Die Insel der hungrigen Geister in der Cinémathèque Leipzig

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Liebe Freund*innen der Cinémathèque,

offiziell dürfen die Kinos in Sachsen wieder öffnen. Doch bevor es losgehen kann, braucht es ein gutes Konzept, damit sich der Kinobesuch für euch und unser Team so sicher wie möglich gestaltet. Auch ein Programm braucht ein paar Tage Vorlauf. Und dass es wirtschaftlich für viele kleine Kinos alles andere als optimal ist, wenn wegen (natürlich wichtiger) Abstandsregelungen nur mehr eine Handvoll Gäste in den Saal passt, ist auch klar. Wir geben unser Bestes, um Lösungen zu finden und so schnell wie möglich wieder für euch da zu sein. Habt bitte noch etwas Geduld mit uns.

Wenn ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr Kinogutscheine (6,50€ pro Stück + einmalig Porto) bei uns bestellen. Schreibt dazu eine Mail an info@cinematheque-leipzig.de.

Wir danken euch von Herzen für all eure Unterstützung und freuen uns, euch so bald wie möglich wiederzusehen!

Bleibt gesund, munter, solidarisch und cinephil!

Eure Cinémathèque Embarassed


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Die Insel der hungrigen Geister Die Insel der hungrigen Geister
  • 19.10.2019
    die naTo
  • 20.10.2019
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  • 22.10.2019
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Die Insel der hungrigen Geister

Female Focus

BRD/GB/Australien 2018, Dok, 94 min, Regie: Gabrielle Brady

Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln
Language: English with german subtitles

+++English version below+++

Die Weihnachtsinsel ist nicht nur ein paradiesisch anmutender Fleck unberührter Natur inmitten des Indischen Ozean. Sie beherbergt auch einen Ort, an dem zahlreichen Menschen ihre letzten Hoffnungen ausgetrieben werden. Als Teil ihrer Abschreckungspolitik hält die australische Regierung hier mehrere tausend Asylsuchende auf unbestimmte Zeit in Hochsicherheitslagern fest, um ihnen das Recht auf ein reguläres Aufnahmeverfahren auf dem Festland vorzuenthalten. Die Trauma-Therapeutin Poh-Lin Lee versucht den Internierten beizustehen und kommt angesichts der Aussichtslosigkeit ihrer Arbeit bald selbst nicht mehr mit ihrer Situation zurecht.

Wuchtig, metaphernreich und atmosphärisch dicht erzählt Regisseurin Gabrielle Brady vom Versagen der Menschlichkeit und verankert ihre Geschichte in der faszinierenden und zugleich bedrohlichen Wildnis, die immerzu unbeeindruckt fortbesteht. Die Insel ist zugleich Schauplatz einer weiteren Form von Migration: Millionen von Krabben begeben sich jährlich auf die Reise vom Inneren des Dschungels an die Küste. Ein vom Vollmond seit Urzeiten bestimmtes Naturspektakel. Zugleich veranstalten die Einheimischen ihre „Hungry Ghost“ Rituale für diejenigen, die ohne Begräbnis auf der Insel starben. Denn deren Seelen, so heißt es, irren auf der Suche nach einer Heimat des Nachts durch den Dschungel.

Ausgezeichnet auf zahlreichen internationalen Festivals (u.a. Tribeca Film Festival, Vision du Réel, International Documentary Film Festival Amsterdam, Mumbai International Film Festival).

Located off the coast of Indonesia, the Australian territory of Christmas Island is inhabited by migratory crabs travelling in their millions from the jungle towards the ocean, in a movement that has been provoked by the full moon for hundreds of thousands of years.

Poh Lin Lee is a “trauma therapist” who lives with her family in this seemingly idyllic paradise. Every day, she talks with the asylum seekers held indefinitely in a high-security detention centre hidden in the island’s core, attempting to support them in a situation that is as unbearable as its outcome is uncertain.

As Poh Lin and her family explore the island’s beautiful yet threatening landscape, the local islanders carry out their “hungry ghost” rituals for the spirits of those who died on the island without a burial. They make offerings to appease the lost souls who are said to be wandering the jungles at night looking for home.


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