The Pledge in der Cinémathèque Leipzig

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07.02. Freitag

20:00A Tale of Two Islands & Die Haut und die Knochen

09.02. Sonntag

19:00Es geschah am hellichten Tag
21:30Die Wache

10.02. Montag

19:00The Pledge
21:30Die Wache

11.02. Dienstag

19:00Welcome to Sodom I mit Diskussion
22:00Die Wache

12.02. Mittwoch

19:00Confucian Dream mit Filmgespräch

13.02. Donnerstag

18:00Up the Mountain
20:30Our Time Machine mit Filmgespräch

14.02. Freitag

17:00A First Farewell
19:00A Woman is a Woman
20:00Above Them the World Beyond & Nightfall
21:0024th Street

15.02. Samstag

16:30Present.Perfect.
19:00Buddha in Africa
21:00Wild Goose Lake

18.02. Dienstag

19:00Die Wache
21:00Es geschah am hellichten Tag

19.02. Mittwoch

19:00Die Wache
21:00The Pledge

20.02. Donnerstag

19:00Die Wütenden
21:00Varda par Agnès

23.02. Sonntag

19:00Die Wütenden
21:00Varda par Agnès

24.02. Montag

19:00Die Wütenden
21:00Varda par Agnès

25.02. Dienstag

19:00Varda par Agnès
21:30Die Wütenden

26.02. Mittwoch

19:00Varda par Agnès
21:30Die Wütenden

27.02. Donnerstag

19:00Little Women
20:00The Story of Milk and Honey & Conference of the Birds
21:45Die Wütenden

ProgrammFeb

März

INTERIM

Wir haben jetzt eine zweite Veranstaltungsstätte!

INTERIM der Cinémathèque Leipzig

Das aktuelle Programm findet ihr hier.

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The Pledge The Pledge
  • 10.02.2020
    die naTo
  • 19.02.2020
    die naTo

The Pledge

copy>paste

USA 2001, Thriller, 124 min, Regie: Sean Penn
mit Jack Nicholson, Robin Wright, Helen Mirren, Benicio del Toro, Mickey Rourke, Vanessa Redgrave

Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln
Language: English with german subtitles

Mit Einführung am 19.02.

Vordergründig erzählt Sean Penn die Geschichte vom Versuch ein Verbrechen aufzuklären: Ein Mädchen wird ermordet, es könnte sich um denselben Täter handeln, der bereits zwei weitere Morde zu verantworten hat. In der Tat aber ist THE PLEDGE das Psychogramm einer Besessenheit: Wir sehen einem alternden Polizisten dabei zu, wie er bei dem Versuch den Schuldigen zu finden nicht nur sein Leben und das unerwartet darin auftauchende Glück zerstört, sondern dabei zunehmend dem Wahnsinn verfällt.

Basierend auf einem Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt, konzentriert sich die Erstverfilmung des Stoffs – ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG von 1958 – auf die psychologisierende Aufklärung des Verbrechens und liefert einen pädagogischen Kommentar zum Umgang mit Kindern und damit verbundener Gewalt. Unzufrieden mit dem Ergebnis, vertiefte Dürrenmatt seine Geschichte in einem Roman. Den Fokus ver-schiebt er darin auf den Detektiv als Repräsentant einer als logisch geordnet verstandenen Welt, die in Wirklichkeit doch von der Macht des Zufalls geprägt ist. Dem folgend rückt auch Sean Penns US-amerikanische Neuverfilmung von 2001 die Figur des Ermittlers ins Zentrum: Das titelgebende Versprechen in THE PLEDGE ist seines an die Mutter der Getöteten, den Mörder um jeden Preis zu finden.


Aus der Reihe: copy>paste – Filme und ihre Remakes

Die Geschichte des Films beginnt mit einem Remake: Immer wieder fährt der Zug in den Bahnhof ein – als erstes bei den Gebrüdern Lumière in La Ciotat (1895), danach in New York (1896) oder im Lehigh Valley in Pennsylvania (1896). Seitdem hat sich das Verwerten erfolgreicher Stoffe nicht zuletzt kommerziell bewährt. Dabei hat das Remake mehr zu bieten als das Aufgießen alter Teebeutel. Das Remake ist selten Kopie, aber oftmals Zitat, Kommentar, Modernisierung – kein stumpfes copy, sondern kreatives paste in einen anders gearteten Zusammenhang.

Manche Regisseur*innen orientieren sich am Drehbuch eines existierenden Films und es entsteht etwas völlig Neues (LA JETÉE, Chris Marker, 1962 / 12 MONKEYS, Terry Gilliam, 1995), andere wagen den Transfer einer Geschichte in ein anderes Genre. Oder aber sie verfilmen gleich ein eigenes Werk neu – zum Beispiel um auf gesellschaftliche Unfreiheiten zu reagieren. In einem Fall unserer Reihe ist das Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt zu ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (Ladislao Vajda, 1958) Ausgangspunkt für einen Roman von Dürrenmatt, der wiederum Grundlage eines neuen Films (THE PLEDGE, Sean Penn, 2001) wurde. Herrje. Und manchmal wirkt ein Remake sogar erst mit einigen Jahren Verspätung, weil die historische Bedeutung seines Hintergrunds zur Entstehungszeit noch nicht absehbar war (DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, Fritz Lang, 1933 / DR. M, Claude Chabrol, 1989). Die Transformation gesellschaftlicher Entwicklung ist die Grundlage des Paares, mit dem unsere Reihe beginnt: FREIES LAND (Christian Alvart, 2019) verlegt die Geschichte von LA ISLA MINIMA (Alberto Rodriguez, 2014) aus der spanischen Post-Franco-Ära ins Ostdeutschland der 90er-Jahre.


In our series copy>paste we show films and their remakes. This time Friedrich Dürrenmatt's sceenplay for ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (Ladislao Vajda, 1958) is the basis for a novel by Dürrenmatt, which in turn became the inspiration for a new film (THE PLEDGE, Sean Penn, 2001). Jeez. In THE PLEDGE, which we show in the original English version with subtitles, Sean Penn tells the story of an attempt to solve a crime: A girl is murdered, it could be a serial killer. In fact, though, THE PLEDGE is the psychogram of an obsession: we watch an aging policeman go mad as he tries to find the culprit.