Adolescence+Grandpa Walrus+No Sex Please in der Cinémathèque Leipzig

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Kurzfilme im Dezember

01.12.-19.12.
24 DAYS OF TORTURE
Ines Pagniez, Victoria Jardine

GB 2016
2:07 min

20.12.-30.12.
TURKEY
Harvey Benschoter

USA 2013
2:56 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

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Adolescence+Grandpa Walrus+No Sex Please Adolescence+Grandpa Walrus+No Sex Please
  • 1.11.2017
    die naTo

Adolescence+Grandpa Walrus+No Sex Please

DOK Leipzig 2017

98 min

Adolescence
R: José Fernando Rodríguez, Puerto Rico/USA 2017, Dok, 15 min, OV with English subtitles

A girl in the pool, close to the lens. She’s asking for a towel. White noise. A boy pretending to be a chicken hops through the room, picking at the mattress with his head. José Fernando Rodríguez reconstructs the states of his youth in “Adolescence”, using residual images of past times, hybrid images: excessive hormone boosts and the first fears of death, a girl in the pool and a dry run in the children’s rooms. The images in-between are missing. There’s only white noise.

Ein Mädchen im Pool, ganz dicht an der Linse. Sie fragt nach einem Handtuch. Bildrauschen. Ein Junge hüpft als Hühnchen durch den Raum, pickt mit dem Kopf in die Matratze. Bildrauschen. José Fernando Rodríguez rekonstruiert mit „Adolescence“ die Zustände seiner eigenen Jugend. Aus Bildresten früherer Zeiten, aus Bildkreuzungen: Maßlose Hormonschübe und erste Todesängste, ein Mädchen im Pool und eine Trockenübung im Kinderzimmer. Dazwischen fehlen die Bilder. Dazwischen rauscht es nur.

--- Lukas Stern


Grandpa Walrus
R: Lucrèce Andreae, France 2017, Animated Film, 15 min, OV with English subtitles

A sandy beach in the off season, deserted, dirty. The guests have left their cigarette butts behind, and one of them more than the others: grandpa. The place where he lay in the sun is outlined by frayed fags like a murder victim’s body by chalk. Now he’s gone, dead. But what is this stirring in the sand? The depiction of a surreal incident accompanied by sublime compositions by Flavien Van Haezevelde.

Ein Sandstrand außerhalb der Saison, verlassen, verdreckt. Die Gäste haben ihre Zigarettenstummel liegen gelassen und einer ganz besonders viele: Opa. Da, wo er sich sonnte, umreißen ausgefranste Fluppen seinen Körper wie Kreidespuren ein Mordopfer. Jetzt ist er nicht mehr da, tot. Doch was rührt sich, im Sand? Schilderung einer surrealen Begebenheit, unterlegt mit sublimen Kompositionen von Flavien Van Haezevelde.

--- Carolin Weidner


No Sex Please

R: Florian Fischer, Germany/Thailand 2017, Dok, 15 min, OV with German subtitles

A backlit naked man: Werner. “You weren’t born with trousers on either, were you?” he says. Werner likes it “natural” and “lively”. Werner has a clear conscience and tries to put care into every step he takes. Quite unlike Florian, he thinks. Florian films Werner, testing a kind of friendship. They travel to Thailand together, where Werner has a girlfriend. This has nothing to do with sex tourism, though – it’s the art of massage he appreciates. Florian has no idea, he says. Werner walks the beaches in a long white robe. A T-shirt bearing the slogan “No Sex Please” is meant to advertise his non-intentions in the city. He still likes to dance with women. And back home in Berlin the statue of Buddha and the German flag make an interesting pair. A film flavoured by apparent opposites: New Age versus aggression, art versus trash, self-awareness versus self-denial.

Ein nackter Mann im Gegenlicht: Werner. „Du bist ja auch nicht mit der Hose geboren, oder?“, sagt er. Werner mag es „ursprünglich“ und „lebendig“. Werner ist im Reinen mit sich und versucht, jeden seiner Schritte achtsam zu tun. Ganz im Gegensatz zu Florian, wie er findet. Der filmt Werner und probiert eine Art Freundschaft. Gemeinsam reisen sie nach Thailand, wo Werner eine Freundin hat. Aber mit Sextourismus hat das nichts zu tun – es ist die Kunst der Massage, die er schätzt. Florian habe davon ja keine Ahnung. Im langen weißen Gewand schreitet Werner die Strände ab. Ein T-Shirt mit der Aussage „No Sex Please“ soll seine Nicht-Absichten in der Stadt klarmachen. Mit den Frauen tanzt er dennoch gern. Und daheim in Berlin ergeben Buddha-Statue und Deutschlandfahne ein interessantes Paar. Ein Film, dessen Würze der vermeintliche Gegensatz ist: New Age versus Aggression, Kunst versus Trash, Selbsterfahrung versus Selbstverleugnung.

--- Carolin Weidner


Kartenreservierung können ausschließlich über die Ticketkassen in allen DOK-Kinos und im Museum der bildenden Künste vorgenommen werden. Telefonische Reservierungen oder Reservierungen über unsere Homepage sind nicht möglich. Reservierte Tickets verfallen 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn automatisch.

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