6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU in der Cinémathèque Leipzig

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Programm April

Programm Mai

Vision Filmkunsthaus

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

Kurzfilme im April

01.04.-16.04.
UNSATISFYING
Parallel Studio

F 2016
1:17 min

 

17.04.-30.04.
IT'S ABOUT SPENDING TIME TOGETHER
Ainslie Henderson

GB 2012
3:33 min


vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Kurzfilme im Mai

01.05.-13.05.
WO IST JUSTIN?
Jens Rosemann, Peter Bauer

BRD 2012
4:10 min

 

14.05.-31.05.
UNICORN
Grace Nayoon Rhee

USA 2012
1:26 min


vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU

6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU

Deutschland 2016, dt. OF, Dok, 77 min, Regie: Sobo Swobodnik

Format:DCP

Sprache: Deutsch
Language: German

Über fünf Jahre sind mittlerweile vergangenen seit der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Von wirklicher Aufklärung der rassistischen Mordserie ist bisher wenig zu sehen. Die Anklage stützt sich weiter auf die These, dass der NSU nur aus 3 Personen bestanden hätte, anstatt ihn als Teil bundesweiter Neonazi-Strukturen zu begreifen. Die Rolle des Staates und insbesondere des Verfassungsschutzes ist bis heute ungeklärt und wirft – nicht zuletzt durch umfangreiche Aktenvernichtungen – weiterhin viele Fragen auf. Auch die rassistisch geprägten Ermittlungen gegen die Betroffenen des rechten Terrors bis zum Auffliegen des NSU sind kaum Teil der Debatte, ebenso wenig der gesamtgesellschaftliche Rassismus, der es überhaupt erst möglich gemacht hat, dass eine neonazistische Terrorgruppe jahrelang MigrantInnen ermorden konnte, ohne dass dies als rassistische Gewalt erkannt wurde – obwohl die Angehörigen der Opfer schon früh darauf aufmerksam machten.

In dem Film „6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage. Die Morde des NSU“ nähert sich der Regisseur Sobo Swobodnik essayistisch in lyrischem Schwarz-weiß dieser unvergleichlichen rechtsextremistischen Mordserie ausschließlich mit Bildern der zehn Tatorte in einer visuellen kardiographischen Vermessung. Die Orte als stumme Zeugen der Anklage, der Reflexion und Erinnerung. Diese Bilder werden ergänzt von einer Textcollage, bestehend aus Zeitungsmeldungen, Ermittlungsprotokollen, Prozessaussagen, den Statements von Hinterbliebenen und Fachleuten.

Am 31.05 um 19.30 Uhr: Der NSU-Komplex, Rassismus und der Staat: Eine Gesellschaft der Vielen klagt an.
Film und Gespräch zum NSU und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“

Im Rahmen der jungle.world - Filmreihe zeigt die Cinémathèque den Film „6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage. Die Morde des NSU“ mit einer Einführung und anschließendem Gespräch. Ein/e VertreterIn des NSU-Tribunals (angefragt) wird dabei über die Initiative und das Tribunal berichten. Moderiert wird die Veranstaltung von Thorsten Mense (Jungle World).


Hinweis:
Vom 17. bis 21. Mai 2017 findet im Schauspiel Köln das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ statt: „An mehreren Tagen wird in unmittelbarer Nachbarschaft zur Keupstraße, einer der Tatorte des NSU, mit zahlreichen Workshops, Ausstellungen, Theater, Diskussionen, Filmen und Performance Lectures der NSU-Komplex aus einer Vielzahl von Perspektiven beleuchtet und untersucht. Es entsteht ein Forum, das die Betroffenen in den Mittelpunkt stellt und bei dem diese gemeinsam mit vielen solidarischen Menschen und Initiativen aus ganz Deutschland ihre Stimme erheben, eigene Erfahrungen schildern. Eine Gesellschaft der Vielen klagt an!“


Weitere Informationen zu 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU

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