La isla mínima in der Cinémathèque Leipzig

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02.01. Donnerstag

19:00Campo
21:00Systemsprenger

03.01. Freitag

19:00Campo
21:00Systemsprenger

04.01. Samstag

19:00Bis dann, mein Sohn | mit Einführung

06.01. Montag

19:00Campo
21:00Systemsprenger

07.01. Dienstag

19:00Gundermann Revier | mit Regiegespräch
22:00Campo

08.01. Mittwoch

19:00Gundermann Revier
21:00Systemsprenger

11.01. Samstag

19:00Angelo
21:30Gundermann Revier

12.01. Sonntag

19:00Gundermann Revier
21:00Angelo

13.01. Montag

19:00Gundermann Revier
21:00Angelo

14.01. Dienstag

19:00Bis dann, mein Sohn | mit Einführung

15.01. Mittwoch

19:00The Venerable W I mit Diskussion
22:00Gundermann Revier

19.01. Sonntag

19:00Angelo
21:15Campo

21.01. Dienstag

19:00La isla mínima
21:15Angelo

22.01. Mittwoch

19:00Bis dann, mein Sohn | mit Einführung

23.01. Donnerstag

19:00Freies Land
21:30La isla mínima

27.01. Montag

19:00Der Fall Johanna Langefeld | mit Regiegespräch
22:00Freies Land

28.01. Dienstag

18:00Alles auf Anfang I mit Regiegespräch
21:30Freies Land

29.01. Mittwoch

19:00Freies Land
21:30La isla mínima

ProgrammJanuar

INTERIM

Wir haben jetzt eine zweite Veranstaltungsstätte!

INTERIM der Cinémathèque Leipzig

Das aktuelle Programm findet ihr hier.

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La isla mínima La isla mínima

La isla mínima

copy>paste

Spanien 2014, 105 min, Regie: Alberto Rodríguez Librero
mit Raúl Arévalo, Javier Gutiérrez, Nerea Barros, Antonio de la Torre

Sprache: Spanisch mit deutschen Untertiteln
Language: Castilian; Spanish with german subtitles

Als Auftakt unserer neuen Reihe »copy/paste« in der wir monatlich ein Original und dessen Remake zeigen.
Mit einer Einführung am 21.1.2020.


1980: Tief im spanischen Süden verzweigt sich der Guadalquivir auf seinem Weg ins Meer in unzählige kleine Flussläufe und schneidet beunruhigend geometrische Muster in die sumpfige Landschaft. Die beiden aus Madrid entsandten Ermittler Juan und Pedro sollen dort das rätselhafte Verschwinden zweier jugendlicher Schwestern aufklären, was sie bald auf die Spuren eines Serienmörders bringt. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein undurchdringliches Geflecht aus Schweigen und Ablehnung, sondern werden auch auf ihre eigenen Biographien zurückgeworfen. Denn der Schatten der Franco-Diktatur liegt auch fünf Jahre nach dessen Tod noch immer über dem Land.

LA ISLA MÍNIMA ist stilistisch klar an Vorbildern wie TRUE DETECTIVE oder SE7EN orientiert, erzählt aber eine Geschichte, die kaum tiefer in der spanischen Historie verwurzelt sein könnte. Unter der Oberfläche des mit zehn Goyas ausgezeichneten Films liegen die Traumata jahrzehntelangen diktatorischen Machtmissbrauchs und dessen unterdrückter Aufarbeitung während der spanischen "transición", der Übergangszeit von der Diktatur hin zur demokratischen Strukturen. Fünf Jahre später übersetzt ausgerechnet Christian Alvart, Regisseur von DOGS OF BERLIN und der Til-Schweiger-TATORTe, die eigentlich so urspanische Thematik ins Ostdeutschland des Jahres 1992: Atmosphärisch so dicht wie sein Vorgänger, zeigt FREIES LAND ein Land, das in eine neue Zukunft aufbrechen soll, sich aber stattdessen in der Auflösung zu befinden scheint.

MARSHLAND ist the first movie in our new screening series »copy/paste«. We show the modern Spanish classic about two cops with very different backgrounds on the hunt for a serial killer during the Spanish "transición" post the Franco dictatorship, paired with its recently released German remake FREIES LAND, set in East Germany in the early 1990s.


Aus der Reihe: copy>paste – Filme und ihre Remakes

Die Geschichte des Films beginnt mit einem Remake: Immer wieder fährt der Zug in den Bahnhof ein – als erstes bei den Gebrüdern Lumière in La Ciotat (1895), danach in New York (1896) oder im Lehigh Valley in Pennsylvania (1896). Seitdem hat sich das Verwerten erfolgreicher Stoffe nicht zuletzt kommerziell bewährt. Dabei hat das Remake mehr zu bieten als das Aufgießen alter Teebeutel. Das Remake ist selten Kopie, aber oftmals Zitat, Kommentar, Modernisierung – kein stumpfes copy, sondern kreatives paste in einen anders gearteten Zusammenhang. Manche Regisseur*innen orientieren sich am Drehbuch eines existierenden Films und es entsteht etwas völlig Neues (LA JETÉE, Chris Marker, 1962 / 12 MONKEYS, Terry Gilliam, 1995), andere wagen den Transfer einer Geschichte in ein anderes Genre. Oder aber sie verfilmen gleich ein eigenes Werk neu – zum Beispiel um auf gesellschaftliche Unfreiheiten zu reagieren. In einem Fall unserer Reihe ist das Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt zu ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (Ladislao Vajda, 1958) Ausgangspunkt für einen Roman von Dürrenmatt, der wiederum Grundlage eines neuen Films (THE PLEDGE, Sean Penn, 2001) wurde. Herrje. Und manchmal wirkt ein Remake sogar erst mit einigen Jahren Verspätung, weil die historische Bedeutung seines Hintergrunds zur Entstehungszeit noch nicht absehbar war (DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, Fritz Lang, 1933 / DR. M, Claude Chabrol, 1989). Die Transformation gesellschaftlicher Entwicklung ist die Grundlage des Paares, mit dem unsere Reihe beginnt: FREIES LAND (Christian Alvart, 2019) verlegt die Geschichte von LA ISLA MINIMA (Alberto Rodriguez, 2014) aus der spanischen Post-Franco-Ära ins Ostdeutschland der 90er-Jahre.


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