Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Kilométre Zèro
  • 4.06.2006
    die naTo
  • 4.06.2006
    die naTo
  • 5.06.2006
    die naTo
  • 5.06.2006
    die naTo
  • 6.06.2006
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  • 7.06.2006
    die naTo

Kilométre Zèro

Leipzig-Premiere

Irak/Frankreich 2005, OmU, 96 min, Regie: Hiner Saleem
mit Nazmî Kirik, Eyam Ekrem, Belcim Bilgin

Ako lebt mit seiner Frau Selma und ihrem kleinen Kind im unzugänglichen Bergland von Irakisch-Kurdistan. Eines Tages gerät er in eine Personenkontrolle und wird gegen seinen Willen in die Armee eingezogen. Es ist 1988, und der Krieg zwischen Irak und Iran ist im vollen Gange. Ako träumt von Flucht, doch Selma will bei ihrem bettlägeriger alten Vater bleiben. Ako wird an die iranisch-irakische Front geschickt, wo er nicht nur der Realität des Krieges, sondern auch den Schmähungen auf Grund seiner kurdischen Herkunft ausgesetzt ist. Saddam Hussein regiert mit eiserner Faust. Ako und zwei seiner Freunde erleben Furcht und Folter und sehnen sich nach Freiheit und Frieden. Verzweifelt erwägt Ako sogar einen Beinverlust, um schnell nach Hause zurückkehren zu können. Er glaubt an seinen Glückstag, als er den Befehl erhält, den Leichnam eines gefallenen Soldaten zu seiner Familie zu eskortieren. Sein arabischer Fahrer jedoch hat für den jungen Kurden nur Verachtung übrig... Zusammen mit dem in die irakische Fahne eingehüllten Sarg, stellt sich das ungleiche Duo der mühsamen Reise quer durchs Land. Ständig begegnen sie einer Statue Saddam Husseins. Die Fernseh- und Radioansprachen des Diktators scheinen die beiden Männer überall hin zu verfolgen. Ako versäumt unterdessen keine Chance, den Fahrer durch raffinierte Tricks in den Norden des Landes, nach Kurdistan zu steuern...
Der in Frankreich lebende Iraker Hiner Saleem zeigt das Schicksal irakischer Kurden während des Iran-Irak-Krieges 1988. Als Tragikomödie erzählt er von versuchtem Widerstand und dem von Saddam Hussein verlangten Kadavergehorsam des Militärs. "Als Saddam von den Amerikanern gestürzt wurde, habe ich vor Freude geweint. Jetzt bin ich traurig über die Naivität meines Volkes, die das Machtvakuum nach Saddam nicht für sich genutzt hat", erklärt der Regisseur, "Und Saddam ist im Irak immer noch allgegenwärtig."

Lief zuletzt im Juni 2006