Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 heute morgen 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Mittagssonne Mittagssonne
  • 4.07.2016
    die naTo
  • 5.07.2016
    die naTo
  • 8.07.2016
    die naTo
  • 9.07.2016
    die naTo
  • 13.07.2016
    die naTo
  • Do 14.07. 22:00
    die naTo
  • Fr 15.07. 22:00
    die naTo

MittagssonneZvizdan

Kroatien/Slowenien/Serbien 2015, OmU, 119 min, Regie: Dalibor Matanić
mit Tihana Lazović, Goran Marković, Nives Ivanković
Format:DCP

Sprache: Kroatisch,Serbisch mit deutschen Untertiteln
Language: Croatian,Serbian with german subtitles

Zvizdan („Mittagssonne“) ist ein Film über Liebe - über Liebe vor dem Hintergrund eines Krieges, über verbotene Liebe, und der ihr immanenten Kreativität und Destruktivität. In drei nicht zusammenhängenden Episoden kämpft ein Paar um das Über- und Erleben ihrer emotionalen Verbundenheit in Zeiten von Krieg und dessen nachhaltigen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Die drei Episoden beleuchten je eine Liebesgeschichte, die sich in drei aufeinanderfolgenden Jahrzehnten - vom Ausbruch des Krieges auf dem Balkan 1991 bis in die jüngere Gegenwart des Jahres 2011 - in zwei von einer langen Geschichte gegenseitigen Hasses geprägten Nachbardörfern abspielt. Die ProtagonistInnen der jeweiligen Zeit, in jeder Episode von den gleichen SchauspielerInnen verkörpert, eint, dass ihre Liaison eine verbotene, von der Gesellschaft und engstem Umkreis nicht akzeptierte serbisch-kroatische Beziehung ist. Alle drei Geschichten nehmen einen anderen Verlauf, sehen sich unterschiedlichen Herausforderungen ausgesetzt: Der Beginn des Krieges, die frischen Wunden nach Kriegsende und die nachhaltigen Auswirkungen auf die jüngere Gegenwart. Ob die Liebe es schafft, die Wunden zu heilen und Grenzen zu überwinden, bleibt dem Publikum selbst überlassen.

Regisseur Dalibor Matanić gelingt es, mit Zvizdan einen kraftvollen, poetischen Liebesfilm zu schaffen, dessen Fragen sich sicherlich nicht nur an den Konflikt in Kroatien stellen lassen. Der Film ergreift dabei zu keiner Zeit Partei für eine Gruppe des Konflikts, als kroatisch-serbisch-slowenische Koproduktion versucht er vielmehr selbst alte Fronten aufzubrechen. „Auf dem Balkan scheint eine Art Code des Hasses und der Intoleranz zu existieren. Davon hatte ich die Nase voll“, so der Regisseur. Mit dem Film leistete Dalibor Matanić zugleich den ersten Beitrag Kroatiens bei den Filmfestspielen in Cannes 2015 seit der Unabhängigkeit 1991, und erhielt dort in der Nebenreihe „Un certain regard“ den Jurypreis.

Lief zuletzt im Juli 2016