bauhaus

<< April 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 heute morgen 27 28 29 30 >>

 

ProgrammApril2019

FilmreiheBauhaus

 

 

MUSIC IN MOTION

Kurzfilme im April

03.04. – 21.04.2019

149th and Grand Concourse
Carolyn and Andy London
2016
3:18 min


22.04. – 30.04.2019

6:1
Sergei Ryabov
2018
2:53 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Newsletter

bauhaus

Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus

Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus

bauhaus

BRD 2018, Dok, 90 min

Sprache: Deutsch
Language: German

Vor beinahe hundert Jahren wurde eine radikale künstlerische Utopie in die beschauliche Stadt Weimar hineingeboren: Das Bauhaus. Ihre Auswirkungen prägen unsere Lebenswelt bis heute. Vor dem Hintergrund des 100. Bauhaus-Jubiläums erzählt der Dokumentarfilm BAUHAUS 100 nicht nur Kunst-, sondern Zeitgeschichte. Von Beginn an fragten die Architekten und Künstler des Bauhaus, darunter Walter Gropius, Wassily Kandinsky oder Paul Klee: Wie zusammenleben? Was bedeutet „zusammenleben“? Wie lassen sich Räume so gestalten, dass alle Menschen am gemeinsamen Leben teilhaben? Mit dem Bauhaus wurden Kunst, Gestaltung und Architektur politisch. Es entstand eine Raumkunst, die sich ebenso wenig zu schade war, über den Abstand zwischen Badewanne und Toilette nachzudenken wie über den idealen Stuhl. Der Dokumentarfilm BAUHAUS 100 geht zurück zu den Anfängen der ersten Bauhaus-Gruppe um Walter Gropius, deren Ausbildungskonzept zwischen Feiern und Forschen revolutionär war. Vom Bauhaus als gesellschaftlicher Utopie ausgehend fragen die Regisseure Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch nach ihrer Evolution, ihrem Wandel und ihrer Inspirationskraft im Lauf der letzten hundert Jahre. Wie können die Ideen des Bauhaus den Herausforderungen des globalen Kapitalismus und seiner Umwälzung der Wohnungsmärkte begegnen? BAUHAUS 100 führt uns vom legendären Bauhausgebäude in Dessau zu visionären Wohnprojekten in lateinamerikanischen Favelas, von den Kursen der Bauhaus-Meister Kandinsky, Klee und Schlemmer zu skandinavischen Schulen ohne Klassenräume, von der Berliner Gropius-Stadt zur Vision einer autofreien Metropolis.
BAUHAUS 100 öffnet Augen – der Film von Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch ist viel mehr als eine Geschichte des Bauens. Ihm gelingt eine Kulturgeschichte des modernen Raumdenkens, die so fesselnd wie erhellend ist. BAUHAUS 100 macht uns zu staunenden und begeisterten Flaneuren zwischen den Räumen der Moderne, als die wir jegliches Gestalten fortan mit völlig anderen Augen sehen werden. (Verleih)

Bauhausfilme 1921-63

Bauhausfilme 1921-63

bauhaus

diverse 1921-63, Kunst, 90 min, Regie: Hans Richter, Moholy-Nagy, Ernest Jahn, Ella Bergmann-Michel, Larry Janiak

In seiner Züricher Zeit (1916-18) experimentiert Hans Richter gemeinsam mit Viking Eggeling an Rollbildern. Sie sind die Vorläufer der »absoluten Filme« Richters wie RHYTHMUS 21. Dieser gilt heute als ein Schlüsselfilm der Moderne. Im Verzicht auf narrative Strukturen kommt konsequent keine Musik zum Einsatz. »Die Grundform des ,Lichtspiels' ist die rechteckige Leinwand. Richter entwickelt seine Figuren systematisch aus der Gesamtfläche des Filmbildes, indem er dieses selbst als Formelement begriff und sie in rhythmische Intervalle orchestriert. (...) Da der Film anderen Gesetzen unterworfen ist, als die Malerei, ist für Richter die ,Orchestrierung der Zeit' wichtiger als die Anordnung der Form. Er setzt sich also nicht so sehr mit der Form im Raum, sondern eher mit der Form in der Zeit auseinander.« (Viola Kiefner)
Moholy-Nagy, der dies als »Ansatz zur visuellen Realisierung einer ,Licht-Raum-Zeit-Kontinuität in der Bewegungsthese« bezeichnet hat, präsentierte 1930 erstmals den seit 1922 entwickelten Licht-Raum-Modulator und den Film EIN LICHTSPIEL SCHWARZ WEISS GRAU.
Das abstrakte Lichtspiel ist Ausdruck von Moholys experimentellem Bildzugriff, der – ebenso wie der Richters – die kognitive Erfahrung verweigert und das Fotogramm um die zeitliche Ebene erweitert.
Auch im BERLINER STILLEBEN rangieren die Gestaltungsmittel Licht, Bewegung vor dem abgebildeten Sujet: der Wohnsituation in Berlins Hinterhöfen. Ausgehend von der Konzeption des Neuen Sehens und des Konstruktivismus sind sie eher Experimente als fertige Kunstwerke.
Mit Bergmann-Michels WO WOHNEN ALTE LEUTE ¸ber das (von den Architekten Stam, Moser und Kramer 1929-1930 entworfene) Henry- und Emma-Budge-Heim für alleinstehende christliche und jüdische alte Menschen im Frankfurter Westend wird eine Brücke zu politisch engagierter und gleichzeitig künstlerischer Filmarbeit geschlagen, die mit NEUES WOHNEN. HAUS GROPIUS, DESSAU aus der Reihe WIE WOHNEN WIR GESUND UND WIRTSCHAFTLICH? (D 1926–28) wiederum ein Gegengewicht erhält. Eingebettet zwischen Moholy-Nagys BERLINER STILLEBEN und Bergmann-Jahns HAUS GROPIUS tritt das politisch-ästhetische aber auch strukturelle Spannungsfeld des Bauhaus damit deutlich zu Tage.
Denn mit Ernest Jahn als Aufnahmeleiter und Rolf von Botescu hinter der Kamera bewegt sich der Film auf solidem Wochenschau-Niveau und ist film- oder bildästhetisch kaum ausgeprägt. Der Modellcharakter des Baus – allerdings auch die Bürgerlichkeit von Gropius als Bauhausmeister – wird hierdurch betont.
In THE NEW ARCHITECTURE AND THE LONDON ZOO (1936) von Moholy-Nagy erfährt die Bild-/Filmästhetik wiederum eine Erweiterung um gebrauchsgrafische Elemente. Das Auftragswerk des Museum of Modern Art, New York rühmt die technischen Errungenschaften der neuen Gebäude.
Wo Hans Richter 1921 von den Parametern der Leinwand des gemalten Bildes ausging, setzt Larry Janiak 1960 mit DISINTEGRATION LINE #1 beim Zustand des technischen Filmbildes bzw. dessen Verschleierscheinung ein.
Ein Staubkorn kratzt, bedingt durch den Filmlauf im Projektor, eine Linie ins Filmmaterial. Durch miskroskopähnliche Annäherung transformiert sie sich zum Abbild einer optischen Tonspur um sich in abstrahiertem Sternenhimmel, Atomassoziationen oder verregneten Grostadtlichtern aufzulösen. Mit ADAMS FILM (1963 ) sind ästhetische Grundsätze und Bildinhalt nunmehr verflochten mit dem filmischen Geschehen der Avantgarde und des experimentellen Films in den USA.
Mit den dort angesiedelten Arbeiten von Stan Brakhage, Kann Jacobs, Jonas Mekas, Shirley Clarke, Hollis Frampton oder Peggy Ahwesh (um nur einige zu nennen) wird sowohl die Befreiung des Films vom narrativen Zwang als auch die gesellschaftliche Relevanz seiner Themen massiv erweitert.

4 Gesellen

4 Gesellen

bauhaus

D 1938, Spielfilm, 93 min, Regie: Carl Froehlich
mit Ingrid Bergmann, Zarah Leander, Hans Söhnker

Sprache: Deutsch
Language: German

Vier junge Frauen entschließen sich gemeinsam ein Werbebüro zu gründen: "Die vier Gesellen".
Der Start ist hart, zumal die (potentielle) Kundschaft sie nicht ernst nimmt. Liebe, Stolz und die ersten Erfolge verwickeln die ehrgeizigen Kunstgewerblerinnen in eine turbulent-komödiantische Geschichte.
Jede der vier verkörpert eine andere Verortung in der Gesellschaft. Ihr männliches Gegenüber, ebenso Werbechef eines großen Zigarettenkonzerns wie ehemaliger Lehrer an der Kunstgewerbeschule stellt seinen Erfolg mit einem großzügig und sehr (Bauhaus-)Modern eingerichtetem Büro zur Schau. In diesen Filmsequenzen schwelgt die Kamera förmlich in einem idealtypischen Summarium modernen Interieurs und Raumgestaltung.
Ingrid Bergmann in ihrer ersten deutschen Sprechrolle als junge Gebrauchsgrafikerin wird vor dem Hintergrund französisch angehauchter Künstlerinnenromantik mit Bauhaus-Interrieur als luxeriösem Ausdruck des Erfolgs konfrontiert.

Der Gasmann

Der Gasmann

bauhaus

D 1941, Spielfilm, 82 min, Regie: Carl Froehlich
mit Heinz Rühmann, Anny Ondra

Sprache: Deutsch
Language: German

Auf der Zugfahrt von Halle nach Berlin bittet ein Herr im Pyjama den Gasautomatenableser Hermann Knittel (Heinz Rühmann), mit ihm die Kleidung zu tauschen. Hermann willigt ein und erhält zum Lohn einen Scheck über 10.000 Mark. Die zu erwartenden Komplikationen nehmen den ebenfalls zu erwartenden Rühmannschen Verlauf…
Viele Teile der Erzählung sind in der 1928-30 nach Plänen von Bruno Taut in Berlin Prenzlauer Berg gebauten Wohnstadt Carl-Legien angesiedelt und gedreht. Dies erlaubt einen guten Blick auf Raumfolgen, Proportionen und Lichtverhältnisse der Gebäude.

leben in der stadt von morgen

leben in der stadt von morgen

bauhaus

BRD 2007, Dok, 97 min, Regie: Marian Engel

Sprache: Deutsch
Language: German

Nach dem durch den Nationalsozialismus erzwungenen Bruch war die Inter-Bau 1957 in Westberlin ein versuchter Anknüpfungspunkt an die Moderne. Architekten wie Le Corbusier, Oskar Niemeyer, Walter Gropius errichteten im Hansa-Viertel Modellbauten des sozialen Wohnungsbaus. Marian Engels Film gibt uns ein Bild vom heutigen Zustand der Gebäude und der wechselhaften Wohngeschichte in ihnen.

Unser kurzes Leben

    Unser kurzes Leben

    bauhaus

    DDR 1981, Spielfilm, 97 min, Regie: Lothar Warneke
    mit Simone Frost, Hermann Beyer, dietrich Körner
    Format:DVD

    Sprache: Deutsch
    Language: German

    Eine bis heute prägende Entwicklungslinie der Moderne manifestierte sich in Ost (Eisenhüttenstadt oder Berlin-Marzahn) wie West (Gropiusstadt, Berlin oder Vogelstang, Mannheim) in den Neubauten des Großsiedlungsbaus.
    Warneke greift dies im Spielfilm UNSER KURZES LEBEN (literarische Vorlage ist der teils autobiografische Roman FRANZISKA LINKERHAND von Brigitte Reimann, die sich darin auf Hoyerswerda mit dem Gaskombinat Schwarze Pumpe bezieht) auf: Die junge Architektin Franziska trennt sich von ihrem Mann und verläßt den Mitarbeiterstab eines berühmten Dresdner Professors, um in einer Kleinstadtbüro neu anzufangen. Sie will dort ihre hohen Ansprüche an sozial orientierten Städtebau verwirklichen. Allerdings gerät sie darüber mit dem Stadtarchitekten Schafheutlin aneinander.

    Last Exit Alexander Platz / Siemensstadt / Die Berliner Moderne – Neues Bauen Last Exit Alexander Platz / Siemensstadt / Die Berliner Moderne – Neues Bauen

      Last Exit Alexander Platz / Siemensstadt / Die Berliner Moderne – Neues Bauen

      bauhaus

      BRD 2000-2015, Dok, 90 min, Regie: Andreas Christoph Schmidt, Felix Randau, Hans Christian Post

      Sprache: Deutsch,Englisch
      Language: English,German

      Gartenstadt Falkenberg, Siedlung Schillerpark, Wohnstadt Carl Legien, Weiße Stadt, Großsiedlung Siemensstadt:
      sechs Berliner Wohnsiedlungen (allesamt UNESCO-Weltkulturerbe) und der Gedanke des genossenschaftlichen Wohnungsbaus werden historisch betrachtet. Hinzu kommt der städtebauliche Brennpunkt Berlin Alexanderplatz und die seit über zwei Jahrzehnten geführte Diskussion darum.
      Der Ist-Zustand der Bauten von Taut, Gropius, Bartning oder Behrens und dem Leben in ihnen wird in den Dokumentationen DIE BERLINER MODERNE und LAST EXIT ALEXANDERPLATZ sowie dem Kurzspielfilm SIEMENSSTADT gezeigt.