Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Der Ost-Komplex Der Ost-Komplex
  • 5.02.2017
    die naTo
  • 8.02.2017
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  • 12.02.2017
    die naTo
  • 13.02.2017
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  • 14.02.2017
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Der Ost-KomplexThe GDR-Compex

BRD 2016, dt. OF mit engl. UT, Dok, 94 min, Regie: Jochen Hick

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Language: German with english subtitles

+++English version below+++

Ein Por­trät über den schwulen CDU-Politiker Mario Röllig, der sich mit großem Engagement für die Erinnerung an die Verfolgung von Regimegegnern in der DDR einsetzt.

Im dem neuen Dokumentarfilm von Jochen Hick ('DDR unterm Regenbogen', 'Out in Ost-Berlin') steht das individuelle Schicksal des Stasi-Opfers Mario Rölligim Vordergrund. Der Film begleitet den Zeitzeugen zu seinen Eltern, zu den Stationen seiner Flucht und seiner Inhaftierung. Röllig wurde 1987 wegen versuchter Republikflucht festgenommen und 1988 von der BRD freigekauft. Heute hält er regelmäßig Vorträge vor Schulklassen und gibt Führungen im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin Hohenschönhausen.
Der Film verdeutlicht, wie die Repressions- und Hafterfahrung das Leben von Mario Röllig auch noch dreißig Jahre später fast vollständig bestimmen. Dabei gelingt es dem Regisseur, den Protagonisten mit einem klugen und neutralen Blick zu begleiten. Bei den verbalen Konfrontationen mit Rölligs Gegnern, die ihm gezielte Geschichtsverfälschung vorwerfen, wird deutlich, dass der Streit über die Rolle der DDR in der Geschichte auch heute noch oftmals oberflächlich geführt wird und mit starken individuellen Traumata belastet ist. Wie funktionieren Zuhören, Gespräch, Verständigung, Streit und Konfrontation auf dem Minenfeld deutsch-deutscher Geschichtsaufarbeitung? Und was macht dies mit einem Menschen wie Röllig, der seine für ihn traumatisierende Geschichte bereits mehr als tausend Mal vorgetragen hat? Und welchen persönlichen oder sozialen Gewinn bezieht Röllig für sich daraus?

Der Regisseur und Produzent Jochen Hick wird am 8. Februar ab 19 Uhr persönlich zu Gast sein und über seinen Dokumentarfilm sprechen.

Even now, twenty-five years after German reunification, historians are still debating whether the GDR was an illegitimate state. In his current work, Jochen Hick tells the story of ex-GDR citizen Mario Röllig. Hick accompanies him as he visits his parents and his former colleagues but also the sites of his attempted flight from the GDR and his incarceration. Röllig was arrested in Hungary in 1987 for attempting
to flee the German Democratic Republic; in 1988 the Federal Republic of Germany purchased his freedom. Today he regularly talks about his experiences in schools; he also volunteers as a guide at the former Stasi prison in Hohenschönhausen in Berlin that is now a memorial. Hick stays close to his subject at all times but remains neutral, instead observing and asking questions from behind the camera. In confrontations with GDR-sympathisers Rölling is accused of distorting history and it becomes abundantly clear that the battle to have the last word on how the history of the GDR should be interpreted is riddled with taboos and fraught with individual traumas.

Lief zuletzt im Februar 2017