Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 heute morgen 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Metropolis (restaurierte Fassung von 2010) Metropolis (restaurierte Fassung von 2010)
  • 16.05.2014
    Grassi

Metropolis (restaurierte Fassung von 2010)

Kinoorgel live

Deutschland 2010, stumm, 146 min, Regie: Fritz Lang
mit Heinrich George, Rudolf Klein-Rogge, Brigitte Helm, Gustav Frölich

Hoch über METROPOLIS thront Joh Fredersen (Alfred Abel), der die Stadt der Zukunft kontrolliert und alle politische und wirtschaftliche Macht besitzt. Unter der Erde müssen die Arbeiter wie Sklaven für ihn schuften. Doch ausgerechnet sein Sohn Freder (Gustav Fröhlich) verliebt sich in Arbeiterführerin Maria (Brigitte Helm). Gleichzeitig arbeitet der Erfinder Rotwang (Rudolf Klein-Rogge) an einem stählernen Roboter, dem er auf Fredersens Anweisung das Aussehen von Maria gibt. Als der Roboter die Arbeiter aufwiegelt und diese ihre Maschinen verlassen und Metropolis überfluten, steht die Stadt der Zukunft vor dem Untergang…

METROPOLIS ist einer der einflussreichsten Stummfilme aller Zeiten und gilt als stilbildend für das Genre des Science-Fiction-Films. So findet man in zahlreichen Filmen oder Musikvideos bis heute immer wieder METROPOLIS-Zitate. Das hatte auch die Folge, dass dies der erste und bislang einzige Film ist, der es schaffte, von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Dabei ist METROPOLIS von Fritz Lang nach seiner Premiere auf der Berlinale im Jahr 1927 nie komplett zu sehen gewesen. Er floppte an der Kinokasse, woraufhin die Ufa ihn rigoros umschnitt - wegen des ausbleibenden Erfolgs der millionenschweren Produktion stand sie am Rande einer Pleite. Auch in Amerika wurde das Werk massiv verändert. Eine halbe Stunde der Originalversion schien für immer verloren - bis 2008 in Argentinien, im Museo del Cine Pablo C. Ducros Hicken, Buenos Aires verschollene Teilstücke gefunden wurden. Diese wurden 2010 von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in eine restaurierte Fassung des Films integriert und METROPOLIS ist im GRASSI Museum in eben dieser Fassung zu sehen.

Die Cinémathèque zeigt den Film in Kooperation mit dem Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig im Großen Vortragssaal des GRASSI Museums mit Einführungen von Claudia Cornelius und Veit Heller. An der Welte-Orgel spielt Otto Krämer.

Lief zuletzt im Mai 2014