schauspieler in Erscheinung getreten und kann eine ganze Reihe von Cameo-Auftritten in seinen Filmen vorweisen. In „Werner Herzog Eats His Shoe“ von Les Blank ist er beim Einlösen einer Wettschuld gegen Errol Morris zu sehen. Wenn dieser seinen Film „Gates of Heaven“ in die Kinos brächte, wäre Herzog zur titelgebenden Aktion bereit. Seinem Credo, Film müsse physisch sein, wird der Regisseur mit vollem Körpereinsatz gerecht und erinnert dabei nicht nur an Charlie Chaplin. Les Blank sollte zwei Jahre später die Dokumentation „Burden of Dreams“ über die Dreharbeiten zu „Fitzcarraldo“ drehen.
---Kristina Jaspers


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