Freies Land in der Cinémathèque Leipzig

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07.02. Freitag

20:00A Tale of Two Islands & Die Haut und die Knochen

09.02. Sonntag

19:00Es geschah am hellichten Tag
21:30Die Wache

10.02. Montag

19:00The Pledge
21:30Die Wache

11.02. Dienstag

19:00Welcome to Sodom I mit Diskussion
22:00Die Wache

12.02. Mittwoch

19:00Confucian Dream mit Filmgespräch

13.02. Donnerstag

18:00Up the Mountain
20:30Our Time Machine mit Filmgespräch

14.02. Freitag

17:00A First Farewell
19:00A Woman is a Woman
20:00Above Them the World Beyond & Nightfall
21:0024th Street

15.02. Samstag

16:30Present.Perfect.
19:00Buddha in Africa
21:00Wild Goose Lake

18.02. Dienstag

19:00Die Wache
21:00Es geschah am hellichten Tag

19.02. Mittwoch

19:00Die Wache
21:00The Pledge

20.02. Donnerstag

19:00Die Wütenden
21:00Varda par Agnès

23.02. Sonntag

19:00Die Wütenden
21:00Varda par Agnès

24.02. Montag

19:00Die Wütenden
21:00Varda par Agnès

25.02. Dienstag

19:00Varda par Agnès
21:30Die Wütenden

26.02. Mittwoch

19:00Varda par Agnès
21:30Die Wütenden

27.02. Donnerstag

19:00Little Women
20:00The Story of Milk and Honey & Conference of the Birds
21:45Die Wütenden

ProgrammFeb

März

INTERIM

Wir haben jetzt eine zweite Veranstaltungsstätte!

INTERIM der Cinémathèque Leipzig

Das aktuelle Programm findet ihr hier.

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Freies Land Freies Land
  • 23.01.2020
    die naTo
  • 27.01.2020
    die naTo
  • Di 28.01. 21:30
    die naTo
  • Mi 29.01. 19:00
    die naTo

Freies Land

copy>paste

BRD 2019, Thriller, 127 min, Regie: Christian Alvart
mit Trystan Pütter, Felix Kramer, Nora von Waldstätten, Marius Marx, Leonhard Kunz, Marc Limbach

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Language: German with english subtitles

Als Auftakt unserer neuen Reihe »copy/paste« in der wir monatlich ein Original und dessen Remake zeigen.
Mit einer Einführung am 23.1.2020.


1992 in Ostdeutschland: Über dem Land schwebt die vage Hoffnung auf eine rosige Zukunft, doch auf dem Boden der Tatsachen macht sich Enttäuschung breit. Dieser deutsche Winter der Unzufriedenheit entführt zwei sehr unterschiedliche Ermittler in ein entlegenes Dorf, aus dem zwei Schwestern spurlos verschwunden sind. Zunächst scheint der Fall klar: in den Westen abgehauen sind sie, so der Konsens im Ort. Wer wollte schließlich nicht dem allzu schnellen Niedergang der Region entfliehen? Die beiden Kommissare Stein und Bach werden immer tiefer in ein Netz aus Ablehnung und Vertuschung verstrickt, in dem vor allem sie selber einen Weg finden müssen, alteingesessene Gefüge und Gewohnheiten aufzubrechen.

In FREIES LAND adaptiert Christian Alvart (DOGS OF BERLIN) den spanischen Erfolgsthriller LA ISLA MÍNIMA aus dem Jahr 2014, der in der Zeit der spanischen transición nach der Franco-Diktatur spielt. Alvarts verlegt die eigentlich urspanisch erscheinenende Geschichte überraschend unproblematisch in ein anderes Jahrzehnt und ein anderes Land. Ein Land, das sich mit einer ganz eigenen Übergangsphase auseinandersetzen muss. Dadurch entsteht ein Film, der sehr nah am Original ist, aber dennoch eine ganz eigene Geschichte erzählt. Beide Filme sind im Januar bei uns zu sehen!

FREIES LAND is one of our first two features in our new screening series »copy/paste«. We show the newly released German adaptation of the modern Spanish MARSHLAND about two cops with very different backgrounds on the hunt for a serial killer during the Spanish "transición" of the post Franco era, and in Germany during the early 1990s respectively.


Aus der Reihe: copy>paste – Filme und ihre Remakes

Die Geschichte des Films beginnt mit einem Remake: Immer wieder fährt der Zug in den Bahnhof ein – als erstes bei den Gebrüdern Lumière in La Ciotat (1895), danach in New York (1896) oder im Lehigh Valley in Pennsylvania (1896). Seitdem hat sich das Verwerten erfolgreicher Stoffe nicht zuletzt kommerziell bewährt. Dabei hat das Remake mehr zu bieten als das Aufgießen alter Teebeutel. Das Remake ist selten Kopie, aber oftmals Zitat, Kommentar, Modernisierung – kein stumpfes copy, sondern kreatives paste in einen anders gearteten Zusammenhang. Manche Regisseur*innen orientieren sich am Drehbuch eines existierenden Films und es entsteht etwas völlig Neues (LA JETÉE, Chris Marker, 1962 / 12 MONKEYS, Terry Gilliam, 1995), andere wagen den Transfer einer Geschichte in ein anderes Genre. Oder aber sie verfilmen gleich ein eigenes Werk neu – zum Beispiel um auf gesellschaftliche Unfreiheiten zu reagieren. In einem Fall unserer Reihe ist das Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt zu ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (Ladislao Vajda, 1958) Ausgangspunkt für einen Roman von Dürrenmatt, der wiederum Grundlage eines neuen Films (THE PLEDGE, Sean Penn, 2001) wurde. Herrje. Und manchmal wirkt ein Remake sogar erst mit einigen Jahren Verspätung, weil die historische Bedeutung seines Hintergrunds zur Entstehungszeit noch nicht absehbar war (DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, Fritz Lang, 1933 / DR. M, Claude Chabrol, 1989). Die Transformation gesellschaftlicher Entwicklung ist die Grundlage des Paares, mit dem unsere Reihe beginnt: FREIES LAND (Christian Alvart, 2019) verlegt die Geschichte von LA ISLA MINIMA (Alberto Rodriguez, 2014) aus der spanischen Post-Franco-Ära ins Ostdeutschland der 90er-Jahre.