Eine Liebe von Swann

Cinematheque Leipzig Logo
Hanns Eisler
Eine Liebe von Swann / Un amour de Swann
Hanns Eisler
BRD 1984, 110 min, Musik: Hans Werner Henze
Regie
Volker Schlöndorff
mit
Jeremy Irons, Ornella Muti, Alain Delon, Fanny Ardant
Sprache
englische Fassung

Schlöndorffs Film basiert auf einem Teil – genauer dem zweiten Teil des ersten (von sieben) Bänden – von Marcel Prousts Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Die Handlung, trefflich zusammengefasst vom Spiegel: „Charles Swann, ein Müßiggänger von hoher ästhetischer Verwundbarkeit, die ihn in Halb- und Vierteltönen den Absturz von Kultur in Vulgarität wahrnehmen lässt, liebt Odette de Crecy, eine Kokotte von schlechtem Geschmack.“ Joseph Losey, der für seinen Kurzfilm PETE ROLEUM AND HIS COUSINS mit Eisler zusammenarbeitete, meinte: „Proust enthält alles, was Hollywood für Unterhaltung hält: Romantik, Leidenschaft, Hetero- und Homosexualität, alle Arten der Perversität, Gewalt und Grausamkeit, Schönheit, Realität, Aristokratie, Snobismus.“ Das Resultat mag aus Ehrfurcht etwas zu sehr vor dem Original kuschen, dafür sehen wir aber Alain Delon grandios uncool scheitern und die Statisten sind tatsächliche Aristokraten.

Schlöndorff's film is based on a part – more precisely the second part of the first (of seven) volumes – of Marcel Proust's novel "In Search of Lost Time". The plot, aptly summed up by Der Spiegel: "Charles Swann, an idler of high aesthetic vulnerability, which makes him perceive in half and quarter tones the plunge of culture into vulgarity, loves Odette de Crecy, a cocotte of bad taste. Joseph Losey, who worked with Eisler for his short film PETE ROLEUM AND HIS COUSINS, said: "Proust contains everything that Hollywood considers entertainment: romance, passion, hetero- and homosexuality, all kinds of perversity, violence and cruelty, beauty, reality, aristocracy, snobbery". The result may be a bit too much of a reverence for the original, but we see Alain Delon failing in a grandiose uncool way and the extras are real aristocrats.

Zur Veranstaltung

mit einer Einführung von Sven Wörner (Cinémathèque Leipzig) und Steffen Schleiermacher.

Steffen Schleiermacher ist Pianist, Komponist und Festival- und Konzertorganisator. Seit 1988 leitet er die Konzertreihe „musica nova“ am Gewandhaus zu Leipzig, 1989 gründete er das Ensemble Avantgarde. Erstmalig spielte er das gesamte Klavierwerk von John Cage ein.

naTo
  • Thu
    12.11.
    2145
    mit Einführung