INTERIM der Cinémathèque Leipzig

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März

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Videokunst aus Mexiko: Das „infrarealistische“ Kino des Colectivo Los Ingrávidos

INTERIM der Cinémathèque Leipzig


Unser Programm setzt bis auf Weiteres aus.
Bleibt gesund!

Do 9.4. 20.00 Uhr Filmscreening mit Skype-Gespräch
10.4. bis 30.4. (Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr) Monitorpräsentation, Eintritt frei

Das Colectivo Los Ingrávidos (Die Schwerelosen) vertritt ein wutgeladenes Gegenkino, das Poesie mit Widerstand verbindet. Anfangs berichteten die Mitglieder über einen anonymen YouTube-Kanal von den Massendemonstrationen in Mexiko ab 2011. Daraus entwickelte sich ein kollaboratives Arbeiten mit Affinität zum militanten Kino der 1960er und '70er Jahre. Die Spannweite der Themen reicht von den Auswirkungen des Narco-Kapitalismus über Femizide oder dem machterhaltenden Agieren des Staates bis zu sozialer Architekturkritik. Die Ingrávidos verbinden historische Zusammenhänge mit aktuellen Ereignissen, Medien- und Gesellschaftskritik und dem Anspruch der Selbstermächtigung.

„Ihr radikales visuelles Experimentieren mit Klang und ihr relationaler Ansatz sind Werkzeuge, um audiovisuelle ideologische Diskurse abzubauen. Ihre Filme fangen den Notfall, die Spontanität und die Energie direkter politischer Aktionen ein und schlagen einen gemeinsamen kritischen Raum vor." (Almudena Escobar López)

Indem sie ihre Arbeit als „infrarealistisches Kino“ beschreiben, knüpfen sie an die gleichnamigen Bewegung in der Poesie an, zu der Roberto Bolaño gehörte. Das erklärte Ziel der jungen Dichter im Mexiko City der 1970er-Jahre lautete: "Blow the brains out of the cultural establishment."

In einem Screening und einer Monitorpräsentation mit weiteren Filmen versammeln wir ausgewählte Videokunst-Arbeiten des Kollektivs.



The Colectivo Los Ingrávidos (The Weightless) represents an angry counter cinema that combines poetry with resistance. Initially, its members reported on the mass demonstrations in Mexico starting in 2011 via an anonymous YouTube channel, which developed into a collaborative work with affinity to the militant cinema of the 1960s and '70s. The themes range from the effects of narco-capitalism to femicides, from the state's power-preserving actions to social architectural criticism. Los Ingrávidos combine historical contexts with current events, media and social criticism and the claim of self-empowerment. In a screening and a monitor presentation with further films, we present selected video art works by the collective.

Thu 9.4. 8.00pm Film screening with artist talk via Skype
10.4. – 30.4., Mon – Fri 10am to 4pm Monitor presentation, free admission

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