Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Hotel Sahara Hotel Sahara
  • Do 20.08. 20:00
    die naTo
  • Fr 21.08. 20:00
    die naTo
  • So 23.08. 20:00
    die naTo
  • Mo 24.08. 20:00
    die naTo
  • Di 25.08. 20:00
    die naTo

Hotel Sahara

Leipzig-Premiere

BRD 2008, OmU, Dok, 86 min, Regie: Bettina Haasen

Eine schnurgerade, endlose Straße nach Nirgendwo. Am Ende dieser Straße: Nouhadibou, eine Stadt in Mauretanien, Westafrika. Auf der einen Seite begrenzt vom Meer, auf der anderen Seite von der Sahara. Ein unwirtlicher Transit-Raum, der zehntausende Menschen aus den benachbarten Ländern beherbergt, die nur einen Traum haben: Europa. Hotel Sahara ist eine Metapher für das Zwischenstadium von Migranten, die ihre Heimat verlassen haben, aber noch nicht am Ziel ihrer Träume angekommen sind. Wer will entscheiden, wer ein „echter“ und wer ein „unechter“ Flüchtling ist? Welchen Unterschied macht es, ob jemand an Leib und Leben bedroht ist oder einfach nur absoluter Perspektivlosigkeit entfliehen will? „Wir wissen, dass Menschen in den Booten da draußen sterben“, sagt einer, der in Nouhadibou gestrandet ist, „wir wissen, dass sie uns nicht wollen in Italien oder Griechenland. Aber alles, was wir wollen, ist etwas zu essen.“ Bettina Haasens Film handelt von Kreuzungen und Wegen, vom Kommen und Gehen, vom Hoffen und Warten auf ein besseres Leben jenseits des Atlantiks. Verortet zwischen Vergangenheit und Zukunft, ist Hotel Sahara eine intime Momentaufnahme eines Ortes der unerfüllten Träume, des Stillstandes, der erfundenen und wahren Geschichten und der doppelten Identitäten.

Bettina Haasen
wurde 1969 in Göttingen geboren. Sie studierte Afrikanistik und Politische Wissenschaft in Hamburg und Paris und lebte mehrere Jahre in Niger. Seit 1992 war sie als Regieassistentin, in der Drehbuchentwicklung und als Produzentin bei verschiedenen Projekten tätig. "Zwischen zwei Welten", ihr erster Film als Regisseurin, wurde beim Internationalen Dokfilmfestival Amsterdam mit dem FIPRESCI-Preis als bestes Debüt ausgezeichnet. Haasen pendelt zwischen Marseille und Berlin und arbeitet als Autorin und Regisseurin, unter anderem für das Arte-Magazin Metropolis. Derzeit bereitet sie ihren ersten Spielfilm vor.

Leipzig-Premiere in der naTo in OF mit deutschen UT.

Lief zuletzt im August 2009