Schlachthäuser der Moderne

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Schlachthäuser der Moderne
BRD 2022, Dokumentarfilm, 80 Min.
Regie
Heinz Emigholz
Sprache
OmeU (Deutsche Fassung mit englischen Untertiteln)

Die Architektur von Francisco Salamone ist vom Geist einer faschistisch-futuristischen Moderne durchdrungen. In der Provinz Buenos Aires brachte der argentinische Baumeister ab Mitte der 1930er Jahre eine Vielzahl öffentlicher Bauwerke hervor: Rathäuser, Friedhofsportale und Schlachthäuser. Siebzig Jahre später errichtete der indigene bolivianische Architekt Freddy Mamani Silvestre in der Stadt El Alto seines Heimatlandes über sechzig Projekte. Diese grellbunten Zweckbauten setzen mit ihrer eigenständigen Farb- und Formenwelt utopische Zeichen. Das Projekt „Stadtschloss“ (aka „Humboldt“-Forum) in Berlins Mitte dient als dritter Eckpfeiler dieser filmischen Untersuchung, die sich der architektonischen Moderne im Spannungsfeld zwischen Avantgarde und politischer Propaganda widmet.

Mit meditativen Beobachtungen, aber auch beißenden Kommentaren analysiert der Essayfilm in einer Vielzahl an Ideen und Referenzen den Gegensatz zwischen Experimentierkunst und strengem Politsymbolismus im Kontext von Kolonialpolitik, (Prä-)Faschismus und historischer Verklärung.
 

The quasi-fascist architecture of the Argentinian builder Francisco Salamone in the province of Buenos Aires, the unconstrained forms and colors in the buildings of indigenous Bolivian architect Freddy Mamani Silvestre and the “Stadtschloss” (a.k.a “Humboldt” Forum) in Berlin are the subject of this meditative yet at times sarcastic documentary. (German version with English subtitles)
 

Bilder: © Filmgalerie 451

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