6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU in der Cinémathèque Leipzig

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01.06. Samstag

19:00The Artist and the Pervert | mit Regiegespräch
22:00Greta

02.06. Sonntag

19:00The Artist and the Pervert | mit Regiegespräch
21:00Greta

05.06. Mittwoch

19:00The Artist and the Pervert | mit Regiegespräch
21:00Greta

06.06. Donnerstag

19:00Greta
21:00The Artist and the Pervert | mit Regiegespräch

07.06. Freitag

19:00Greta
21:00The Artist and the Pervert | mit Regiegespräch

11.06. Dienstag

19:00Anker der Liebe
21:30the hole in the ground

12.06. Mittwoch

19:00Anker der Liebe
21:30the hole in the ground

13.06. Donnerstag

19:00Luft zum Atmen – 40 Jahre Opposition bei Opel in Bochum
22:00the hole in the ground

18.06. Dienstag

19:00Luft zum Atmen – 40 Jahre Opposition bei Opel in Bochum
21:00the hole in the ground

19.06. Mittwoch

19:00Der zweite Anschlag
22:00the hole in the ground

20.06. Donnerstag

19:00Fuck Fame
21:00Anker der Liebe

21.06. Freitag

19:00Fuck Fame
21:00Anker der Liebe

22.06. Samstag

21:00Flashdance

23.06. Sonntag

21:30mid90s

24.06. Montag

19:00Back to the fatherland | mit Regiegespräch
22:00Fuck Fame

25.06. Dienstag

19:00Menashe
21:30Free Solo
22:00Fuck Fame

26.06. Mittwoch

19:00The Last Laugh | mit Regiegespräch
22:00Fuck Fame

27.06. Donnerstag

19:00Das melancholische Mädchen
21:00Die rote Linie
21:30Wir

28.06. Freitag

19:00The Royal Tenenbaums
21:30Gundermann
22:00Das melancholische Mädchen

29.06. Samstag

19:00Die rote Linie
21:30Das melancholische Mädchen

30.06. Sonntag

21:30Ramen Shop

Juni

FilmreiheBauhaus

 

 

MUSIC IN MOTION

Kurzfilm im Juni

Scribbledub
Ross Hogg
2014
3:00 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU
  • 21.05.2017
    die naTo
  • 22.05.2017
    die naTo
  • Sa 27.05. 21:30
    die naTo
  • So 28.05. 21:00
    die naTo
  • Mi 31.05. 19:30
    die naTo

6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU

BRD 2016, dt. OF, Dok, 77 min, Regie: Sobo Swobodnik

Format:DCP

Sprache: Deutsch
Language: German

Über fünf Jahre sind mittlerweile vergangenen seit der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Von wirklicher Aufklärung der rassistischen Mordserie ist bisher wenig zu sehen. Die Anklage stützt sich weiter auf die These, dass der NSU nur aus 3 Personen bestanden hätte, anstatt ihn als Teil bundesweiter Neonazi-Strukturen zu begreifen. Die Rolle des Staates und insbesondere des Verfassungsschutzes ist bis heute ungeklärt und wirft – nicht zuletzt durch umfangreiche Aktenvernichtungen – weiterhin viele Fragen auf. Auch die rassistisch geprägten Ermittlungen gegen die Betroffenen des rechten Terrors bis zum Auffliegen des NSU sind kaum Teil der Debatte, ebenso wenig der gesamtgesellschaftliche Rassismus, der es überhaupt erst möglich gemacht hat, dass eine neonazistische Terrorgruppe jahrelang MigrantInnen ermorden konnte, ohne dass dies als rassistische Gewalt erkannt wurde – obwohl die Angehörigen der Opfer schon früh darauf aufmerksam machten.

In dem Film „6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage. Die Morde des NSU“ nähert sich der Regisseur Sobo Swobodnik essayistisch in lyrischem Schwarz-weiß dieser unvergleichlichen rechtsextremistischen Mordserie ausschließlich mit Bildern der zehn Tatorte in einer visuellen kardiographischen Vermessung. Die Orte als stumme Zeugen der Anklage, der Reflexion und Erinnerung. Diese Bilder werden ergänzt von einer Textcollage, bestehend aus Zeitungsmeldungen, Ermittlungsprotokollen, Prozessaussagen, den Statements von Hinterbliebenen und Fachleuten.

Am 31.05 um 19.30 Uhr: Der NSU-Komplex, Rassismus und der Staat: Eine Gesellschaft der Vielen klagt an.
Film und Gespräch zum NSU und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“

Im Rahmen der jungle.world - Filmreihe zeigt die Cinémathèque den Film „6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU“. mit einer Einführung und anschließendem Gespräch mit Jane Viola Felber, Dozentin am Zentrum für Konfliktforschung in Marburg und Mitglied der NSU-Tribunal Regionalgruppe Sachsen.

Jane Viola Felber ist Mitglied der NSU-Tribunal Regionalgruppe Sachsen und war Teil des Theatertreffens "Unentdeckte Nachbarn", welches letzten November in Chemnitz und Zwickau anlässlich 5 Jahre NSU-Selbstenttarnung stattgefunden hat und mit dem Chemnitzer Friedenspreis 2017 ausgezeichnet wurde. Zurzeit ist sie als Dozentin am Zentrum für Konfliktforschung in Marburg tätig, wo sie ein Seminar zur Aufarbeitung der NSU-Verbrechen gibt. Zuvor hat sie für das Kulturbüro Sachsen e.V. im mobilen Beratungsteam gearbeitet und sich dort mit rassistischen Mobilisierungen und dem NSU-Komplex in Sachsen auseinandergesetzt.



Hinweis:
Vom 17. bis 21. Mai 2017 findet im Schauspiel Köln das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ statt: „An mehreren Tagen wird in unmittelbarer Nachbarschaft zur Keupstraße, einer der Tatorte des NSU, mit zahlreichen Workshops, Ausstellungen, Theater, Diskussionen, Filmen und Performance Lectures der NSU-Komplex aus einer Vielzahl von Perspektiven beleuchtet und untersucht. Es entsteht ein Forum, das die Betroffenen in den Mittelpunkt stellt und bei dem diese gemeinsam mit vielen solidarischen Menschen und Initiativen aus ganz Deutschland ihre Stimme erheben, eigene Erfahrungen schildern. Eine Gesellschaft der Vielen klagt an!“