No pasarán - Soziale Revolution und Spanischer Bürgerkrieg

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Kurzfilme im Dezember

01.12.-19.12.
24 DAYS OF TORTURE
Ines Pagniez, Victoria Jardine

GB 2016
2:07 min

20.12.-30.12.
TURKEY
Harvey Benschoter

USA 2013
2:56 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

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No pasarán - Soziale Revolution und Spanischer Bürgerkrieg

Während wir uns im ersten Teil dieser Reihe mit der sozialen Revolution befassten (am 2. November 2006 in der "Libelle" mit den Titeln: TIERRA SIN PAN, Luis Bunuel, Dok, Spanien 1932, UN PUEBLO EN ARMAS Robert Frank, Dok, Spanien 1937 sowie VIVIR LA UTOPIA Juan Gamero, Dok, Spanien 1999), steht in diesem zweiten Teil der sogenannte Bürgerkrieg im Vordergrund. Sogenannt, weil im Hinblick auf die weltweite Verflechtung von politischen und ökonomischen Interessen von einem regionalen Krieg aufgrund regionaler Gegebenheiten keine Rede sein kann.
Revolution und Krieg waren in Spanien "... alles andere als eine rein spanische Angelegenheit. Direkt oder indirekt waren an beidem alle Staaten beteiligt, und Einmischung oder Nichteinmischung richtete sich nach unmittelbaren Tageserfordernissen, nach strategischen und diplomatischen Überlegungen, aber auch nach weitergespannten Interessen, die man gern die historischen nennt. Wie gestern die Angelegenheiten Vietnams und Koreas, wie heute die Angelegenheiten Kubas, Kongos ..., so ließen sich auch die Angelegenheiten Spaniens nicht innerhalb der nationalen Grenzen regeln. Im Grunde gehen solche Bürgerkriege alle Mächte und alle Völker an: sie sind - in einem begrenzten Rahmen - nur Sonderaspekte der allgemeinen Krise, mit der sich die Menschheit im Zeitalter der Weltkriege auseinandersetzen muß." Broué/Témime "Revolution und Krieg in Spanien", Frankfurt a.M. 1968
Dieser Krieg war kein Eroberungskrieg wie die Perserkriege oder ein Bürgerkrieg wie die Sezessionskriege in den USA. Der spanische Bürgerkrieg - in dem zum letzten mal ein revolutionäres Feuer aufflammte, das in ganz Europa bereits erloschen war - war der erste Krieg des 20.Jhds. um die Sicherung der globalisiert wirkenden kapitalistischen Interessen.
Moderne Parolen wie Standort, Marktwirtschaft, Nationalstaat, Wirtschaftsgemeinschaft etc. wurden dort nicht zum ersten, aber auch nicht zum letzten mal ad absurdum geführt.
Gerade in diesen Tagen wird die alljährliche Zusammenkunft der G8 - 2007 in Heiligendamm stattfindend - unter immensen Sicherheitsvorkehrungen vorbereitet, um über die Optimierung der Aufteilung der Welt unter wenigen Nutznießern und gegen jene, die den aufgeteilten Reichtum produzieren, zu beraten.