Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Frustration + Pekka – Inside the Mind of a School Shooter Frustration + Pekka – Inside the Mind of a School Shooter
  • Sa 31.10. 17:30
    die naTo

Frustration + Pekka – Inside the Mind of a School Shooter

DOK Leipzig 2015

OmeU, Animation + DOK, 88 min

Frustration-Frusztráció
(Milán Kopasz, Hungary, 2015)

Wenn man deprimierende Gedanken wälzt, allerhand infrage stellt und von Menschen umringt ist, die in der Verrichtung ihrer banalen alltäglichen Routine verhaftet sind, kann es sehr einsam werden. In seiner sonderbaren Odyssee per Tram, Taxi und Schiff eröffnet uns Milán Kopasz die Innenwelt eines frustrierten Zeitgenossen. Mit einem furiosen Monolog, Pixilation und Collagen, die kubistisch anmuten, gelingt es Kopasz, Entfremdung eindringlich darzustellen.

Sprache: ungarische Originalfassung mit englischen Untertiteln

When you’re brooding over depressing thoughts, question a lot and are surrounded by people stuck in their banal, everyday routines, you can get very lonely. In his strange odyssey by streetcar, taxi and ship Milán Kopasz opens up the interior world of a frustrated man. With a furious monologue, pixilation and cubist-looking collages, Kopasz creates a vivid portrait of alienation.

Nadja Rademacher

Language: Hungarian original version with English subtitles


Pekka – Inside the Mind of a School Shooter
(Alexander Oey, Netherlands, 2014)

„Humanity is overrated“ – eine von vielen hasserfüllten Botschaften, die der 18-jährige Pekka im Internet veröffentlicht und die keiner ernst nimmt. Einmal filmt er einfach kommentarlos seine Schule, wie einen Tatort. Dann sieht man ihn mit einem Revolver auf einen Apfel schießen. Am Tag darauf tötet er mehrere seiner Mitschüler, die Schuldirektorin und sich selbst. „Pekka“ rekonstruiert den Amoklauf im finnischen Jokela, einem beschaulichen und familienfreundlichen Vorort von Helsinki, im Jahr 2007. Der zeitliche Abstand ist groß genug, um Lehrer, Klassenkamerad/innen, die Mitarbeiter des Waffenladens, aber auch Pekkas Eltern erneut zu befragen und ihre einschätzenden Aussagen zu einem Gesamtbild zu montieren. Nüchtern dringt der Film in die Welt des Täters vor. Ein unauffälliger, sensibler Junge, der keine Freunde hat und von seinen Eltern wohl behütet wird. Und doch zeigt sich, dass er überall Spuren hinterließ, die auf seine spätere Tat verweisen. Mit dem Täterprofil allein begnügt sich der Film aber keineswegs. In langsamen Fahrten, die nicht zufällig an Gus Van Sants Spielfilm „Elephant“ erinnern, erschließt er sich auch optisch das Terrain. Er richtet die Aufmerksamkeit auf die Interieurs der Wohnungen und zeigt die Anordnung von Taschen im staubfreien Regal ebenso wie die Käfer an den Baumrinden in den gepflegten Grünflächen. So entfaltet er den Mikrokosmos eines durch Homogenität geprägten Ortes, an dem nach der Tat die Reflexion des Falls schnell abgewürgt wurde.

Sprache: englisch/finnische Originalfassung mit englischen Untertiteln

“Humanity is overrated”, one of many hate-filled messages published on the Internet by the 18-year-old Pekka which nobody takes seriously. Once he simply films his school without a comment, like a crime scene. Then we see him fire his revolver at an apple. The next day he kills several of his fellow students, the headmaster and himself. “Pekka” reconstructs a massacre in the Finnish town of Jokela, a quiet and family-friendly suburb of Helsinki, in 2007. Enough time has passed to interview teachers, classmates, the staff of the gun shop, but also Pekka’s parents, and compile a general picture from their assessments. The film is a matter-of-fact journey into the world of the killer, an ordinary, sensitive boy who had no friends and was sheltered by his parents. And yet we see that he left clues pointing to his later acts everywhere. But the film isn’t satisfied with providing a criminal profile. Slow travellings that, not coincidentally, evoke Gus Van Sant’s feature film “Elephant”, convey a visual idea of the territory. The film draws our attention to the interiors of flats, shows an arrangement of bags on a dust-free shelf or bugs on tree bark in the well-kept parks and gardens, unfolding the microcosm of a deeply homogenous place where reflections on the case were quickly stifled after the crime.

Lars Meyer

Language: English/Finnish original version with English subtitles


Kartenreservierung können ausschließlich über die Ticketkassen in allen DOK-Kinos und im Museum der bildenden Künste vorgenommen werden. Telefonische Reservierungen oder Reservierungen über unsere Homepage sind nicht möglich. Reservierte Tickets verfallen 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn automatisch.


Weitere Informationen zu Frustration + Pekka – Inside the Mind of a School Shooter

Lief zuletzt im Oktober 2015