Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • Di 25.06. 22:00
    die naTo
  • Mi 26.06. 22:00
    die naTo

Giliap

Roy Andersson Special

Schweden 1975, OmeU, 137 min, Regie: Roy Andersson
mit Mona Seilitz, Pernilla August, Thommy Bergren

GILIAP erzählt eine Art Gangsterballade, lakonisch, surreal, melancholisch, kraftvoll - ein verzweifelter Traum inmitten einer grauen und freudlosen Welt. Gustav Svensson träumt davon, eine "Organisation" zu gründen, wie er sie aus Mafia-Filmen kennt. Und er glaubt in Giliap, dem Kellner eines heruntergekommenen Provinzhotels, den idealen Compagnon gefunden zu haben. Zwischen Gustav und Giliap, der sich in kleinkriminelle Wagnisse verstrickt hat, steht die schöne Anna. Beide verlieben sich in sie. Anna hat ebenfalls einen Traum. Sie wünscht sich Glück und Harmonie, nur ja weit weg von ihrer schäbigen Absteige.

Roy Anderssons zweiter Spielfilm, 1976 ebenfalls in Cannes präsentiert, floppte bei Kasse und Journaille. Bergman, ein früher Lehrer von Andersson, bewunderte dagegen dessen unbestechliches Festhalten an den eigenen Visionen. Erst heute beginnen die Kritiker, den Film neu einzuschätzen. Andersson kehrte damals enttäuscht und mit Schulden beladen der Filmindustrie den Rücken. In den folgenden 25 Jahren schaffte er sich in Schweden einen Namen als höchst unorthodoxer Werbefilmer, was ihm ermöglichte, mit neuen Stilmitteln zu experimentieren und ein unabhängiges Studio inmitten von Stockholm aufzubauen. Zu einem festen Bestandteil des Studios gehört auch eine Truppe von Schauspielern, die er in Bars, Tankstellen oder bei Ikea aufgestöbert hat.

Lief zuletzt im Juni 2002