Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Blackmail Blackmail
  • Fr 30.12. 18:00
    Grassi

Blackmail

Kinoorgel live im GRASSI

Großbritannien 1929, OmdtU, Stummfilm, 85 min, Regie: Alfred Hitchcock

Format:mpeg 2

Alice White ist eine lebenslustige junge Frau und wie es sich für eine echte Hitchcockheldin gehört, trägt sie ihre Haare blondiert. Frank, ihr Verlobter, ist solide, aber gelegentlich dümmer als die Polizei erlaubt und das obwohl er bei Scotland Yard arbeitet. Nach einem Streit trifft sich Alice mit einem anderen Mann. Als dieser ihr zu nahe kommt, ersticht sie ihn aus Notwehr und flieht. Wie es das Drehbuch so will, soll nun Frank in dem Mordfall ermitteln. Als er Alices Spuren entdeckt, versucht er sie zu vertuschen. Doch dann meldet sich ein Zeuge und erpresst Alice.

Blackmail wurde zunächst als Stummfilm gedreht. Die Filmproduzenten entschieden jedoch während der laufenden Produktion vom Kassenerfolg des Jazzsingers zu profitieren und aus Hitchcocks Thriller den ersten britischen Tonfilm zu machen. Daher baten sie ihn den letzten Akt mittels neuer Tontechnik zu drehen. Hitchcock widerstand den Vorgaben und drehte zwei Versionen. Formalästhetisch sind beide Fassungen gelungen und bieten fesselnde Unterhaltung. Die bekanntere Tonfilmversion experimentiert mit Sound und setzt, etwa in der Brotmessersequenz, auf die schrille Stimme einer Nebenfigur. Die rare Stummfilmfassung zeugt von der Liebe zum bewegten Bild und wartet, nicht zuletzt dank eines mikrofonfreien Sets, mit experimenteller Film- und, im Falle von Anny Ondra, auch mit der besseren Schauspielkunst auf. Die zeitgenössischen britischen Kinogänger folgten im Übrigen nicht dem Werbespruch „See and Hear It - Our Mother Tongue As It Should Be Spoken“ sondern bevorzugten von Blackmail die Stummfilmversion mit Zwischentiteln. (Claudia Cornelius)

Eine Kooperation vom GRASSI Museum für Musikinstrumente mit der Cinémathèque Leipzig. An der einzigen in Mitteldeutschland existierenden und noch spieltüchtigen Welteorgel begleitet Clemens Lucke den Film. Mit Einführungen zum Musikinstrument von Philipp Hosbach und in den Film von Claudia Cornelius. Es besteht die Möglichkeit Luups-Gutscheine für diese Veranstaltung von Kinoorgel live einzulösen.

Die Veranstaltungsreihe Kinoorgel live findet im Großen Vortragsaal des GRASSI Museum Leipzig statt.

Kinoorgel live-Eintrittspreise: 10,00 € / 8,00 € (ermäßigt) / 20,00 € (Familienkarte) / 6,00 € p.P. (Gruppenkarte ab 8 Personen) / 3,00 € (Kinder im Alter von 4 - 16 Jahren und Leipzig-Pass)

Lief zuletzt im Dezember 2016