Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Shoah und Pin-Ups Shoah und Pin-Ups
  • Di 20.06. 19:30
    die naTo

Shoah und Pin-UpsDer NO!artist Boris Lurie

Cinema Schalom - Im Rahmen der jüdischen Woche in Leipzig

USA/BRD 2006, OmU, Dok, 90 min, Regie: Reinhild Dettmer-Finke, Matthias Reichelt

Format:MPEG 4

Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln
Language: English with german subtitles

+++English version below+++

Der 2008 verstorbene New-Yorker NO!-Artist Boris Lurie bringt in seiner Kunst zusammen, was nicht zusammen gehören darf: Die Vergasten und die Nackten, die Shoah und die Pin-ups.
Seine Collagen konfrontieren die Betrachter*innen damit, wie fragwürdig die Shoah von der Gesellschaft rezipiert wird, und sie provozieren. Lurie verbindet den Ekel gegen eine Menschheit, die zu millionenfacher Vertreibung und Massenmord fähig war, mit dem Abscheu vor einem selbstgefälligen Kunstbetrieb, der mehr am finanziellen Gewinn als an der künstlerischen Aussage interessiert ist. Seine Kunst und Literatur sind Ausdruck der am eigenen Leib erfahrenen Shoah: Kindheit in einer deutschsprachigen jüdischen Familie in Riga. Jugend im Rigaer Getto und in drei KZs. Ab 1946 New Yorker, Weltbürger und Heimatloser.
Boris Luries NO! ist Programm: NO! zu den Erwartungen des Kunstmarktes. NO! zur bürgerlichen Wohlanständigkeit! NO! zur erwarteten Opfermentalität.
Ein Film über die zeitlos aktuellen Fragen des Erinnerns und des künstlerischen Umgangs insbesondere mit der Shoah.

Mit einem einführenden Vortrag unter dem Titel "NO! pictures. Visualisierungen des Holocaust in der bildenden Kunst" und einem Büchertisch von Sebastian Paul, Diplom-Pädagoge und Künstler.

SHOAH and PIN-UPS is a film about breaking a taboo. In his art the 80-year old New York NO! Artist, Boris Lurie, brings together what doesn’t belong together: the gassed corpses and the naked, the Shoah and pin-ups. It’s not perverted art, but a comment on a perverted society, says Lurie, and he draws a line from the Shoah to the war in Iraq. And he would have so liked to have painted comfortable, comforting things, like the Impressionists did. But something kept him from doing that. And that something is what this film searches.
The search takes us via Riga and Buchenwald to the New York of the 50s and 60s, when NO! Art developed as an obstinate reaction to Pop Art. Boris Lurie’s NO! is his motto: NO! to the expectations of the art market. NO! to bourgeois decorum! NO! to victim mentality.
A film about the timeless timely questions of remembering and about coping with the extermination of the Jews through art.


Weitere Informationen zu Shoah und Pin-Ups

Lief zuletzt im Juni 2017