Un-cut: Die Ästhetik der schnittlosen Montage

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Monatsprogramm Oktober

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Kurzfilme im Oktober

04.10. – 13.10.2018

THE OTHER DAY (OR WAS IT NIGHT?)
Christine Gensheimer
2015
3:56 min


14.10. – 28.10.2018

BENNY THE VEGETARIAN FROG HAS BLOOD ON HIS HANDS

Dan Castro

2015
0:52 min


vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Un-cut: Die Ästhetik der schnittlosen Montage

Im aktuellen Kino ist der aus vielen Einstellungen montierte Film immer noch die vorherrschende Form, auch wenn sich im Weltkino der letzten Jahre vermehrt Tendenzen zu langen, ungeschnittenen Szenen – sogenannten Plansequenzen – erkennen lassen. Die Entwicklung der digitalen Filmproduktion des letzten Jahrzehnts ermöglicht es Filmemachern erstmals, Stunden an Filmmaterial ohne Unterbrechung zu drehen. Doch welche spezifischen Ästhetiken bringen Filme, die aus Plansequenzen oder gar nur aus einer Einstellung bestehen, hervor? Wie wirken sie auf unsere Wahrnehmung der Zeit, des filmischen Raums und der Filmerzählung ein? In dieser lose fortgeführten Reihe wollen wir in aktuellen und älteren Filmen nach Antworten suchen.

Utøya 22. Juli Utøya 22. Juli

Utøya 22. Juli

Un-cut: Die Ästhetik der schnittlosen Montage

Norwegen 2018, Drama, 92 min, Regie: Erik Poppe
mit Andrea Berntzen, Aleksander Holmen, Brede Fristad, Solveig Koløen Birkeland

Sprache: Norwegisch mit deutschen Untertiteln
Language: Norwegian with german subtitles

+++English version below+++

Die 18-jährige Kaja verbringt mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar ausgelassene Ferientage in einem Sommercamp auf der norwegischen Insel Utøya. Es gibt Streit zwischen den Schwestern und Kaja geht alleine zu dem geplanten Barbecue. Angeregt diskutieren die Jugendlichen über aktuelle politische Entwicklungen, als plötzlich Schüsse fallen. Erschrocken suchen Kaja und die anderen Schutz im Wald. Rasend kreisen ihre Gedanken. Was passiert um sie herum? Wer sollte auf sie schießen? Kein Versteck scheint sicher. Doch die Hoffnung auf Rettung bleibt. Und Kaja setzt alles daran, Emilie zu finden.

Am 22. Juli 2011 werden 500 Jugendliche in einem Ferienlager auf der Insel Utøya von einem schwer bewaffneten Attentäter überfallen – ein Trauma, das Norwegen bis heute tief erschüttert. Um dem Täter die Bühne zu nehmen, stellt Regisseur Erik Poppe die Opfer in den Mittelpunkt seines Spielfilms. Konsequent aus ihrer Sicht inszeniert und in einer einzigen Einstellung gedreht, gelingt ihm eine atemlose Rekonstruktion des Geschehens von ergreifender Wucht. Ein Film gegen das Vergessen und die Sprachlosigkeit.

One of Norway's most esteemed directors, Erik Poppe, tackles the 2011 terrorist attack on Utøya Island from the point of view of the victims in this naturalistic movie that was created in close cooperation with the suvivors.

Weitere Informationen zu Utøya 22. Juli