Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

For Being Alive – Punk from Wrocław For Being Alive – Punk from Wrocław
  • 6.07.2016
    die naTo

For Being Alive – Punk from WrocławZa to, że żyjemy, czyli punk z Wrocka

filmPOLSKA reloaded - Das Polnische Institut zeigt

Polen 2014, OmeU, 68 min, Regie: Tomasz Nuzban

Format:MPEG 4

Die Stadt, die sich 2016 als Europäische Kulturhauptstadt als bunt, kulturaffin, vielfältig und weltoffen präsentiert, sah in den Achtzigerjahren noch völlig anders aus. Im Roman „Picknick am Ende der Nacht“ von Piotr Siemion ist Wrocław beispielsweise dunkel, neblig und müffelt an allen Ecken nach Ölfarbe. War die Hauptstadt Niederschlesiens bis 1989 kulturelles Ödland? Keineswegs!

Die politisch-dadaistischen Aktionen der „Orangen Alternative“ stehen inzwischen in den Schulbüchern. Aber auch jenseits davon blühte eine Subkultur, die lange vergessen war und von Regisseur Tomasz Nuzban jetzt endlich wieder ans Tageslicht gezerrt wurde. Sein Kollektivporträt mit animierten Sequenzen, das beim 12. Neiße Filmfestival 2013 zum Publikumsliebling avancierte, zeigt den Aufstieg der Oderstadt Ende der Siebzigerjahre zu einem der Zentren der alternativen Musikszene Volkspolens. Er spürt den Orten und Personen nach, welche die Punk- und New-Wave-Szene prägten, und zeigt die Suche verzweifelter Individualisten nach einer Lebensstrategie in einer erstarrten, bisweilen absurden Gesellschaft. Dabei stellt er immer wieder die Frage: Was ist eigentlich Punk?

Zu Wort kommen bekannte und vergessene Musiker wie Lech Janerka, Klaus Mitffoch, Krzysztof „Kaman“ Kłosowicz (Miki Mousoleum), Sedes, Maciej Maleńczuk, Paweł Kukiz, Robert Brylewski (Izrael, Brygada Kryzys) und Tomasz Budzyński (Armia).

Tomasz Nuzban (geb. 1975) bezeichnet sich selbst als „uneheliches Kind von Akira Kurosawa und Roman Polański“. Der Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann beschäftigt sich mit alternativer Kultur, Kunst und Musik. „For Being Alive“ ist sein erster Langspiel-Dokumentarfilm.

Mit einer Einführung von Alexander Pehlemann (Punk-Experte, Zonic u.a.)

Eine Veranstaltung des Polnischen Instituts Berlin (Filiale Leipzig) in Zusammenarbeit mit dem Cinémathèque Leipzig e. V.

Der Eintritt ist frei.

Lief zuletzt im Juli 2016