Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Inkotanyi
  • 3.11.2017
    die naTo

Inkotanyi

DOK Leipzig 2017

125 min

Inkotanyi
R: Christophe Cotteret, Belgium/France 2017, Dok, 125 min, OV with English subtitles

“Inkotana” is a verb in the Bantu language Kinyarwanda. It means to fight without delay, never to give up. The official name of the Inkotanyi is: Rwandan Patriotic Front (RPF). Ever since they ended the historically unprecedented genocide in 1994 with a guerrilla war – within 100 days, 1 million Tutsi were killed by Hutu extremists assisted by the population – they have been ruling the country under their close-lipped president Paul Kagame. The film reviews the history of the Inkotanyi in six chapters: from the historic background of the pogroms against the Tutsi, the time of exile and the founding of the RPF in the 1980s to the invasion of Rwanda in 1990 and the four-year civil war through to Kagame’s rule which was attended by counter-violence and oppression throughout. Archive material and interviews with high-ranking military officers and soldiers of the RPF, with journalists, historians and president Kagame form an image of “the best trained and most disciplined rebellion of the African continent”, as director Christophe Cotteret calls it. Last but not least, the film takes a look at colonial continuities in post-colonialism, apparent, for example, in the French support for the dictatorial Habyarimana regime.

„Inkotana“ ist ein Verb in der Bantusprache Kinyarwanda. Es bedeutet, ohne Aufschub zu kämpfen, nie aufzugeben. Der offizielle Name für die Inkotanyi lautet: Ruandische Patriotische Front (RPF). Seit sie im Jahr 1994 den historisch beispiellosen Genozid mit einem Guerillakrieg beendete – 1 Million Tutsi wurden in 100 Tagen unter Beihilfe der Bevölkerung von Hutu-Extremisten ermordet – , regiert sie unter dem verschwiegenen Staatspräsidenten Paul Kagame das Land. In sechs Kapiteln schreitet der Film die Geschichte der Inkotanyi ab: von den historischen Hintergründen der Pogrome gegen die Tutsi, der Zeit des Exils und der Gründung der RPF in den 1980er Jahren über die Invasion Ruandas 1990 und den vierjährigen Bürgerkrieg bis hin zu der von Gegengewalt und Unterdrückung begleiteten Regentschaft Kagames. Archivmaterial und Interviews mit hochrangigen Armeeangehörigen und Soldaten der RPF, mit Journalisten, Historikern sowie dem ruandischen Präsidenten Kagame formieren das Bild der „am besten ausgebildeten und diszipliniertesten Rebellion des afrikanischen Kontinents“, wie sie Regisseur Christophe Cotteret nennt. Nicht zuletzt wirft der Film einen Blick auf die kolonialen Kontinuitäten im Post-Kolonialismus, wie sie etwa in Frankreichs Unterstützung des diktatorischen Habyarimana-Regimes sichtbar wurden.


---Esther Buss

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Lief zuletzt im November 2017