Das Blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen 2001 in der Cinémathèque Leipzig

<< Juni 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 heute morgen 27 28 29 30 >>

Monatsprogramm Juni 2018

SINGLE SIZE
Kurzfilm im Juni

Zirkus
Nils Hedinger
CH 2015
1:39 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

A L I E N (USA/GB 1979)
Samstag, 30. Juni | 21.00
auf Leinwandbesuch

bei

»Deine Mutter! Ein Sommer mit Mutti«
2cl Sommerkino auf Conne Island
+ Special Guest & Cocktails

ONE MORE WEEK UNTIL WE START:

2cl Sommerkino auf Conne Island

30.06. – 02.09.2018 | more infos here

Die Cinémathèque Leipzig zeigt & projiziert alle Filme im Original mit Untertiteln (soweit möglich).


All films at Cinémathèque Leipzig are shown in Original Version with subtitles (if possible).

Newsletter

Das Blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen 2001
  • 19.06.2018
    die naTo

Das Blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen 2001

BRD 2018, dt. Fassung, Dok, 38 min, Regie: Jan Smendek

Format:MPEG 4

Sprache: Deutsch
Language: German

Das Dokumentationsprojekt chronik.LE und die Cinémathèque Leipzig e.V. laden zur Filmvorführung »Das Blinde Auge – ein Todesfall in Thüringen 2001« und anschließendem Gespräch über rechte Morde mit dem Regisseur Jan Smendek ein. Eintritt auf Spendenbasis.

»Das Blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen 2001«
Axel U. wurde in der thüringischen Kleinstadt Bad Blankenburg am 24. Mai 2001 von einem stadtbekannten Neonazi brutal getötet. Doch Polizei, lokale Medien und Stadtpolitik tun sich schwer damit, dies als Tat eines gewalttätigen Neonazis einzuordnen. Weil Axel U. auch für sie am Rande der Gesellschaft stand? Durch monatelange Recherchen wurde der Fall erneut aufgerollt, Akten der Sicherheitsbehörden durchforstet und mit Angehörigen und Zeitzeug*innen gesprochen. Dabei kam heraus, wie unfassbar viel die Geheimdienste und Polizeien eigentlich schon damals wussten. Besonders brisant: Der Täter kommt aus einem Umfeld, aus denen auch die späteren NSU-Terroristen stammen. Trotzdem: Den Fall halten die Behörden bis heute nicht für eine neonazistische Gewalttat.

»Rechte Morde in Leipzig«
Seit 1990 zählt die Amadeu-Antonio-Stiftung mindestens 184 Todesopfer “rechter Gewalt” in Deutschland. In Leipzig wurden mindestens acht Menschen Opfer rechts-motivierter Gewalt; hinzu kommen zwei Verdachtsfälle. Damit weist Leipzig im bundesweiten Vergleich die zweithöchste Zahl an rechtsmotivierten Morden auf. Auch in Leipzig zeigten sich bei der rechtlichen, polizeilichen und gesellschaftlichen Aufklärung eklatante Lücken. Im Anschluss an die Filmvorführung wollen Wir zusammen mit dem Regisseur Jan Smendek über die Aufklärung rechter Morde sprechen und uns an die Opfer der rechten Morde in Leipzig erinnern.

Jan Smendek ist Regisseur des Films »Das blinde Auge – ein Todesfall in Thüringen«. 2004 gehörte er zu den Gründern des Erfurter Videokollektivs »Filmpiratinnen und Filmpiraten«. Das Projekt hatte gemeinsam mit Ezra, der mobilen Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen, den Film erstellt.

Eine Kooperation von chronik.LE und der Cinémathèque Leipzig e.V.