Remake, Remix, Rip-Off in der Cinémathèque Leipzig

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01.08. Dienstag

20:00Innen Leben
21:30Moonlight
22:00Deportation Class

02.08. Mittwoch

20:00Innen Leben
22:00Deportation Class

03.08. Donnerstag

19:30Loving
21:30Florence Foster Jenkins
22:00Sun Ra - Space is the Place

04.08. Freitag

19:30Loving
21:30Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
22:00Sun Ra - Space is the Place

05.08. Samstag

19:30Loving
22:00Sun Ra - Space is the Place

06.08. Sonntag

19:00Sun Ra - Space is the Place
21:30Moonlight
21:30Loving

07.08. Montag

20:00Sun Ra - Space is the Place
21:45Loving

08.08. Dienstag

20:00Sun Ra - Space is the Place
21:30Berlin Rebel High School
21:45Loving

10.08. Donnerstag

20:00Wo die wilden Menschen jagen
21:30Florence Foster Jenkins
22:00Life, Animated

11.08. Freitag

20:00Wo die wilden Menschen jagen
21:30Moonlight
22:00Life, Animated

12.08. Samstag

21:30Citizen Kane

13.08. Sonntag

19:00Wo die wilden Menschen jagen
21:00Life, Animated
21:30Berlin Rebel High School

15.08. Dienstag

20:00Life, Animated
21:30Do Not Resist - Police 3.0
22:00Wo die wilden Menschen jagen

17.08. Donnerstag

21:30Florence Foster Jenkins

18.08. Freitag

21:30Fällt aus! +++Cheyenne - This must be the place

19.08. Samstag

20:00Kommunion
21:30Tiger Girl
22:00Wo die wilden Menschen jagen

20.08. Sonntag

19:00Kommunion
20:30Wo die wilden Menschen jagen
21:30Do Not Resist - Police 3.0

21.08. Montag

19:30Life, Animated
22:15Kommunion

22.08. Dienstag

19:30Be my Baby
21:30Tiger Girl

24.08. Donnerstag

21:30Do Not Resist - Police 3.0

27.08. Sonntag

11:00Peterchens Mondfahrt

28.08. Montag

20:00Life, Animated
22:00Kommunion

29.08. Dienstag

19:30Louisa
21:30Girl Power
22:00Kommunion

31.08. Donnerstag

21:30Tiger Girl

Programm August

Bild Programm September

2cl Sommerkino

stark behindert bild

Anzeige Off Europa

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

Kurzfilme im August

01.08.-10.08.
LITTLE BUNNY
Victoria Vincent

USA 2016
1:20 min

11.08.-29.08.
OUR WONDERFUL NATURE - THE COMMON CHAMELEON
Tomer Eshed

BRD 2016
3:33 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Remake, Remix, Rip-Off Remake, Remix, Rip-Off
  • Do 27.04. 19:30
    die naTo

Remake, Remix, Rip-Off

Türkei: Zensur und Widerstand

Türkei/BRD 2016, OmU, Dok, 96 min, Regie: Cem Kaya

Format:DCP

Sprache: Türkisch mit deutschen Untertiteln
Language: Turkish with german subtitles

Im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur Cem Kaya über die ambivalente Geschichte der türkischen Filmindustrie und ihre Akteur*innen.

Am 16. April 2017 haben der amtierende Präsident und die AKP mit knapper Mehrheit das Referendum über die Verfassungsänderung in der Türkei für sich entschieden. Zu befürchten ist, dass dies die Machtbasis des Präsidenten so sehr vergrößert, dass er ohne jede demokratische Legitimation autoritär und ohne Rücksicht auf abweichende Meinungen regieren kann. Bereits der unfaire Wahlkampf, die Einschüchterungen und Verhaftungswellen haben gezeigt, welche Folgen diese aktuellen Entwicklungen noch haben können. Das Ergebnis ist dennoch denkbar knapp ausgefallen und zeigt einmal mehr, welches Widerstandspotential vor allem in den großen Städten und unter der großen ethnischen Minderheit, den Kurd*innen, trotz aller Schikanen, Manipulationen und Menschenrechtsverletzungen immer noch vorhanden ist.

Die Reihe Türkei: Zensur und Widerstand widmet sich in unregelmäßigen Abständen der Geschichte und Gegenwart der Türkei und den historischen Kontinuitäten politischer Einflussnahme auf unterschiedliche Lebensbereiche.

Den Auftakt bildet der Dokumentarfilm REMAKE, REMIX, RIP-OFF von Cem Kaya: Die türkische Filmindustrie „Yeşilçam“ gehörte in den 60er und 70er Jahren mit bis zu 350 „Neu“-Erscheinungen pro Jahr zu den produktivsten der Welt und das, obwohl es weder Filmschulen noch angemessene Ausrüstung gab und die gesamte Branche einer strengen Zensur-Behörde unterstand. Mit der amerikanischen und europäischen Konkurrenz konnte man eigentlich nicht mithalten und deswegen gingen die wenigen Regisseure und Drehbuchautoren auf eigene Weise kreativ-imitierend mit den großen Hollywood- Vorbildern um: Ob „Der Exorzist“, „Star Wars“ oder „Rambo“, es wurde kaum ein Hit ausgelassen, der nicht einem Remake unterzogen, kopiert und auf den Geschmack des Publikums angepasst wurde. Neben einer Handvoll Autorenfilme entstanden so türkische Superheldenfilme, pseudo-historische Sandalenschmonzetten, türkische Thriller, anatolische Western, Komödien und schließlich Hardcore-Pornos. In einer Zeit, die global und lokal durch den Kalten Krieg, Studierendenproteste, politische Unruhen und Zensur definiert wurde, versuchten die (ausschließlich männlichen) Regisseure von Yeşilçam, die Kluft zwischen kommerziellen Produktionen und ihren eigenen künstlerischen zu schließen. Mit dem Aufkommen des Fernsehens Mitte der 70er Jahre und dem Militärputsch 1980 begann der Niedergang Yeşilçams. Viele sozialkritische Filme wurden beschlagnahmt und zerstört. Bis heute werden Filme von Regisseuren wie Yılmaz Güney nicht öffentlich gezeigt. Trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung war der Abriss des ältesten Kinos in Istanbul im Jahr 2013, nur wenige Wochen vor Beginn der Gezi-Proteste.
Der Film gibt einen Einblick in die historischen Kontinuitäten politischer Einflussnahme auf die Filmproduktion der Türkei. Die politische Kontrolle über die Filminhalte und der ökonomische Druck haben die Arbeit der Filmschaffenden in der Türkei über die Zeit hinweg maßgeblich beeinflusst.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.

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