Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Generation Kunduz - Der Krieg der Anderen Generation Kunduz - Der Krieg der Anderen
  • Di 20.03. 19:30
    die naTo
  • Mi 21.03. 19:30
    die naTo
  • Di 27.03. 20:00
    die naTo
  • Mi 28.03. 20:00
    die naTo

Generation Kunduz - Der Krieg der Anderen

Musalsal - Dokfilme aus Nahost

BRD 2011, OmU, Dok, 80 min, Regie: Martin Gerner

Kunduz ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Norden Afghanistans. 2001 fiel die Stadt erst nach Gegenwehr der Taliban an die Nordallianz, die für die US-Intervention am Boden kämpfte. Die Internationale Schutztruppe ISAF baute hier ihr erstes Lager außerhalb von Kabul auf. Bis 2006 blieb es relativ ruhig. Das Wiedererstarken bewaffneter Regierungsgegner und der Truppenausbau von NATO, US- und afghanischen Streitkräften machen Kunduz seitdem zu einem zunehmend umkämpften Schauplatz. 2009 befahl ein deutscher Offizier hier die Bombardierung zweier von Taliban entführter Tanklaster. Mindestens 90 Menschen kamen dabei ums Leben. Bis heute fehlt ein authentisches Bild von den Menschen in Kunduz.

GENERATION KUNDUZ erzählt die Geschichte von fünf jungen Afghanen: Mirwais, 10 Jahre und noch ein Kind, redet über Krieg und Frieden fast wie ein Erwachsener. Nazanin, eine Lokalreporterin, kämpft für Gleichberechtigung obwohl sie die Burka tragen muss. Hasib, Student mit Baseballmütze, träumt von freien und fairen Wahlen. Ghulam und Khatera drehen einen Spielfilm, mitten im bewaffneten Konflikt. Martin Gerners Dokumentarfilm gibt Einblick in die Seelenlage einer jungen Generation, die zwischen Taliban und ausländischem Militär aufwächst und sich nach einer offenen Gesellschaft und einem arabischen Frühling am Hindukusch sehnt.

Der mit dem Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 54. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 2011 ausgezeichnete Film ist insgesamt ein sehr gelungenes Portrait über die Auswirkungen des Krieges in Afghanistan auf die Zivilbevölkerung. Bewundernswert ist der Mut des Regisseurs und seines Teams sich in ein Krisengebiet zu begeben, immer mit der Angst, dass im nächsten Moment eine Bombe hochgehen könnte. Doch dieser Mut hat sich ausgezahlt, die Protagonisten des Filmes und ihre Schicksale berühren die Zuschauer zutiefst.
Wir zeigen den Film in der naTo. Es handelt sich um eine digitale Projektion im Original mit deutschen Untertiteln. Die Filmvorführung findet in Kooperation mit eurient e.V. statt.

Am 20. und auch am 21. März (Di+Mi) wird der Regisseur Martin Gerner für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zu Generation Kunduz - Der Krieg der Anderen

Lief zuletzt im Mrz 2012