Pornographie und Holocaust in der Cinémathèque Leipzig

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01.05. Dienstag

20:00Lady Bird
22:00Raving Iran

02.05. Mittwoch

20:00Lady Bird
22:00Raving Iran

03.05. Donnerstag

20:00Wildes Herz
22:00Lady Bird

04.05. Freitag

20:00Wildes Herz
22:00Lady Bird

05.05. Samstag

20:00Wildes Herz
22:00Lady Bird

07.05. Montag

20:00Lady Bird
22:00Wildes Herz

08.05. Dienstag

20:00Lady Bird
22:00Wildes Herz

09.05. Mittwoch

19:304 Uhr morgens im Wald
22:00Wildes Herz

11.05. Freitag

19:30Transit
22:00Wildes Herz

12.05. Samstag

19:30Transit
22:00Wildes Herz

16.05. Mittwoch

19:00Pride
22:00Transit

17.05. Donnerstag

22:00Transit

18.05. Freitag

20:00Eldorado
22:00Transit

20.05. Sonntag

19:00Eldorado
21:00Transit

21.05. Montag

19:00It's Not the Time of My Life
21:00Underdog

22.05. Dienstag

19:30Transit
22:00Eldorado

23.05. Mittwoch

19:30Transit
22:00Eldorado

24.05. Donnerstag

20:00Eldorado
22:00Kindheit

25.05. Freitag

20:00Eldorado
22:00Kindheit

27.05. Sonntag

11:00Momo

28.05. Montag

20:00Kindheit
22:00Eldorado

30.05. Mittwoch

20:00Kindheit
22:00Eldorado

31.05. Donnerstag

20:00Kindheit
22:00Eldorado

März-Programm

SINGLE SIZE
Kurzfilme im Mai

01.05. – 16.05.2018
SPIRIT MOUNTAIN
KiiN aka Kirsten Carina Geißer & Ines Christine Geißer
BRD 2016
1:00 min

17.05. – 31.05.2018
LONELY RIDER
Daniel von Bothmer
BRD 2017
3:34 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

SINGLE SIZE
Kurzfilme im Juni

05.06. – 15.06.2018
1st Date
Nils Knoblich
BRD 2007
1:55 min

16.06. – 28.06.2018
Zirkus
Nils Hedinger
CH 2015
1:39 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig zeigt & projiziert alle Filme im Original mit Untertiteln (soweit möglich).


All films at Cinémathèque Leipzig are shown in Original Version with subtitles (if possible).

SAVE THE DATE
2cl Sommerkino auf Conne Island

30.06. – 02.09.2018 | more infos here

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Pornographie und Holocaust Pornographie und Holocaust
  • Di 26.09. 20:00
    die naTo

Pornographie und HolocaustSTALAGS

Israel 2008, OmU, Dok, 63 min, Regie: Ari Libsker

Sprache: Hebräisch mit deutschen Untertiteln
Language: Hebrew with german subtitles

Der Film beschreibt ein bizarres Phänomen der israelischen Popkultur: Sadomasochistische Holocaust-Pornographie von jüdischen AutorInnen für ein jüdisches Publikum, die zeitgleich mit dem Prozess gegen Adolf Eichmann in Israel einen enormen Erfolg feierte.

Israel, Anfang der 1960er-Jahre: Unter enormem Medieninteresse beginnt in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann, einen der Hauptorganisatoren der nationalsozialistischen Judenvernichtung. Im Verlauf des Prozesses wird detailliert und öffentlich das Leid von Juden und Jüdinnen in den Konzentrationslagern der Nazis diskutiert, die dort stattgefundenen Grausamkeiten werden Teil der öffentlichen Debatte.
Zur gleichen Zeit erlebt die Porno-Literatur im Land einen Popularitätsschub, und zwar in Form eines ganz besonderen Genres: den “Stalag”-Heftchen. Diese erotischen Groschenromane formulierten - in steigernder Explizität - sadomasochistische Fantasien um männliche Kriegsgefangene und weibliche Nazioffiziere in deutschen Lagern, mit einem stetig wiederkehrenden plot: Ein alliierter Soldat wird im 2. Weltkrieg in einem deutschen Stammlager („Stalag“ ) von Frauen der SS gefoltert und vergewaltigt – bis er sich an seinen PeinigerInnen auf ebenso grausame Weise rächt.

Der Film behandelt diesen doppelten, miteinander in Verknüpfung stehenden Tabubruch. Erstmals gibt es in der damals sehr puritanischen Gesellschaft Israels pornografische Literatur und gleichzeitig sind diese Heftchen neben dem Eichmann-Prozess die erste öffentliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust. In Gesprächen mit VerlegerInnen, AutorInnen und JournalistInnen fragt Regisseur Ari Libsker nach den Gründen für die damalige Popularität der Stalag-Heftchen in der israelischen Gesellschaft und verwebt die mit präziser Kamera gefilmten Interviews geschickt mit Archivbildern.

Mit einer Einführung unter dem Titel "Ein Meer der blauen Nummern. Zur Wahrnehmung von Holocaust-Überlebenden in Palästina/Israel 1945-1961" von Sebastian Paul, Diplom-Pädagoge und Künstler.