6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU in der Cinémathèque Leipzig

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01.03. Freitag

19:30Die Frau des Nobelpreisträgers
22:00The Favourite

03.03. Sonntag

19:00Die Frau des Nobelpreisträgers
21:00The Favourite

04.03. Montag

19:30Die Frau des Nobelpreisträgers
22:00The Favourite

05.03. Dienstag

19:30The Favourite
22:00Die Frau des Nobelpreisträgers

06.03. Mittwoch

19:30The Favourite
22:00Die Frau des Nobelpreisträgers

08.03. Freitag

20:00Skate Kitchen
22:00Träum weiter

10.03. Sonntag

19:00Hi A.I.
21:00Träum weiter

11.03. Montag

20:00Hi A.I.
22:00Träum weiter

12.03. Dienstag

20:00Hi A.I.
22:00Träum weiter

13.03. Mittwoch

20:00Träum weiter
22:00Hi A.I.

14.03. Donnerstag

19:00The hate u give
21:30Green Book

19.03. Dienstag

19:00Green Book
21:30The hate u give

20.03. Mittwoch

19:00Green Book
21:30The hate u give

24.03. Sonntag

19:00Green Book
21:30The hate u give

26.03. Dienstag

19:00The hate u give
21:30Green Book

27.03. Mittwoch

09:30Das Tagebuch der Anne Frank
19:00The hate u give
21:30Green Book

28.03. Donnerstag

09:30Paddington 2
19:30Beale Street
22:00Träum weiter

29.03. Freitag

09:30Tschick

März

MUSIC IN MOTION

Kurzfilme im März


01.03. – 13.03.2019

Pink cuts Pink
Alma W. Bär
2016
1:54 min


14.03. – 28.03.2019

Tollo Muerte
Sanni Lahtinen
2008
2:48 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU
  • 21.05.2017
    die naTo
  • 22.05.2017
    die naTo
  • Sa 27.05. 21:30
    die naTo
  • So 28.05. 21:00
    die naTo
  • Mi 31.05. 19:30
    die naTo

6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU

BRD 2016, dt. OF, Dok, 77 min, Regie: Sobo Swobodnik

Format:DCP

Sprache: Deutsch
Language: German

Über fünf Jahre sind mittlerweile vergangenen seit der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Von wirklicher Aufklärung der rassistischen Mordserie ist bisher wenig zu sehen. Die Anklage stützt sich weiter auf die These, dass der NSU nur aus 3 Personen bestanden hätte, anstatt ihn als Teil bundesweiter Neonazi-Strukturen zu begreifen. Die Rolle des Staates und insbesondere des Verfassungsschutzes ist bis heute ungeklärt und wirft – nicht zuletzt durch umfangreiche Aktenvernichtungen – weiterhin viele Fragen auf. Auch die rassistisch geprägten Ermittlungen gegen die Betroffenen des rechten Terrors bis zum Auffliegen des NSU sind kaum Teil der Debatte, ebenso wenig der gesamtgesellschaftliche Rassismus, der es überhaupt erst möglich gemacht hat, dass eine neonazistische Terrorgruppe jahrelang MigrantInnen ermorden konnte, ohne dass dies als rassistische Gewalt erkannt wurde – obwohl die Angehörigen der Opfer schon früh darauf aufmerksam machten.

In dem Film „6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage. Die Morde des NSU“ nähert sich der Regisseur Sobo Swobodnik essayistisch in lyrischem Schwarz-weiß dieser unvergleichlichen rechtsextremistischen Mordserie ausschließlich mit Bildern der zehn Tatorte in einer visuellen kardiographischen Vermessung. Die Orte als stumme Zeugen der Anklage, der Reflexion und Erinnerung. Diese Bilder werden ergänzt von einer Textcollage, bestehend aus Zeitungsmeldungen, Ermittlungsprotokollen, Prozessaussagen, den Statements von Hinterbliebenen und Fachleuten.

Am 31.05 um 19.30 Uhr: Der NSU-Komplex, Rassismus und der Staat: Eine Gesellschaft der Vielen klagt an.
Film und Gespräch zum NSU und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“

Im Rahmen der jungle.world - Filmreihe zeigt die Cinémathèque den Film „6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU“. mit einer Einführung und anschließendem Gespräch mit Jane Viola Felber, Dozentin am Zentrum für Konfliktforschung in Marburg und Mitglied der NSU-Tribunal Regionalgruppe Sachsen.

Jane Viola Felber ist Mitglied der NSU-Tribunal Regionalgruppe Sachsen und war Teil des Theatertreffens "Unentdeckte Nachbarn", welches letzten November in Chemnitz und Zwickau anlässlich 5 Jahre NSU-Selbstenttarnung stattgefunden hat und mit dem Chemnitzer Friedenspreis 2017 ausgezeichnet wurde. Zurzeit ist sie als Dozentin am Zentrum für Konfliktforschung in Marburg tätig, wo sie ein Seminar zur Aufarbeitung der NSU-Verbrechen gibt. Zuvor hat sie für das Kulturbüro Sachsen e.V. im mobilen Beratungsteam gearbeitet und sich dort mit rassistischen Mobilisierungen und dem NSU-Komplex in Sachsen auseinandergesetzt.



Hinweis:
Vom 17. bis 21. Mai 2017 findet im Schauspiel Köln das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ statt: „An mehreren Tagen wird in unmittelbarer Nachbarschaft zur Keupstraße, einer der Tatorte des NSU, mit zahlreichen Workshops, Ausstellungen, Theater, Diskussionen, Filmen und Performance Lectures der NSU-Komplex aus einer Vielzahl von Perspektiven beleuchtet und untersucht. Es entsteht ein Forum, das die Betroffenen in den Mittelpunkt stellt und bei dem diese gemeinsam mit vielen solidarischen Menschen und Initiativen aus ganz Deutschland ihre Stimme erheben, eigene Erfahrungen schildern. Eine Gesellschaft der Vielen klagt an!“