Daughter's Mother + Open to the public in der Cinémathèque Leipzig

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Liebe Freund*innen der Cinémathèque,

offiziell dürfen die Kinos in Sachsen wieder öffnen. Doch bevor es losgehen kann, braucht es ein gutes Konzept, damit sich der Kinobesuch für euch und unser Team so sicher wie möglich gestaltet. Auch ein Programm braucht ein paar Tage Vorlauf. Und dass es wirtschaftlich für viele kleine Kinos alles andere als optimal ist, wenn wegen (natürlich wichtiger) Abstandsregelungen nur mehr eine Handvoll Gäste in den Saal passt, ist auch klar. Wir geben unser Bestes, um Lösungen zu finden und so schnell wie möglich wieder für euch da zu sein. Habt bitte noch etwas Geduld mit uns.

Wenn ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr Kinogutscheine (6,50€ pro Stück + einmalig Porto) bei uns bestellen. Schreibt dazu eine Mail an info@cinematheque-leipzig.de.

Wir danken euch von Herzen für all eure Unterstützung und freuen uns, euch so bald wie möglich wiederzusehen!

Bleibt gesund, munter, solidarisch und cinephil!

Eure Cinémathèque Embarassed


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Daughter's Mother + Open to the public Daughter's Mother + Open to the public
  • 3.11.2018
    die naTo

Daughter's Mother + Open to the public

DOK Leipzig 2018

2018, 86 min

Daughter’s Mother
Dir: Arya Rothe, Hungary, India 2018, Documentary Film, 26 min, Hungarian with English subtitles

Ica is still in her prime, but fading. The 65-year-old lady, witty and with a dry sense of humour, increasingly stumbles over memory gaps, though the city offers her a safe banister through daily life. Her daughter Judit patiently tries to fit Ica’s care into her working life and village idyll. Via stops at a dice game, a furniture store and the “Café Alzheimer” she looks for a shared home suited to the different needs of two closely linked women.

Ica steht noch mitten im Leben, aber zunehmend auch daneben. Die 65-Jährige von geistreichem, trockenem Humor eckt an wachsenden Erinnerungslücken an – die Stadt bietet ihr dafür ein sicheres Geländer durch den Alltag. Geduldig versucht Judit, die töchterliche Fürsorge in ihre Arbeitswelt und Dorfidylle einzupassen. Über Zwischenhalte beim Würfelspiel, im Einrichtungshaus und im „Café Alzheimer“ sucht sie nach einem gemeinsamen Zuhause für die unterschiedlichen Lebensbedürfnisse zweier eng Verbundener.
---André Eckardt

Open to the public
Dir: Silvia Bellotti, Italy 2018, Documentay Film, 60 min, Italian with English subtitles

Dawn in Naples, neon lamps open blinking eyes in an office, their light in the high cream-coloured old rooms waking up the registries and piles of cardboard files from which peep isolated form sheets and that indicate lengthy proceedings. The quiet yields to growing murmurs and the first sounds of discontent: a queue jumper on one of the two weekly opening days of the helpdesk for social tenants. The day is gathering momentum. The neatly dressed Signora – one of a conspicuous number of widows – and the nonchalant counsellor play their roles between snappishness and shared smiles with passion: “You don’t let us speak.” – “If I have to listen to the crap people talk, it’s better that I speak.” And the hand casually puts another sheet of paper in its proper place. Four desks in a room whose door is open to a line of waiting people in the corridor – Silvia Bellotti’s film discretely skirts the conversations, attentively squeezes into its position on this narrow and unique stage of life. This is where the desperate, demanding, and understanding negotiate existential housing needs with the counsellors. The employees and psychologists of daily life work at the frontlines of emotion in this bustle, trying to tame the multicoloured beast of bureaucracy and find loopholes in the countless regulations for their customers.

Morgengrauen in Neapel, Leuchtstoffröhren öffnen blinzelnd ihre Augen in einem Büro. Sie wecken mit ihrem Licht in den hohen cremefarbenen Altbauräumen die Registraturen und Stapel von Pappheftern, aus denen einzelne Formulare hervorlugen und auf lange Vorgänge verweisen. Die Ruhe erstirbt in aufkommendem Gemurmel und ersten Unmutslauten: Ein Vordrängler an einem der beiden wöchentlichen Öffnungstage der Beratungsstelle für Sozialmieter. Der Tag nimmt Fahrt auf. Die adrett gekleidete Signora – eine von den auffällig vielen Witwen – und der lässige Berater spielen leidenschaftlich ihre Rollen zwischen Kratzbürstigkeit und gemeinsamem Lächeln: „Sie lassen uns nie ausreden.“ – „Bei dem Mist, den ich mir von den Leuten anhören muss, ist es besser, wenn ich spreche.“ Und ganz beiläufig hat die Hand wieder eine Papierseite an den richtigen Platz verbracht. Vier Tische in einem Raum mit offener Tür zu den Wartenden im Gang – Silvia Bellottis Film tänzelt dezent um Gespräche, quetscht sich wachsam in der Enge dieser besonderen Lebensbühne in Position. Hier verhandeln Verzweifelte, Fordernde, Einsichtige mit den Beraterinnen und Beratern über existenzielle Wohnungsnöte. In dem Gewusel befinden sich die Angestellten und Psychologen des Alltags an der Gefühlsfront, versuchen das bunte Tier der Bürokratie zu zähmen und eine Lücke in den unzähligen Vorschriften für ihre Klienten zu finden.
---André Eckardt


Kartenreservierung können ausschließlich über die Ticketkassen in allen DOK-Kinos und im Museum der bildenden Künste vorgenommen werden. Telefonische Reservierungen oder Reservierungen über unsere Homepage sind nicht möglich. Reservierte Tickets verfallen 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn automatisch.


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