Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Soviet Hippies Soviet Hippies
  • 2.11.2017
    die naTo

Soviet Hippies

DOK Leipzig 2017

75 min

Soviet Hippies
R: Terje Toomistu, Estonia/Germany/Finland 2017, Doc, 75 min, OV with English subtitles

A life between Lenin and Lennon. The clash between utopias of freedom and utopias of community. Life as a hippie in the Soviet Union was dangerous – no wonder, considering that the flower children were especially hardened criminals. Just imagine: up to ten phone booths per day were looted in Tallinn alone to tune their electric guitars with the valuable electronic parts. Guitar raid! Drugs, rock’n’roll, long hair, naked bodies, sex, peace, psychedelic art, meditation, Batik shirts, shaggy beards. The Estonian director Terje Toomistu uses a wide and abundant variety of archive material to trace a lifestyle that marked not only the American 1970s but also proliferated in the metropolises of the Soviet Union, even if nobody there understood exactly what the Beatles were actually singing. And today, 40 years later? Some of the Soviet hippies are now old Soviet hippies. The Vietnam War is over – today it’s the Ukraine War. The KGB has ceased to exist – today Putin is in power. And some things are exactly like they used to be: peace, joy, Batik, beards.

Ein Leben zwischen Lenin und Lennon. Die Kollision der Freiheitsutopien, der Gemeinschaftsutopien. In der Sowjetunion lebte man gefährlich als Hippie – kein Wunder, schließlich waren die Blumenkinder ganz besonders kriminell. Man stelle sich vor: Bis zu zehn Telefonzellen am Tag wurden allein in Tallinn geplündert, um mit der wertvollen Elektronik die E-Gitarren aufzumotzen. Gitarrenrazzia! Drugs, Rock ’n’ Roll, lange Mähnen, nackte Leiber, Sex, Friede, psychedelische Kunst, Meditation, Batikhemden, Zauselbärte. Mit einem üppigen Aufgebot an verschiedensten Archivmaterialien spürt die estnische Regisseurin Terje Toomistu einem Lebensgefühl nach, das nicht nur die amerikanischen 1970er Jahre prägte, sondern auch in den Metropolen der Sowjetunion wucherte – selbst wenn man dort gar nicht so genau wusste, wovon die Beatles eigentlich sangen. Und heute, 40 Jahre später? Einige der Sowjet-Hippies sind mittlerweile Sowjet-Althippies. Der Vietnamkrieg ist vorbei – heute herrscht der Ukrainekrieg. Der KGB existiert nicht mehr – heute sitzt Putin an der Macht. Und einiges blieb genau so, wie es war: Friede, Freude, Batik, Bärte.

---Lukas Stern

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Lief zuletzt im November 2017