Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Wer hat Angst vor Sibylle Berg Wer hat Angst vor Sibylle Berg
  • Di 28.06. 22:00
    die naTo
  • Mi 29.06. 22:00
    die naTo
  • Do 30.06. 22:00
    die naTo
  • 1.07.2016
    die naTo
  • 2.07.2016
    die naTo
  • 3.07.2016
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Wer hat Angst vor Sibylle Berg

BRD 2015, OmdU, 84 min, Regie: Wiltrud Baier, Sigrun Köhler

Format:DCP

Sprache: Deutsch
Language: German

Im Portrait der Bestsellerautorin und ironischen Dramatikerin erfahren wir, wie die männliche Form von „Schriftsteller“ lautet, warum diese auf Fotos meist ihren Kopf stützen, welche nützlichen Dinge man in der DDR lernen konnte, wie Pilze die Gehirne von Politikern steuern – und dass sich hinter jeder scheuen Schriftstellerin ein scheuer Mensch verbirgt.

Sibylle Berg provoziert, irgendwie. Ihre Lebensgeschichte vom DDR-Flüchtling zur Bestsellerautorin klingt fast so, als hätte sie sie selbst erfunden. Früher suchte Sibylle Berg das Glück, heute sucht sie ein Haus.
„Sibylle Berg ist eigentlich ein Fall für "Akte X", ein unter die Menschen gefallender Alien. Traurig, einsam, kindlich, misantrophisch, intelligent, schnell und böse. Oder doch nicht?“, fragte Ulrich Kriest auf filmgazette.de. Das Regisseurinnen-Duo "Böller und Brot", bestehend aus Wiltrud Baier und Sigrun Köhler, gehen dieser Frage nach. Wer ist eigentlich Sibylle Berg? Und muss, oder sollte man Angst vor ihr haben? Der Film liefert auf beide Fragen keine Antworten. Vielmehr ist er eine „Verdoppelung der Verweigerung“ (Ulrich Kriest), eine Dokumentation über eine Frau, die sich nicht von „Doku-Schlampen“ porträtieren lassen will, gedreht von Filmemacherinnen, die eine Schriftstellerin begleiten, ohne ein Literaturportrait drehen zu wollen. So ist der Film längst nicht nur eine Dokumentation über Sibylle Berg, sondern auch über die Tücken dokumentarischer Filmportraits, oder gar über ihr Scheitern. Was den Film aber nur zusätzlich interessant macht: ein skurriles Portrait einer skurrilen Person.

Lief zuletzt im Juli 2016