Armeen im Griff der Konzerne – Verteidigung als Geschäft in der Cinémathèque Leipzig

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Monatsprogramm Dezember

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Kurzfilm im Dezember

The Last Coin
Daniel Britt
2009
3:49 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Armeen im Griff der Konzerne – Verteidigung als Geschäft Armeen im Griff der Konzerne – Verteidigung als Geschäft
  • Mo 15.10. 20:00
    die naTo

Armeen im Griff der Konzerne – Verteidigung als Geschäft

globaLE 2018

FRA/BRD 2018, Dok, 91 min, Regie: Jutta Pinzler, Michaela Kirst, Martin Gronemeyer

Die Streitkräfte stehen unter Druck – in der Bundesrepublik wie in Frankreich. Beide Armeen sind, wie seit Jahrzehnten nicht, durch Auslandseinsätze von Afghanistan bis Westafrika gefordert. Dabei kämpft die französische Armee – ähnlich wie die Bundeswehr – mit Finanzproblemen, schlechtem Material und Personalmangel. Nach neoliberaler Ideologie versprechen Outsourcing und Privatisierung günstige Preise und schnelle Lösungen, auch beim Militär. Bei Auslandseinsätzen geht von der Aufklärungsdrohne bis zur Wäscherei schon jetzt nichts mehr ohne Privatfirmen. Es ist zum Beispiel ein Rüstungskonzern, der das GÜZ betreibt, den wichtigsten Truppenübungsplatz in der Bundesrepublik. Darüber hinaus engagieren sich Politiker_innen und Militärs für Waffenexporte in alle Welt, um die heimischen Rüstungsindustrien zu erhalten. Ehemalige Minister_innen wechseln als Lobbyist_innen zu Rüstungsfirmen. Und wer Waffen aus Frankreich oder der Bundesrepublik kauft, bekommt auch gleich eine Ausbildung durch die jeweilige Armee. Externe Firmen liefern längst nicht mehr nur die Ausrüstung der Streitkräfte, sondern auch Know-how und Personal.
Wie viel Outsourcing verträgt das staatliche Gewaltmonopol und was heißt das für die demokratische Kontrolle militärischer Aktionen? Das Filmteam hatte Zugang zur französischen Armee und der Bundeswehr, konnte bei Übungen und Auslandseinsätzen wie in Afghanistan drehen und Verantwortliche aus Politik, Armee und Industrie mit ihren Recherchen konfrontieren. Die investigative Dokumentation legt offen, wie weit die Privatisierung bereits fortgeschritten ist, wie eng die Verbindungen zur Rüstungsindustrie sind und welche fatalen Folgen diese Verstrickungen in der Zukunft haben könnten.

Anschließend Diskussion u.a. mit Reiner Braun (International Peace Bureau) und Aktivist_innen von "Leipzig gegen Krieg". Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung der globaLE – globalisierungskritisches Filmfestival Leipzig, das vom 01. August bis 22. November 2018 stattfindet.