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ProgrammJanuar

INTERIM

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INTERIM der Cinémathèque Leipzig

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Ab sofort finden alle unsere Vorführungen statt, wenn mindestens ein*e Zuschauer*innen da ist. Also keine Angst mehr vor dem Besuch weniger bekannter Filme ;)

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Freies Land Freies Land

Freies Land

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BRD 2019, Thriller, 127 min, Regie: Christian Alvart
mit Trystan Pütter, Felix Kramer, Nora von Waldstätten, Marius Marx, Leonhard Kunz, Marc Limbach

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Language: German with english subtitles

Als Auftakt unserer neuen Reihe »copy/paste« in der wir monatlich ein Original und dessen Remake zeigen.
Mit einer Einführung am 23.1.2020.


1992 in Ostdeutschland: Über dem Land schwebt die vage Hoffnung auf eine rosige Zukunft, doch auf dem Boden der Tatsachen macht sich Enttäuschung breit. Dieser deutsche Winter der Unzufriedenheit entführt zwei sehr unterschiedliche Ermittler in ein entlegenes Dorf, aus dem zwei Schwestern spurlos verschwunden sind. Zunächst scheint der Fall klar: in den Westen abgehauen sind sie, so der Konsens im Ort. Wer wollte schließlich nicht dem allzu schnellen Niedergang der Region entfliehen? Die beiden Kommissare Stein und Bach werden immer tiefer in ein Netz aus Ablehnung und Vertuschung verstrickt, in dem vor allem sie selber einen Weg finden müssen, alteingesessene Gefüge und Gewohnheiten aufzubrechen.

In FREIES LAND adaptiert Christian Alvart (DOGS OF BERLIN) den spanischen Erfolgsthriller LA ISLA MÍNIMA aus dem Jahr 2014, der in der Zeit der spanischen transición nach der Franco-Diktatur spielt. Alvarts verlegt die eigentlich urspanisch erscheinenende Geschichte überraschend unproblematisch in ein anderes Jahrzehnt und ein anderes Land. Ein Land, das sich mit einer ganz eigenen Übergangsphase auseinandersetzen muss. Dadurch entsteht ein Film, der sehr nah am Original ist, aber dennoch eine ganz eigene Geschichte erzählt. Beide Filme sind im Januar bei uns zu sehen!

FREIES LAND is one of our first two features in our new screening series »copy/paste«. We show the newly released German adaptation of the modern Spanish MARSHLAND about two cops with very different backgrounds on the hunt for a serial killer during the Spanish "transición" of the post Franco era, and in Germany during the early 1990s respectively.


Aus der Reihe: copy>paste – Filme und ihre Remakes

Die Geschichte des Films beginnt mit einem Remake: Immer wieder fährt der Zug in den Bahnhof ein – als erstes bei den Gebrüdern Lumière in La Ciotat (1895), danach in New York (1896) oder im Lehigh Valley in Pennsylvania (1896). Seitdem hat sich das Verwerten erfolgreicher Stoffe nicht zuletzt kommerziell bewährt. Dabei hat das Remake mehr zu bieten als das Aufgießen alter Teebeutel. Das Remake ist selten Kopie, aber oftmals Zitat, Kommentar, Modernisierung – kein stumpfes copy, sondern kreatives paste in einen anders gearteten Zusammenhang. Manche Regisseur*innen orientieren sich am Drehbuch eines existierenden Films und es entsteht etwas völlig Neues (LA JETÉE, Chris Marker, 1962 / 12 MONKEYS, Terry Gilliam, 1995), andere wagen den Transfer einer Geschichte in ein anderes Genre. Oder aber sie verfilmen gleich ein eigenes Werk neu – zum Beispiel um auf gesellschaftliche Unfreiheiten zu reagieren. In einem Fall unserer Reihe ist das Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt zu ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (Ladislao Vajda, 1958) Ausgangspunkt für einen Roman von Dürrenmatt, der wiederum Grundlage eines neuen Films (THE PLEDGE, Sean Penn, 2001) wurde. Herrje. Und manchmal wirkt ein Remake sogar erst mit einigen Jahren Verspätung, weil die historische Bedeutung seines Hintergrunds zur Entstehungszeit noch nicht absehbar war (DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, Fritz Lang, 1933 / DR. M, Claude Chabrol, 1989). Die Transformation gesellschaftlicher Entwicklung ist die Grundlage des Paares, mit dem unsere Reihe beginnt: FREIES LAND (Christian Alvart, 2019) verlegt die Geschichte von LA ISLA MINIMA (Alberto Rodriguez, 2014) aus der spanischen Post-Franco-Ära ins Ostdeutschland der 90er-Jahre.

La isla mínima La isla mínima

La isla mínima

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Spanien 2014, 105 min, Regie: Alberto Rodríguez Librero
mit Raúl Arévalo, Javier Gutiérrez, Nerea Barros, Antonio de la Torre

Sprache: Spanisch mit deutschen Untertiteln
Language: Castilian; Spanish with german subtitles

Als Auftakt unserer neuen Reihe »copy/paste« in der wir monatlich ein Original und dessen Remake zeigen.
Mit einer Einführung am 21.1.2020.


1980: Tief im spanischen Süden verzweigt sich der Guadalquivir auf seinem Weg ins Meer in unzählige kleine Flussläufe und schneidet beunruhigend geometrische Muster in die sumpfige Landschaft. Die beiden aus Madrid entsandten Ermittler Juan und Pedro sollen dort das rätselhafte Verschwinden zweier jugendlicher Schwestern aufklären, was sie bald auf die Spuren eines Serienmörders bringt. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein undurchdringliches Geflecht aus Schweigen und Ablehnung, sondern werden auch auf ihre eigenen Biographien zurückgeworfen. Denn der Schatten der Franco-Diktatur liegt auch fünf Jahre nach dessen Tod noch immer über dem Land.

LA ISLA MÍNIMA ist stilistisch klar an Vorbildern wie TRUE DETECTIVE oder SE7EN orientiert, erzählt aber eine Geschichte, die kaum tiefer in der spanischen Historie verwurzelt sein könnte. Unter der Oberfläche des mit zehn Goyas ausgezeichneten Films liegen die Traumata jahrzehntelangen diktatorischen Machtmissbrauchs und dessen unterdrückter Aufarbeitung während der spanischen "transición", der Übergangszeit von der Diktatur hin zur demokratischen Strukturen. Fünf Jahre später übersetzt ausgerechnet Christian Alvart, Regisseur von DOGS OF BERLIN und der Til-Schweiger-TATORTe, die eigentlich so urspanische Thematik ins Ostdeutschland des Jahres 1992: Atmosphärisch so dicht wie sein Vorgänger, zeigt FREIES LAND ein Land, das in eine neue Zukunft aufbrechen soll, sich aber stattdessen in der Auflösung zu befinden scheint.

MARSHLAND ist the first movie in our new screening series »copy/paste«. We show the modern Spanish classic about two cops with very different backgrounds on the hunt for a serial killer during the Spanish "transición" post the Franco dictatorship, paired with its recently released German remake FREIES LAND, set in East Germany in the early 1990s.


Aus der Reihe: copy>paste – Filme und ihre Remakes

Die Geschichte des Films beginnt mit einem Remake: Immer wieder fährt der Zug in den Bahnhof ein – als erstes bei den Gebrüdern Lumière in La Ciotat (1895), danach in New York (1896) oder im Lehigh Valley in Pennsylvania (1896). Seitdem hat sich das Verwerten erfolgreicher Stoffe nicht zuletzt kommerziell bewährt. Dabei hat das Remake mehr zu bieten als das Aufgießen alter Teebeutel. Das Remake ist selten Kopie, aber oftmals Zitat, Kommentar, Modernisierung – kein stumpfes copy, sondern kreatives paste in einen anders gearteten Zusammenhang. Manche Regisseur*innen orientieren sich am Drehbuch eines existierenden Films und es entsteht etwas völlig Neues (LA JETÉE, Chris Marker, 1962 / 12 MONKEYS, Terry Gilliam, 1995), andere wagen den Transfer einer Geschichte in ein anderes Genre. Oder aber sie verfilmen gleich ein eigenes Werk neu – zum Beispiel um auf gesellschaftliche Unfreiheiten zu reagieren. In einem Fall unserer Reihe ist das Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt zu ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (Ladislao Vajda, 1958) Ausgangspunkt für einen Roman von Dürrenmatt, der wiederum Grundlage eines neuen Films (THE PLEDGE, Sean Penn, 2001) wurde. Herrje. Und manchmal wirkt ein Remake sogar erst mit einigen Jahren Verspätung, weil die historische Bedeutung seines Hintergrunds zur Entstehungszeit noch nicht absehbar war (DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, Fritz Lang, 1933 / DR. M, Claude Chabrol, 1989). Die Transformation gesellschaftlicher Entwicklung ist die Grundlage des Paares, mit dem unsere Reihe beginnt: FREIES LAND (Christian Alvart, 2019) verlegt die Geschichte von LA ISLA MINIMA (Alberto Rodriguez, 2014) aus der spanischen Post-Franco-Ära ins Ostdeutschland der 90er-Jahre.


Weitere Informationen zu La isla mínima

Es geschah am hellichten Tag Es geschah am hellichten Tag

Es geschah am hellichten Tag

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BRD 1958, Krimi, 95 min, Regie: Ladislao Vajda
mit Heinz Rühmann, Gert Fröbe, Michel Simon
Format:DCP

Sprache: Deutsch
Language: German

Mit Einführung am 09.02.

Ein Hausierer findet im Wald die Leiche eines Mädchens. Der Tat verdächtigt erhängt er sich – für die Behörden ist der Fall beendet. Einzig Kommissar Matthäi zweifelt an der Schuld des Toten. Auf eigene Faust ermittelt er weiter. Möglicherweise ist er einem Serienmörder auf der Spur. Um diesen zu fassen, benutzt er die kleine Annemarie als Köder, und wird langsam selbst Ziel von Verdächtigungen. Eines Tages jedoch kommt das Mädchen mit schokoladenverschmierten Fingern aus dem Wald ...

Basierend auf einem Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt, konzentriert sich ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (1958) auf die psychologisierende Aufklärung des Verbrechens und liefert einen pädagogischen Kommentar zum Umgang mit Kindern und damit verbundener Gewalt. Unzufrieden mit dem Ergebnis, vertiefte Dürrenmatt seine Geschichte in einem Roman. Den Fokus verschiebt er darin auf den Detektiv als Repräsentant einer als logisch geordnet verstandenen Welt, die in Wirklichkeit doch von der Macht des Zufalls geprägt ist. Dem folgend rückt auch Sean Penns US-amerikanische Neuverfilmung von 2001 die (hier von Jack Nicholson verkörperte) Figur des Ermittlers ins Zentrum: Das titelgebende Versprechen in THE PLEDGE ist das des zunehmend verzweifelnden Polizisten an die Mutter der Getöteten, den Mörder um jeden Preis zu finden.


Aus der Reihe: copy>paste – Filme und ihre Remakes

Die Geschichte des Films beginnt mit einem Remake: Immer wieder fährt der Zug in den Bahnhof ein – als erstes bei den Gebrüdern Lumière in La Ciotat (1895), danach in New York (1896) oder im Lehigh Valley in Pennsylvania (1896). Seitdem hat sich das Verwerten erfolgreicher Stoffe nicht zuletzt kommerziell bewährt. Dabei hat das Remake mehr zu bieten als das Aufgießen alter Teebeutel. Das Remake ist selten Kopie, aber oftmals Zitat, Kommentar, Modernisierung – kein stumpfes copy, sondern kreatives paste in einen anders gearteten Zusammenhang.

Manche Regisseur*innen orientieren sich am Drehbuch eines existierenden Films und es entsteht etwas völlig Neues (LA JETÉE, Chris Marker, 1962 / 12 MONKEYS, Terry Gilliam, 1995), andere wagen den Transfer einer Geschichte in ein anderes Genre. Oder aber sie verfilmen gleich ein eigenes Werk neu – zum Beispiel um auf gesellschaftliche Unfreiheiten zu reagieren. In einem Fall unserer Reihe ist das Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt zu ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (Ladislao Vajda, 1958) Ausgangspunkt für einen Roman von Dürrenmatt, der wiederum Grundlage eines neuen Films (THE PLEDGE, Sean Penn, 2001) wurde. Herrje. Und manchmal wirkt ein Remake sogar erst mit einigen Jahren Verspätung, weil die historische Bedeutung seines Hintergrunds zur Entstehungszeit noch nicht absehbar war (DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, Fritz Lang, 1933 / DR. M, Claude Chabrol, 1989).

The Pledge The Pledge

The Pledge

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USA 2001, Thriller, 124 min, Regie: Sean Penn
mit Jack Nicholson, Robin Wright, Helen Mirren, Benicio del Toro, Mickey Rourke, Vanessa Redgrave

Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln
Language: English with german subtitles

Mit Einführung am 19.02.

Vordergründig erzählt Sean Penn die Geschichte vom Versuch ein Verbrechen aufzuklären: Ein Mädchen wird ermordet, es könnte sich um denselben Täter handeln, der bereits zwei weitere Morde zu verantworten hat. In der Tat aber ist THE PLEDGE das Psychogramm einer Besessenheit: Wir sehen einem alternden Polizisten dabei zu, wie er bei dem Versuch den Schuldigen zu finden nicht nur sein Leben und das unerwartet darin auftauchende Glück zerstört, sondern dabei zunehmend dem Wahnsinn verfällt.

Basierend auf einem Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt, konzentriert sich die Erstverfilmung des Stoffs – ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG von 1958 – auf die psychologisierende Aufklärung des Verbrechens und liefert einen pädagogischen Kommentar zum Umgang mit Kindern und damit verbundener Gewalt. Unzufrieden mit dem Ergebnis, vertiefte Dürrenmatt seine Geschichte in einem Roman. Den Fokus ver-schiebt er darin auf den Detektiv als Repräsentant einer als logisch geordnet verstandenen Welt, die in Wirklichkeit doch von der Macht des Zufalls geprägt ist. Dem folgend rückt auch Sean Penns US-amerikanische Neuverfilmung von 2001 die Figur des Ermittlers ins Zentrum: Das titelgebende Versprechen in THE PLEDGE ist seines an die Mutter der Getöteten, den Mörder um jeden Preis zu finden.


Aus der Reihe: copy>paste – Filme und ihre Remakes

Die Geschichte des Films beginnt mit einem Remake: Immer wieder fährt der Zug in den Bahnhof ein – als erstes bei den Gebrüdern Lumière in La Ciotat (1895), danach in New York (1896) oder im Lehigh Valley in Pennsylvania (1896). Seitdem hat sich das Verwerten erfolgreicher Stoffe nicht zuletzt kommerziell bewährt. Dabei hat das Remake mehr zu bieten als das Aufgießen alter Teebeutel. Das Remake ist selten Kopie, aber oftmals Zitat, Kommentar, Modernisierung – kein stumpfes copy, sondern kreatives paste in einen anders gearteten Zusammenhang.

Manche Regisseur*innen orientieren sich am Drehbuch eines existierenden Films und es entsteht etwas völlig Neues (LA JETÉE, Chris Marker, 1962 / 12 MONKEYS, Terry Gilliam, 1995), andere wagen den Transfer einer Geschichte in ein anderes Genre. Oder aber sie verfilmen gleich ein eigenes Werk neu – zum Beispiel um auf gesellschaftliche Unfreiheiten zu reagieren. In einem Fall unserer Reihe ist das Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt zu ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (Ladislao Vajda, 1958) Ausgangspunkt für einen Roman von Dürrenmatt, der wiederum Grundlage eines neuen Films (THE PLEDGE, Sean Penn, 2001) wurde. Herrje. Und manchmal wirkt ein Remake sogar erst mit einigen Jahren Verspätung, weil die historische Bedeutung seines Hintergrunds zur Entstehungszeit noch nicht absehbar war (DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, Fritz Lang, 1933 / DR. M, Claude Chabrol, 1989). Die Transformation gesellschaftlicher Entwicklung ist die Grundlage des Paares, mit dem unsere Reihe beginnt: FREIES LAND (Christian Alvart, 2019) verlegt die Geschichte von LA ISLA MINIMA (Alberto Rodriguez, 2014) aus der spanischen Post-Franco-Ära ins Ostdeutschland der 90er-Jahre.