Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

    Japanische Soldaten des TeufelsRiben Guizi

    Leipzig-Premiere

    Japan 2001, OmU, 155 min, Regie: Minoru Matsui

    Das japanische Militär verstand sich als eine dem "göttlichen" Tenno verpflichtete Armee und war folgerichtig von der Einzigartigkeit und Überlegenheit der japanischen Rasse überzeugt. Von diesem Selbstverständnis beseelt, beging es zuerst in China (1931-1945) und dann im gesamten südostasiatischen Raum unbeschreibliche Greueltaten. Japanische Soldaten waren dort als "Soldaten des Teufels" gefürchtet.
    Regisseur Minoru Matsui: "Kriegsopfer sprechen oft über ihre Erlebnisse, während die Täter schweigen. Aber gerade aus den Worten der Täter können wir wichtige Erkenntnisse über menschliche Verhaltensmuster im Krieg gewinnen. Es ist wichtig, jetzt zu erfahren, wie normale Menschen, wie unsere eigenen Großväter und Väter selbst zu Tätern, zu Kriegsverbrechern wurden und was sie wirklich taten."
    Dieser Film dokumentiert die Eingeständnisse von insgesamt vierzehn ehemaligen Soldaten der kaiserlichen Armee. Ihrer Herkunft, Ausbildung und ihrem Beruf nach sind sie ganz unterschiedlich, und ihre militärischen Ränge reichen vom einfachen Soldaten bis zum Offizier, vom Militärarzt bis zum Militärpolizisten. RIBEN GUIZI ist das erschreckende Dokument über eines der düstersten und deshalb bis heute oft verdrängten Kapitel japanischer Geschichte. Folgerichtig löste der Film zu Hause heftige Debatten und auch Zensurbemühungen aus.