Das grüne Gold in der Cinémathèque Leipzig

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Monatsprogramm September

Die Cinémathèque Leipzig
zeigt & projiziert alle Filme
im Original mit Untertiteln
(soweit möglich) !

All films at Cinémathèque Leipzig
are shown in Original Version
with subtitles (if possible) !

SINGLE SIZE
Kurzfilme im September

03.09. – 12.09.2018
KIRPICHI
Yekaterina Kireeva
2017
02:47 min

13.09. – 27.09.2018
HANS THE SQUIRREL
Florian Maubach
2015
1:45 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Das grüne Gold Das grüne Gold
  • 3.10.2017
    die naTo
  • 5.10.2017
    die naTo
  • 9.10.2017
    die naTo
  • 10.10.2017
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  • 11.10.2017
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Das grüne GoldDead Donkeys fear no Hyenas

Schweden/BRD/Finnland 2016, OmU, Dok, 84 min, Regie: Joakim Demmer

Format:DCP

Sprache: Amharisch,Deutsch
Language: Amharic,German

Lokale Landwirtschaft, globaler Handel – Ausbeutung und Ungleichheit im Kapitalismus zeigen sich am zynisch betriebenen Landraub in Äthiopien.

Ackerland - das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Zu dieser Entwicklung tragen auch Milliarden Dollar Entwicklungshilfe von Institutionen wie der EU und Weltbank bei. Die gleichen Flugzeuge bringen erst Hilfsgüter nach Afrika und verlassen anschließend die Hungerregionen mit den erwirtschafteten Produkten wieder. Die preiswerten Lebensmittel unserer Supermärkte werden direkt vor der Nase der hungernden Bevölkerung in Afrika gezüchtet. Es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über 1 Millionen Kleinbäuer*innen verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert - die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung. Wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung.

Die globale Ungleichheit im Kapitalismus besteht in der Macht der Industriestaaten die Kosten der eigenen Lebensführung auf die armen Weltregionen abzuwälzen. Wenn es in Politik und Gesellschaft um den hiesigen Wohlstand geht, dürfte von den damit verbundenen und ursächlich zusammenhängenden Nöten der Menschen andernorts nicht geschwiegen werden. Genau das aber ist es, was ununterbrochen geschieht.
Innerhalb eines Zeitraums von 6 Jahren trifft der Regisseur Joakim Demmer Investoren, Bürokraten, Journalisten, Umweltschützer und Bauern, die ihr Land verloren haben und bringt in Erinnerung auf wessen Armut der Reichtum der 'westlichen' Welt beruht.

Am 3.10. im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur Joakim Demmer.