Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

The Mission The Mission
  • Do 25.01. 22:00
    die naTo
  • Fr 26.01. 22:00
    die naTo
  • Sa 27.01. 22:00
    die naTo
  • Mo 29.01. 22:00
    die naTo
  • Di 30.01. 22:00
    die naTo

The Mission

China/HongKong 1999, OmU, 81 min, Regie: Johnnie To
mit Anthony Wong, Francis Ng, Roy Cheung

Fünf Killer werden beauftragt, den Verantwortlichen für einen Mordanschlag auf den Triadenboß Lung aufzuspüren: Roy, der örtliche Boß der Unterwelt; Shin, ein gefürchteter Berufskiller; sowie Curtis, Mike und James, die sich aus dem Triadenleben zurückgezogen haben. Als Lungs Leibwächter müssen sie jeden Auftrag ausführen, auch wenn sie dabei selbst ums Leben kommen. Die Spannung, die Gefahr aber auch die Langeweile, die mit ihrem Job verbunden ist - Waffen putzen, warten, beschützen, warten und noch mehr warten - bringt die fünf Männer einander näher. Dann aber wird ihre Freundschaft auf eine Probe gestellt: Triadenboß Lung beauftragt Curtis, Shin zu ermorden, weil dieser ein Verhältnis mit seiner Frau hat...
Ganz in der Tradition der Gangsterfilme Hong Kongs versucht Johnnie To aber, neben stilisierten Actionszenen auch Charakterportraits zu zeichnen. Ungewöhnlich auch, daß sich der Blick nicht auf den Triadenboß sondern auf die - sonst üblicherweise zur bloßen Staffage degradierten - Bodyguards konzentriert. Die fünf Hauptdarsteller agieren völlig gleichberechtigt nebeneinander, wodurch To mit der Konvention bricht, daß sich Gangsterfilme in Hongkong meist auf zwei Gegenspieler, wie in z.B. in RUNNING OUT OF TIME, konzentrieren.
Ganz im Stile von Akira Kurosawa sind die Action-Sequenzen sehr statisch inszeniert. Viele Szenen sind in extremer Dunkelheit aufgenommen. Innerhalb dieser strengen Choreographie ist keine Einstellung zu viel, die Spannung bildet sich oft alleine durch die kunstvolle Anordnung der Protagonisten im Raum. In der Klarheit und Reduziertheit der Inszenierung zeigt sich Tos Meisterschaft.
Der Regisseur über seinen Film: "Früher habe ich die Kamera viel bewegt, wenn ich Schießereien aufnehmen wollte, dieses Mal versuchte ich, den Rhythmus der Actionszenen in Standfotos einzufangen."

Lief zuletzt im Januar 2001