Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Johanna von Orléans Johanna von Orléans
  • 12.10.2013
    Grassi

Johanna von OrléansLa passion de Jeanne d'Arc

Kinoorgel live

Frankreich 1928, stumm, 97 min, Regie: Carl Theodor Dreyer
mit Maria Falconetti, Eugene Silvain, André Berley, Michel Simon, Jean d'Yd
Format:16 mm

Welches künstlerische Potential der Stummfilm bot, weiß erst, wer Carl Theodor Dreyers JOHANNA VON ORLÉANS gesehen hat. Im Ausreizen filmischer Möglichkeiten ist dieses Werk Klassikern wie DAS CABINET DES DR. CALIGARI oder SUNRISE (Spieltermin 28.12.2013) auf jeden Fall ebenbürtig.

Zum französischen Kino der Stummfilmzeit gehört auch LA PASSION DE JEANNE D’ARC des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer: Ein Film, der durch seine expressiven Grossaufnahmen des Gesichts der Schauspielerin Maria Falconetti gleichsam die ganze Epoche überstrahlt, wie eine unvergessliche Ikone. Jean-Luc Godard erwies seinem Vorbild Referenz indem er 1962 Ausschnitte aus Dreyers Film in VIVRE SA VIE: FILM EN DOUZE TABLEAUX (Die Geschichte der Nana S.) verwendete.

Carl Theodor Dreyers eindrucksvoller Stummfilm, der zu den ersten Kunstwerken der Filmgeschichte zählt, rekonstruiert die Ereignisse rund um den Rechtsstreit gegen die Jungfrau von Orléans anhand der historischen Prozessakten. Die der Ketzerei beschuldigte junge Frau wird nach quälenden Verhören, Folter und einem widerrufenen Geständnis schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Bewusst beschränkt sich Dreyer auf die Darstellung von Verhör, Verurteilung und Verbrennung der Johanna.

Die Cinémathèque zeigt den Film in Kooperation mit dem Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig im Großen Vortragssaal des Grassimuseums.

Mit Einführungen von Veit Heller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für Musikinstrumente und der Filmwissenschaftlerin Claudia Cornelius. An der Welte-Orgel spielt Herr Prof. Wolf-Günter Leidel.

Lief zuletzt im Oktober 2013