Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Gayby Baby Gayby Baby
  • Di 28.06. 19:30
    die naTo
  • Mi 29.06. 20:00
    die naTo
  • Do 30.06. 20:00
    die naTo
  • 1.07.2016
    die naTo
  • 2.07.2016
    die naTo
  • 3.07.2016
    die naTo

Gayby Baby

DOK Leipzig Nachlese

Australien 2015, OmU, Dok, 85 min, Regie: Maya Newell

Format:DCP

Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln
Language: English with german subtitles

Ein berührender Dokumentarfilm über die Situation von Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern, der aus einer bislang ungewöhnlichen, und zugleich der naheliegendsten Perspektive in die Debatte eingreift: aus der Sicht der Kinder. Der Film ist zugleich ein Statement für Toleranz und Offenheit gegenüber alternativen Lebens- und Familienentwürfen, die nicht der hetero-sexuellen Norm entsprechen, und fordert ihre rechtliche und gesellschaftliche Gleichberechtigung. Denn eines zeigt der Film ganz deutlich: die Probleme junger Familien, von Eltern mit ihren Kindern, sind überall die gleichen, unabhängig geschlechtlicher Zuschreibungen und Identitäten. Der einzige Unterschied, insbesondere für die Kids, resultiert aus der Intoleranz und den Steinen, die Staat und Gesellschaft gleichgeschlechtlichen Familien in den Weg legen.

"Erwachsene nerven. Immer. Der 11-jährige Gus liebt Wrestling, aber seine Mutter ist nicht begeistert: Prügelnde Männer – was für ein Rollenbild vermitteln die denn? Ebony, 12, möchte singen und an die Performing Arts High School, doch der Weg dorthin ist mühsam. Der adoptierte Graham ringt mit seinen 11 Jahren darum, Lesen und Schreiben zu lernen – und muss auch noch mit der Familie umziehen. Matt kämpft damit, dass der Gott, an den er glauben soll, die Lebensform seiner Mutter vermeintlich als Sünde betrachtet …

Großwerden ist schwer. Bei zwei Müttern oder Vätern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufzuwachsen, macht es nicht leichter. In einer Zeit der Selbstfindung muss man ständig abschätzen, wie viel man nach außen preisgibt, oder, wie Graham sagt: was eine gute und eine schlechte Lüge ist. Man will sich abgrenzen und die Eltern zugleich schützen. Man muss wie Ebony bereit sein, gegen Mobbing anzutreten, oder wie Matt, sich vom Pfarrer bis zur Premierministerin mit allen anzulegen. Bei alldem gelingt es Maya Newell, das universelle Drama des Coming of Age konsequent aus der Sicht der Kinder, in alltäglichen Szenen zu erzählen. „Normalität“ und Geschlechterstereotype werden hinterfragt, doch jede überanstrengte Political Correctness unterlaufen die Kids auf ihre Art: mit Wrestler-Masken und Barbie-Puppen. Nicht zur Freude ihrer Eltern, versteht sich. Aber es sind coole Eltern."
Grit Lemke / Katalog DOK Leipzig 2015

Kids being raised by same-sex couples are growing in numbers worldwide. We are in a Gayby-Boom. But who are these kids? What do they think about having same-sex parents? And do they face different issues to other kids? At a time when the world is debating marriage equality, these questions are more pertinent than ever. Told from the perspective of the kids, Gayby Baby is intimate and sometimes humorous account of four children and their families.

Am 28.6. anschließend Gespräch mit Produzentin Charlotte Mars.

Lief zuletzt im Juli 2016