Kinoorgel live im GRASSI

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 heute morgen 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>

Anzeige Programm Dezember

Anzeige Strange Creatures - Der Kurzfilmtag

Kurzfilme im Dezember

01.12.-19.12.
24 DAYS OF TORTURE
Ines Pagniez, Victoria Jardine

GB 2016
2:07 min

20.12.-30.12.
TURKEY
Harvey Benschoter

USA 2013
2:56 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

Newsletter

Kinoorgel live im GRASSI

Marlene Dietrich: Die Frau, nach der man sich sehnt Marlene Dietrich: Die Frau, nach der man sich sehnt

Marlene Dietrich: Die Frau, nach der man sich sehntDiven, Stars und Sternchen 5

Kinoorgel live im GRASSI

Weimarer Republik 1929, deutsche Zwischentitel, 74 min, Regie: Kurt Bernhardt
mit Marlene Dietrich, Uno Henning, Frida Richard, Fritz Kortner
Format:mpeg 2

Am 27.12.2017 wäre die Göttliche 116 Jahre alt geworden. Ein Umstand, den man nicht mal von einem Star ihres Formats erwarten sollte. Für viele Kinogängerinnen und Kinogänger, v.a. für Männer wie Jean Gabin, Josef von Sternberg oder Erich Maria Remarque war Marlene Dietrich "die Frau, nach der man sich sehnt". Vor ihrer Begegnung mit dem Regisseur Josef von Sternberg war Marlene Dietrich kein Star, sondern nicht mehr als ein Sternchen. Wenngleich ihre Rolle in DIE FRAU, NACH DER MAN SICH SEHNT titelgebend ist, wird sie im Vorspann von Bernhardts Films erst an siebter Stelle genannt, was der Reihenfolge ihres Auftritts entspricht. Bis zur Sekunde ihres ersten Erscheinens ist der Film lediglich interessant anzusehen. Doch dann öffnet sie das Rollo eines Zugfensters und schaut mit ihrem legendären Schlafzimmerblick in die winterliche Landschaft. Nicht nur Henri Leblanc bzw. der ihn verkörpernde schwedische Schauspieler Uno Henning ist gebannt und von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt. Wie Marlene allein ihre Blicke Bände sprechen ließ, ist und bleibt eine Lektion in der hohen Schule der nonverbalen Kontaktaufnahme und nicht nur für Anhänger*innen der Diva lohnend. Langsam zieht sie den neuen Verehrer in ihren Bann, ohne jedoch den Begleiter an ihrer Seite, gespielt von Fritz Kortner (DIE BÜCHSE DER PANDORA), zu brüskieren. Wie sie alle Fäden in der Hand behält und sich als Stilikone, zu der sie geboren war, in maßgeschneiderten Kleidern leopardenartig durch den Zug und das Grand Hotel bewegt, ist ein weiterer Schauwert dieses Films. Auf welche Art und Weise sich diese ménage à trois auf einem Silvesterball immer wieder in ihren Dimensionen verschiebt, ist dank der durchdachten Inszenierung der Räume, klug gesetzter Schnitte und nicht zuletzt durch das psychologisch motivierte Spiel der drei Hauptakteur*innen besonders sehenswert. (Claudia Cornelius)

Die Veranstaltungsreihe Kinoorgel live findet im Großen Vortragsaal des GRASSI Museum Leipzig statt und ist eine Kooperationsveranstaltung des Cinémathèque Leipzig e.V. und des Museums für Musikinstrumente der Universität Leipzig.

An der Welteorgel begleitet von Kantor Clemens Lucke.
Mit Einführungen von Claudia Cornelius und Philipp Hosbach.

Kinoorgel live-Eintrittspreise: 10,00 € / 8,00 € (ermäßigt) / 20,00 € (Familienkarte) / 6,00 € p. P. (Gruppenkarte ab 8 Personen) / 3,00 € (Kinder im Alter von 4 - 16 Jahren und Leipzig-Pass) Karten können am Abend der Veranstaltung vor Ort an der Museumskasse käuflich erworben werden, dabei werden Luups-Gutscheine selbstverständlich akzeptiert. Angesichts der Größe des Saals sind telefonische Kartenvorbestellungen nicht notwendig.

Vive le cinéma! Vive le cinéma!

Vive le cinéma!Kurzfilme + "Die drei Zeitalter" (Buster Keaton)

Kinoorgel live im GRASSI

Frankreich/GB/USA 1895-1923, englische/deutsche Zwischentitel, 78 min, Regie: Auguste und Louis Lumière + Buster Keaton

Format:mpeg 2

Kurzfilme
(Auguste und Louis Lumière, Frankreich/GB/USA 1895-96)
15 min, englische Zwischentitel

In Paris, der Welthauptstadt des Kinos, fand am 28.12.1895 die erste öffentliche Filmvorführung vor zahlenden Gästen statt. Gezeigt wurden ausschließlich Kurzfilme der Gebrüder Lumière. Trotz großer Werbemaßnahmen hielt sich der Andrang in Grenzen. Nur etwa dreißig Besucher waren gewillt, sich von den geschäftstüchtigen Brüdern einen Franc abluchsen lassen, um dieser Filmvorführung beizuwohnen. Insgesamt wurden zur Geburtsstunde des Kinos elf Filme gezeigt - und der ganze Zauber war binnen 20 Minuten vorbei. August und Louis Lumière entsandten später junge Kameramannmänner in die ganze Welt, die sodann den in ihrem Namen patentierten Cinématographen aufstellten, per Handkurbel bedienten und damit auch Filmvorführungen veranstalteten.
15 zumeist humoristische Kurzfilme bilden den Auftakt zu dieser Matinee, die ein Hoch auf die Liebe zum Film anstimmt. Der erste in diesem Programm gezeigte Kurzfilm wurde am 28.12.1895 in Paris uraufgeführt.


Die drei Zeitalter (Buster Keaton, USA 1923, mit Buster Keaton, Margaret Leahy und Wallace Beery, 63 min, deutsche Zwischentitel)

Buster Keaton war nicht nur als Schauspieler tätig, sondern produzierte, schrieb und schnitt seine Filme selbst. Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass viel Zelluloid durch sein Blut floss und dass die Filmkamera der Motor war, der sein Leben am Laufen hielt.
Im Hauptfilm der Matinee, dem ersten abendfüllenden Spielfilm von und mit Buster Keaton, dreht sich alles um die Liebe. In drei parallel erzählten Liebesgeschichten, die in der Gegenwart des Amerikas von 1923, in der Steinzeit und im Römischen Reich angesiedelt sind, muss Keaton seinen Rivalen (Wallace Beery) bezwingen, um das Herz eines schönen Mädchens (Margaret Leahy) für sich zu gewinnen. DIE DREI ZEITALTER weist filmhistorische Bezüge auf, da er eine Parodie auf INTOLERANZ von David Wark Griffith ist. Mittels Parallelmontage spielt dieser Film in vier Handlungssträngen im New York in den 1910er, im antiken Babylon, in Jesus Christus‘ Jerusalem sowie im Paris der Bartholomäus-Nacht. Griffiths Film war wenig erfolgreich: 1916 verursachte er beim Publikum Intoleranz und floppte an den Kassen. Der Regisseur konnte die legendären 2 Millionen Dollar Produktionskosten nicht wieder einspielen. Für Buster Keatons handwerklich geschickte Parodie auf INTOLERANZ standen die Kinogänger hingegen in langen Schlangen. (Claudia Cornelius)
Die Veranstaltungsreihe Kinoorgel live findet im Großen Vortragsaal des GRASSI Museum Leipzig statt und ist eine Kooperationsveranstaltung des Cinémathèque Leipzig e.V. und des Museums für Musikinstrumente der Universität Leipzig.

An der Welteorgel begleitet von Kantor Clemens Lucke.
Mit Einführungen von Claudia Cornelius und Philipp Hosbach.

Kinoorgel live-Eintrittspreise: 10,00 € / 8,00 € (ermäßigt) / 20,00 € (Familienkarte) / 6,00 € p. P. (Gruppenkarte ab 8 Personen) / 3,00 € (Kinder im Alter von 4 - 16 Jahren und Leipzig-Pass) Karten können am Abend der Veranstaltung vor Ort an der Museumskasse käuflich erworben werden. Luups-Gutscheine sind gültig und angesichts der Größe des Saals sind keine Kartenvorbestellungen notwendig.