Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Die Eroberung der inneren Freiheit Die Eroberung der inneren Freiheit
  • Do 11.12. 19:00
    die naTo

Die Eroberung der inneren Freiheit

Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

BRD 2010, deutsche OF, Dok, 83 min, Regie: Silvia Kaiser, Aleksandra Kumorek

Format:35 mm

Was passiert, wenn man die Lehren von Sokrates in unser heutiges Wertesystem überträgt? In einem Experiment wurde die Kunst der sokratischen Gesprächsführung und des Philosophierens Langzeitinhaftierten aus der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel nahegebracht. Auf ruhige und respektvolle Art zeigt der Film komplexe Biographien hinter den Verbrechen und illustriert die Lern- und Wandlungsfähigkeit von Individuen, die von der Gesellschaft schon längst aufgegeben wurden.
Im Anschluss Gespräch mit Heidi Kastner, forensische Psychiaterin, Gerichtsgutachterin, Autorin des Buches „Täterväter“. Moderation: Lilian Türk

Gotteszell Gotteszell
  • Mi 10.12. 19:00
    die naTo

Gotteszell

Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

BRD 2001, deutsche OF, Dok, 103 min, Regie: Helga Reidemeister

Format:35mm

"Gotteszell": Der Name erinnert an die Zeit, als der Gebäudekomplex noch ein (Frauen-)Kloster war. Seit dem 18. Jahrhundert wird er als Gefängnis benutzt, seit der Jahrhundertwende als Gefängnis für Frauen. Der Dokumentarfilm porträtiert sechs inhaftierte Frauen, denen Totschlag, Mordversuch und Mord zur Last gelegt werden. Sie erzählen von ihrem Leben vor der Haft, über ihr Verhältnis zur Tat, den Alltag im Knast und die daraus entstehenden Schwierigkeiten. Durch die Biografien der Strafgefangenen zieht sich ein roter Faden von erlittenen Drohungen und Verletzungen bis hin zu jahrelang ertragener Gewalt. Die schmerzhaften Biografien der verurteilten Frauen machen Lebenswege einsichtig, die in Katastrophen mündeten. Im Anschluss Gespräch mit Rebecca Pates, Professorin am Institut für Politikwissenschaften der Universität Leipzig. Moderation: Lilian Türk

Picco Picco
  • Do 11.12. 21:30
    die naTo

Picco

Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

BRD 2010, deutsche OF, 105 min, Regie: Philip Koch
mit Constantin von Jascheroff, Joel Basman, Frederick Lau, Martin Kiefer, Aram Arami, Ervin Baramovic, Leonie Benesch
Format:MPEG 4

Deutschland, Jugendknast. Kevin ist neu hier, ein „Picco“. Und wie alle Neuen wird er erst mal fertig gemacht. Vor allem von seinen Zellengenossen: Marc, dem Schläger, Tommy, dem Dealer, und Andy, dem Intriganten. Niemandem kann sich Picco anvertrauen: Die Psychologen sind hilflos, die Wärter überfordert, die Mithäftlinge skrupellos. Doch in einer Welt, in der das Recht des Stärkeren zählt, glaubt Picco an das Gute. Genau 104 Tage lang. Bis zu der Nacht, die das Leben der vier Zellengenossen für immer verändern wird.
Der Film, der 2010 in Cannes Premiere hatte, orientiert sich an den realen Ereignissen in der JVA Siegburg im November 2006.

Von der Beraubung der Zeit Von der Beraubung der Zeit
  • Mi 10.12. 21:30
    die naTo

Von der Beraubung der Zeit

Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

BRD 2014, deutsche OF, Dok, 82 min, Regie: Daniel Postrak, Jörn Neumann

Format:DCP

Ab 21.30 Uhr Filmgespräch mit dem Regisseur Jörn Neumann. Moderation: Kristin Wolter

Im Anschluss (Beginn ca. 22.15 Uhr):

Helmut, Samuel und Kenny leben im Gefängnis und werden auch noch eine ganze Weile dort bleiben müssen. Im Knast begleichen sie ihre Schuld mit Lebenszeit. Ihr Zeitempfinden ist ein anderes, ebenso die Bedeutung von Zeit schlechthin. Der Dokumentarfilm begleitet den Alltag der Inhaftierten und lässt sie über ihre Gedanken, Sehnsüchte und Hoffnungen sprechen. Das, was sie bewegt, bringen sie in Lyrik und Prosa zu Papier. So entstehen Geschichten, in denen die drei Häftlinge ihre prägendste Erfahrung verarbeiten – die von der Beraubung der Zeit.