6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU in der Cinémathèque Leipzig

<< Juli 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 heute morgen 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>

01.07. Samstag

19:30Dil Leyla
21:00Jahrhundertfrauen
21:30Raving Iran

02.07. Sonntag

19:00Dil Leyla
20:30Jahrhundertfrauen
21:30I am not your Negro

04.07. Dienstag

21:30Shalom Italia

06.07. Donnerstag

19:30Jahrhundertfrauen
21:30Raving Iran
22:00Dil Leyla

07.07. Freitag

19:30Jahrhundertfrauen
21:30I am not your Negro
22:00Dil Leyla

08.07. Samstag

19:30Jahrhundertfrauen
21:30Shalom Italia
22:00Tiger Girl

09.07. Sonntag

19:00Jahrhundertfrauen
21:30Tiger Girl
21:30Lost Highway

11.07. Dienstag

19:30Klänge des Verschweigens
21:30Raving Iran
22:15Jahrhundertfrauen

12.07. Mittwoch

20:00Office For Monument Construction
22:00Jahrhundertfrauen

13.07. Donnerstag

19:30Bones of Contention
21:30Modern Times
22:00Tiger Girl

14.07. Freitag

19:30Dream Boat
22:15Tiger Girl

15.07. Samstag

20:00Tiger Girl
21:30Shalom Italia
22:00Whitney - Can I Be Me

16.07. Sonntag

19:00Tiger Girl
21:00Whitney - Can I Be Me
21:30Ein deutsches Leben

17.07. Montag

20:00Tiger Girl
22:00Whitney - Can I Be Me

18.07. Dienstag

20:00Whitney - Can I Be Me
21:30City of God
22:00National Bird

19.07. Mittwoch

19:30Out of Freiheit
22:00National Bird

20.07. Donnerstag

20:00Whitney - Can I Be Me
21:30Im inneren Kreis
22:00National Bird

21.07. Freitag

20:00Whitney - Can I Be Me
22:00National Bird

22.07. Samstag

20:00National Bird
21:30Ein deutsches Leben
22:00Whitney - Can I Be Me

23.07. Sonntag

19:00National Bird
21:00Whitney - Can I Be Me
21:30Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

24.07. Montag

20:00National Bird
22:00Whitney - Can I Be Me

25.07. Dienstag

21:30Ein deutsches Leben

27.07. Donnerstag

20:00Deportation Class
21:30Hass
22:00Innen Leben

28.07. Freitag

19:30Deportation Class
21:30Im inneren Kreis
22:00Innen Leben

29.07. Samstag

20:00Deportation Class
21:30Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
22:00Innen Leben

30.07. Sonntag

19:00Innen Leben
21:00Deportation Class

31.07. Montag

20:00Innen Leben
22:00Deportation Class


Programm Juli

Programm August

2cl Sommerkino

 

Kurzfilme im Juli

01.07.-13.07.
ADVICE TO THE YOUNG ARTIST
Daniella Shuhman

Israel 2016
3:04 min

14.07.-21.07.
ROOF SEX
PES

USA 2011
1:09 min

22.07.-31.07.
HAPPY TO SAD
Amanda Eliasson

GB/Schweden 2016
2:50 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

Newsletter

6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU
  • So 21.05. 22:00
    die naTo
  • Mo 22.05. 22:00
    die naTo
  • Sa 27.05. 21:30
    die naTo
  • So 28.05. 21:00
    die naTo
  • Mi 31.05. 19:30
    die naTo

6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU

BRD 2016, dt. OF, Dok, 77 min, Regie: Sobo Swobodnik

Format:DCP

Sprache: Deutsch
Language: German

Über fünf Jahre sind mittlerweile vergangenen seit der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Von wirklicher Aufklärung der rassistischen Mordserie ist bisher wenig zu sehen. Die Anklage stützt sich weiter auf die These, dass der NSU nur aus 3 Personen bestanden hätte, anstatt ihn als Teil bundesweiter Neonazi-Strukturen zu begreifen. Die Rolle des Staates und insbesondere des Verfassungsschutzes ist bis heute ungeklärt und wirft – nicht zuletzt durch umfangreiche Aktenvernichtungen – weiterhin viele Fragen auf. Auch die rassistisch geprägten Ermittlungen gegen die Betroffenen des rechten Terrors bis zum Auffliegen des NSU sind kaum Teil der Debatte, ebenso wenig der gesamtgesellschaftliche Rassismus, der es überhaupt erst möglich gemacht hat, dass eine neonazistische Terrorgruppe jahrelang MigrantInnen ermorden konnte, ohne dass dies als rassistische Gewalt erkannt wurde – obwohl die Angehörigen der Opfer schon früh darauf aufmerksam machten.

In dem Film „6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage. Die Morde des NSU“ nähert sich der Regisseur Sobo Swobodnik essayistisch in lyrischem Schwarz-weiß dieser unvergleichlichen rechtsextremistischen Mordserie ausschließlich mit Bildern der zehn Tatorte in einer visuellen kardiographischen Vermessung. Die Orte als stumme Zeugen der Anklage, der Reflexion und Erinnerung. Diese Bilder werden ergänzt von einer Textcollage, bestehend aus Zeitungsmeldungen, Ermittlungsprotokollen, Prozessaussagen, den Statements von Hinterbliebenen und Fachleuten.

Am 31.05 um 19.30 Uhr: Der NSU-Komplex, Rassismus und der Staat: Eine Gesellschaft der Vielen klagt an.
Film und Gespräch zum NSU und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“

Im Rahmen der jungle.world - Filmreihe zeigt die Cinémathèque den Film „6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU“. mit einer Einführung und anschließendem Gespräch mit Jane Viola Felber, Dozentin am Zentrum für Konfliktforschung in Marburg und Mitglied der NSU-Tribunal Regionalgruppe Sachsen.

Jane Viola Felber ist Mitglied der NSU-Tribunal Regionalgruppe Sachsen und war Teil des Theatertreffens "Unentdeckte Nachbarn", welches letzten November in Chemnitz und Zwickau anlässlich 5 Jahre NSU-Selbstenttarnung stattgefunden hat und mit dem Chemnitzer Friedenspreis 2017 ausgezeichnet wurde. Zurzeit ist sie als Dozentin am Zentrum für Konfliktforschung in Marburg tätig, wo sie ein Seminar zur Aufarbeitung der NSU-Verbrechen gibt. Zuvor hat sie für das Kulturbüro Sachsen e.V. im mobilen Beratungsteam gearbeitet und sich dort mit rassistischen Mobilisierungen und dem NSU-Komplex in Sachsen auseinandergesetzt.



Hinweis:
Vom 17. bis 21. Mai 2017 findet im Schauspiel Köln das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ statt: „An mehreren Tagen wird in unmittelbarer Nachbarschaft zur Keupstraße, einer der Tatorte des NSU, mit zahlreichen Workshops, Ausstellungen, Theater, Diskussionen, Filmen und Performance Lectures der NSU-Komplex aus einer Vielzahl von Perspektiven beleuchtet und untersucht. Es entsteht ein Forum, das die Betroffenen in den Mittelpunkt stellt und bei dem diese gemeinsam mit vielen solidarischen Menschen und Initiativen aus ganz Deutschland ihre Stimme erheben, eigene Erfahrungen schildern. Eine Gesellschaft der Vielen klagt an!“