Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 heute morgen 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • Do 19.10. 20:00
    die naTo
  • So 22.10. 20:00
    die naTo
  • Mo 23.10. 20:00
    die naTo
  • Di 24.10. 20:00
    die naTo
  • Mi 25.10. 20:00
    die naTo

Stimmen der ZeitVoci nel tempo

Italien 1996, ohne Dialog, 87 min, Regie: Franco Piavoli
mit Einwohner von Castellaro/Provinz Mantua

Ein ungewöhnliches Filmgedicht von einzigartiger Schönheit, ein poetischer Kosmos aus Bildern und Tönen über den Rhythmus des Lebens und der Natur - ohne Dialoge, ohne "Story" im traditionellen Sinn. Die Handlung ist hier der Strom des Lebens selbst, festgehalten von der Kamera in dem kleinen Dorf Castellaro in der Provinz Mantua. Regisseur Franco Piavoli machte die Dorfbewohner zu kollektiven Darstellern, bat sie um etwas sehr Einfaches, doch zugleich Mutiges: Sich selbst zu spielen, die Kamera zu vergessen, ihr zu erlauben, auf den Feldern, in den Straßen und den Wohnungen Eindrücke zu sammeln.
So verfolgt der Zuschauer auf einer Ebene den Lauf des menschlichen Lebens: Kindheit, Jugend, Reifezeit, Alter. Auf einer zweiten wechseln die Jahreszeiten miteinander ab: Frühling-Sommer-Herbst-Winter. Beide Zyklen entwickeln sich bruchlos. Kinderspiele an einem leuchtenden Frühlingstag, Flirts, Lebensfreude und erste Enttäuschungen, Liebe, Hochzeit. In den Erwachsenen erwacht die Sehnsucht nach der vergangenen Jugend. Straßengespräche an einem heißen Juniabend, aber auch die Einsamkeit vor dem Fernseher. Das Gesicht eines Bauern, von tiefen Runzeln durchzogen. Dann das Erwachen der Herbstlandschaft. Der Fluß zieht langsam und unaufhaltsam dahin wie das Boot, das in ein jenseitiges Reich hinüberzugleiten scheint. Die Zeit der Reife und des Abschieds, der Lieder. Aber wieder stehen Kinder bereit zum Spiel auf dem zugefrorenen See, als der Winter einbricht; ihre unbeschwerten Stimmen verlieren sich in der Zeit.

Lief zuletzt im Oktober 2000