Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Voices of Violence Voices of Violence
  • Mo 23.05. 19:00
    die naTo

Voices of ViolenceStimmen der Gewalt

BRD 2016, deutsche Fassung, Dok, 92 min, Regie: Claudia Schmid

Format:DCP

Ein bewegender und zugleich bedrückender Film über die verschiedenen Facetten von Gewalt gegen Frauen - und den persönlichen Kampf der Betroffenen: Voices of Violence gibt ihnen eine Stimme und geht zugleich den gesellschaftlichen Ursachen der anhaltenden Gewalt der Männer nach.

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: Beleidigung, Übergriffe, Vergewaltigungen, Säureattacken und Verbrennungen, Zwangsehen und häusliche Gewalttaten. In vielen Regionen der Erde sind Frauen dieser Gewalt schutzlos ausgeliefert und nur auf sich alleine gestellt. Der Film "Voices of Violence" konzentriert sich auf Protagonistinnen der DR Kongo. Die Frauen erzählen von ihren brutalen Erfahrungen, ihrem Kampf ums Überleben, ihren Ängsten und Hoffnungen und ihren aktuellen Versuchen, ein neues Leben jenseits der Gewalt aufzubauen.

Regisseurin Claudia Schmid nähert sich diesen Frauen, die sich trotz aller Demütigung, psychischer und physischer Gewalt ihrem Schicksal nicht ergeben, sondern sich "frei" gekämpft haben. Frauen, die Initiative ergriffen und sich trotz großer Gefahren zur Wehr gesetzt haben. Sie sind keine Opfer, sondern bewußte Akteurinnen in einer ihnen feindlich gesinnten Umwelt, die von Gewalt, Unterdrückung und Sexismus bestimmt ist. Der Film ist zugleich eine Studie, wie Gewalt in den unterschiedlichsten Kontexten funktioniert - und woraus sie entsteht. Nicht zuletzt durch die Perspektiven der interviewten Männer, die Missachtung und Gewalt gegenüber Frauen als normalen Bestandteil ihres Alltags schildern, verweist der Film auf die grundlegenden gesellschaftlichen Ursachen jener Gewalt.
"Voices of Violence" will aufrütteln und zum politischen Handeln verleiten.

Achtung: der Film enthält explizite Beschreibungen von Gewalterfahrungen und sexualisierter Gewalt.

Im Anschluss Gespräch über Ursachen und Auswirkungen sexualisierter Kriegsgewalt mit Heide Serra vom AMICA e.V. (Freiburg).

Lief zuletzt im Mai 2016