Exodus+The Dazzling Light of Sunset in der Cinémathèque Leipzig

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Kurzfilme im Dezember

01.12.-19.12.
24 DAYS OF TORTURE
Ines Pagniez, Victoria Jardine

GB 2016
2:07 min

20.12.-30.12.
TURKEY
Harvey Benschoter

USA 2013
2:56 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

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Exodus+The Dazzling Light of Sunset Exodus+The Dazzling Light of Sunset
  • Di 31.10. 17:30
    die naTo

Exodus+The Dazzling Light of Sunset

DOK Leipzig 2017

Dok, 89 min

Exodus
R: Vakhtang Jajanidze, Georgia 2015, Dok, 15 min, without Dialog/Subtitles

Where is the boundary between documentary observation and staged re-enactment? It may be running right through Chiatura, the former global capital of manganese mining, now sinking into dreariness, perhaps kept together only by the last surviving cable cars. Vakhtang Jajanidze turned places into locations and inhabitants into actors lining up to tell their own stories, which follow a script based on the proverbial “true story”. So the time came when fate wanted to separate two sisters. Lily, a cable car driver, was determined to stay; Tatiana, who was unemployed, had decided to leave …

Wo verläuft die Grenze zwischen dokumentarischer Beobachtung und inszenierter Nachempfindung? Möglicherweise mitten durch Tschiatura, der in Tristesse versinkenden ehemaligen Welthauptstadt des Manganabbaus, die vielleicht nur noch von den letzten verbliebenen Seilbahnen zusammengehalten wird. Vakhtang Jajanidze machte aus Schauplätzen Spielorte und aus Einwohnern Darsteller – angetreten, um sozusagen von sich selbst zu erzählen, und zwar auf Basis eines Drehbuchs nach der sprichwörtlichen „wahren Begebenheit“. Es begab sich also, dass das Schicksal zwei Schwestern trennen wollte. Die Seilbahnfahrerin Lily war entschlossen zu bleiben, die arbeitslose Tatiana hatte sich entschieden zu gehen …

--- Zaza Rusadze


The Dazzling Light of Sunset
R: Salomé Jashi, Georgia/Germany 2016, Dok, 74 min, OV with English subtitles

Salomé Jashi is shooting in the provincial town of Tsalenjikha, following the paths of Dariko, a reporter who covers giant owls, fashion shows and funerals for the local television station. The people who cross the local journalist’s – and indirectly the camera’s – path are mortifyingly anxious about their public image, so much so that one would be tempted to smirk if it wasn’t for the deplorable changing conditions. So the ever present comedy remains subdued, but always close to Georgian everyday life. Because the latter constantly seems to produce “errors connected to ugliness” and could thus have been the model for Aristotle’s definition of comedy.

Salomé Jashi filmt in der Provinzstadt Zalendschicha. Sie folgt den Arbeitswegen der Reporterin Dariko, die für den örtlichen Fernsehsender von Rieseneulen, Modenschauen und Beerdigungen berichtet. Dabei sind die Menschen, die der Lokaljournalistin und vermittelt auch der Filmemacherin vor die Kamera kommen, peinlich um ihre Außenwirkung bemüht – so sehr, dass man schmunzeln wollte, wäre da nicht immer auch die Kläglichkeit der sich wandelnden Verhältnisse. So bleibt die stets präsente Komik leise, aber auch dicht am georgischen Alltag. Denn der scheint beständig „mit Hässlichkeit verbundene Fehler“ zu produzieren und könnte damit Pate für Aristoteles’ Definition der Komödie gestanden haben.

--- Zaza Rusadze


Kartenreservierung können ausschließlich über die Ticketkassen in allen DOK-Kinos und im Museum der bildenden Künste vorgenommen werden. Telefonische Reservierungen oder Reservierungen über unsere Homepage sind nicht möglich. Reservierte Tickets verfallen 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn automatisch.

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