Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Krieg und Spiele Krieg und Spiele
  • 11.09.2016
    die naTo
  • 12.09.2016
    die naTo
  • 13.09.2016
    die naTo
  • 15.09.2016
    die naTo
  • Di 20.09. 22:00
    die naTo
  • Fr 23.09. 22:15
    die naTo

Krieg und Spiele

BRD 2016, OmU, Dok, 90 min, Regie: Karin Jurschick

Format:DCP

mit deutschen Untertiteln with german subtitles

Spannender und zugleich verstörender Dokumentarfilm über moderne Kriegstechnologie und wie sie das Verhältnis von Mensch zu Technik verändert. Zugleich zeigt der Film, dass durch den technischen Fortschritt Kategorien wie Schuld und Moral neu diskutiert werden müssen.

Was haben Dietrich Oepke (einst Modellflugmeister der DDR), Dave Anthony (Entwickler von „Call of Duty“) und James Gimzewski (Professor für Nano-Architektur) gemeinsam? Sie sind Spieler. Konkret oder virtuell, mit Quadrocoptern, futuristischen Waffen oder künstlicher Intelligenz spielen sie mit den menschlichen und technischen Möglichkeiten moderner Kriegsführung. Doch wie real sind ihre Zukunftsvisionen? Und wie bedrohlich? Die unbemannten Kriegsroboter der Zukunft sind perfekte Maschinen, die im Wasser, an Land und in der Luft die Bewegung jeder Maus und jedes Menschen erfassen. Und sie können töten. Autonom. Diese technische Entwicklung verändert jetzt schon die Kriege und unsere Vorstellungen von Ethik und Moral. Und die Stellung der Menschen in der Welt, die zunehmend technisiert wird. Bringt uns die neue, aus der Ferne steuerbare Kriegstechnologie Aufklärung und Sicherheit, wie es die herstellende Industrie und die Regierungen versprechen? Oder macht sie die Dystopie eines totalen Überwachungsstaates möglich, der Herrschaft der Technik über die Menschheit? Und was ist mit denen da unten, den Menschen im Fadenkreuz? Was passiert mit dem Begriff der Schuld, wenn Maschinen autonom töten? Wer ist verantwortlich, wenn sie einen Fehler machen?

KRIEG UND SPIELE geht diesen Fragen in Israel, den USA und Deutschland nach und eröffnet mit dokumentarischen Beobachtungen, unveröffentlichtem Filmmaterial und zahlreichen ProtagonistInnen neue Perspektiven auf diese komplexe Thematik. Die Filmemacherin bewegt sich in Parallelwelten: in Laboren der Militärs ebenso wie in„Think Tanks“, in denen Philosophen, Ethiker, Historiker und Militärwissenschaftler über Möglichkeiten und Moral der neuen Kriegswaffen diskutieren. Bei ComputerspielerInnen, die ihren Körper und ihre Fähigkeiten virtuell und gefahrlos zu erweitern und bei AusbilderInnen, die darin unterrichten, Bilder zu lesen, die weit entfernt entstanden sind, um dann am Rechner tödliche Entscheidungen zu treffen.

Lief zuletzt im September 2016