Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

    ZwischenlandTussenland

    Leipzig-Premiere

    Niederlande 2001, OmU, 84 min, Regie: Eugenie Jansen
    mit Jan Munter, John Kon Kelei, Willem Smit

    In ZWISCHENLAND (Tussenland) kreuzen sich die Wege zweier entwurzelter Menschen: Majok, ein junger illegaler Immigrant aus dem Sudan und Jakob, ein älterer zurückgezogen lebender Kriegsveteran. Majok sucht zwar gelegentlich den Kontakt mit seinen Landsleuten in einem örtlichen Zentrum für Asylbewerber, aber nur unter den Kühen in der weiten offenen Ebene einer niederländischen Weide fühlt er sich wohl und ungezwungen, da sie ihn an seine Heimat erinnern. Er schläft draußen auf einer Bank hinter dem Haus des alten Mannes. Jakob ist ein 80jähriger Witwer, dessen üble Laune einzig und allein von seinem alten Freund Koos toleriert wird. Desillusioniert vom Leben, wütend auf jeden und die gesamte Welt verbringt er seine Tage in Einsamkeit. Trotz ihrer oberflächlich erscheinenden Unterschiede fangen der halsstarrige Junge und der störrische alte Mann an, sich selbst in dem Anderen wiederzuerkennen. Beide tragen ihre Vergangenheit wie eine schwere Last in sich. Jakob hat es weder geschafft, den Tod seiner Frau zu überwinden, noch seine Kriegserfahrungen in den holländischen Kolonien in Ostindien (dem heutigen Indonesien) zu verarbeiten. Seine einzige Tochter emigrierte nach Australien und der Kontakt besteht lediglich aus einer alljährlichen besprochenen Kassette zu Jakobs Geburtstag. Majoks Last ist "der vergessene Krieg" in seinem Vaterland und das Heimweh nach seinem Geburtsort und den Menschen, die er zurücklassen musste. Ihre Begegnung gibt ihnen die nötige Stärke um ihre Vergangenheit zu bewältigen, und diese sehr ungewöhnliche Freundschaft ermöglicht es beiden einen neuen Blick auf ihre Zukunft zu werfen.
    Nach einem Drehbuch von Helena van der Meulen, Dialoge: Niederländisch + Sudanesisch mit deutschen Untertiteln.

    Cinebiz:
    Der junge sudanesische Flüchtling Majok hofft in den Niederlanden einen sicheren Ort zu finden. Er traut sich nicht bei den Behörden zu melden. Der 80-jährige mürrische Jakob, enttäuscht von der Welt und den Menschen, bleibt lieber alleine. Aus einem zufälligen Zusammentreffen der beiden grundsätzlich verschiedenen Menschen erwächst langsam eine Freundschaft.

    Das Rotterdam 2002 mit dem Tiger Award ausgezeichnete Spielfilmdebüt der niederländischen Regisseurin Eugenie Janssen porträtiert die Beziehung zwischen einem jungen sudanesischen Flüchtling und einem mürrischen alten Niederländer. Janssen beobachtet ihre überzeugenden Schauspieler mit beinahe dokumentarischen Blick und schildert den kulturellen Konflikt mit großer Wahrhaftigkeit.